Im Hausacher Gymnasium
: Das Festival „RGG jazzt und rockt“ sorgt für große Unterhaltung

Das Festival „RGG jazzt und rockt“ am Hausacher Robert-Gerwig-Gymnasium entwickelte sich zum Klangerlebnis.
Von
Claudia Ramsteiner
Oberndorf
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Rockig und groovig ging es bei der zweiten Auflage des Hausacher Festivals

Ramsteiner

Eine aufregend gute Besetzung bot das zweite Festival „RGG jazzt und rockt“, das die Veranstaltungsreihe „Huse jazzt“ in vorbildlicher Weise im Robert-Gerwig-Gymnasium (RGG) fortsetzt. Das ganze Schulhaus hat am Samstagabend gegroovt.

Mehr als fünf Stunden lang gab es in der Aula, in der Halle, in der Mensa und in einem Klassenraum Jazz und Rock vom Feinsten. Zuweilen bereitete größtes Unbehagen, sich von einer Band loszureißen, nur um beim nächsten Ensemble Ähnliches zu erleiden.

Den Auftakt bildeten die Jüngsten mit den aktuellen Talenten der Schule in bereits erstaunlicher musikalischer Reife: Die Big Band „New Sound“ in der schon von Beginn an proppenvollen Aula unter Leitung von Simon Kurz und die junge, mutige Schulband mit gecoverten Rock- und Popsongs in der Mensa.

Von schwindelerregenden Soli bis zu mitreißenden Improvisationen

Die Aula bot den ganzen Abend über fetten Big-Band-Sound. Nach dem Nachwuchs füllte die „United Sound“ mit Reinhardt Bäder die Kelleratmosphäre mit symphonischen Rocknummern und swingenden Jazzstandards bis zu Funk und Cool Jazz. Akzente setzten auch die Stimmen von Katharina Mangold sowie Tabitha und Maximilian Eisenmann.

Und den phänomenalen Schluss bildete dort „Old Sound“ mit erfahrenen Musikern aus den vergangenen 50 Jahren des RGG. Mit teilweise weiten Anfahrtswegen, am Nachmittag gerade einmal geprobt, brachte die Big Band die Aula bis weit nach 23 Uhr zum Beben.

„Eine Wahnsinnsband“, fand auch deren Leiter Peter Stöhr. Letzterer war im Gig vorher in der Mensa als Flötist Teil der Band „Nemo Revival“ gemeinsam mit weiteren ausgebufften Profis: Trompeter Manfred Kinle, Pianist Chris Weller, Schlagzeuger Werner Gisler und Gitarrist Axel Moser in Vertretung von „Äffle“ Joachim Sum.

„Sax Accord“ sorgte für musikalische Unterhaltung

Man konnte sich kaum losreißen von schwindelerregenden Soli und den mitreißenden Improvisationen, aber schließlich gab es zur gleichen Zeit die Ohrenschmeichler von „Acoustic Vibes“ – was für ein Kontrast: die Gitarre von Nicolas Ebel und die Stimmen von Marisa Schilli und Mario Stevens mit Lagerfeuermusik zum Reinliegen und Mitsingen im den ganzen Abend überfüllten Raum 108.

Dort betörte auch das Duo „Sax Accord“ mit dem außergewöhnlichen Zusammenspiel von Claudia Schmids Akkordeon und Michael Wellers Saxofon samt musikalischen Ausflügen nach China, Frankreich oder Brasilien.

In der Halle bot das „Tim Neumaier Quartett“ Jazz vom Feinsten – von der mondänen Leichtigkeit Cole Porters bis Charles Mingus’ kraftvoller Energie stießen sie auf ein etwas kleineres Publikum. Dort spielten die „Super Human Indoor Toddlers“ zum Ausklang.

Die Festival-Zukunft

Das Festival kennt nur Gewinner: Die Bands, die eine Plattform und aufmerksames Publikum bekommen, die Schüler, die lernen, dass man Kultur nicht nur konsumiert, sondern mit Engagement selbst auf die Beine stellt, die Stadt Hausach und das Publikum. Das durfte bei freiem Eintritt einen grandiosen Abend erleben. Bleibt zu hoffen, dass die Spendenkässle am Schluss so gut gefüllt waren, dass einer dritten Auflage 2027 nichts im Wege steht.

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