Gemeinderat Haslach: Fehlende Abbiegespur zur B 33 in der Kritik

Laut Planung ist die Freigabe der neuen Kreisstraße zwischen Fischerbach und Haslach für den 11. Juni offiziell vorgesehen.
BenzDie neue Kreisstraße zwischen Fischerbach und Haslach soll am 11. Juni offiziell für den Verkehr freigegeben werden. Wie sich das konkret auswirken wird, darüber informierte Roland Gäßler, Leiter des Straßenbauamts im Landratsamt Ortenaukreis, am Dienstagabend im Gemeinderat. Wie berichtet, ist die neue Kreisstraße eng mit den Plänen für die Haslacher Ortsumfahrung verzahnt. „Da die Ortsumfahrung nicht zeitnah fertig wird, wird es ein Zwischenstadium geben“, kündigte Gäßler an.
Zwischenstadium ist wegen Umfahrung vonnöten
Insbesondere für Schnellingen wird dies unerfreuliche Konsequenzen haben, denn der Lkw-Verkehr, der auf der neuen Kreisstraße in Richtung Offenburg unterwegs sein wird, soll vorerst weiter durch den Ortsteil laufen. Großer Knackpunkt ist die Einmündung von der Straße Im Mühlegrün in die B33. „Wir haben hier nur eine Mini-Linksabbiegerspur“, zeigte Gäßler die Problematik auf.
An dieser Stelle seien Rückstaus zu befürchten. Allerdings würden sich die tatsächlichen Auswirkungen erst in der Praxis zeigen. „Vielleicht reicht es“, meinte er. Ein weiterer Ausbau dieser Einmündung sei aus Platzgründen nicht möglich. Denkbar sei als Alternative, den Verkehr über die Straße Am Gewerbekanal und die Schleifmattstraße abzuleiten. Allerdings soll Letztere mit der Fertigstellung der neuen Kreisstraße zur Gemeindestraße umgewidmet werden, was bei den Stadträten nicht gerade auf Begeisterung stieß, da dann auch die Stadt für deren Unterhaltung zuständig sein wird.
Die Straße Im Mühlegrün hingegen wird vom Abzweig auf die B33 bis zum Abzweig auf die neue Kreisstraße ebenfalls zur Kreisstraße. Verkehr, der künftig aus Richtung Offenburg oder Freiburg gekommen und über die Schleifmattstraße gefahren ist, soll künftig über diesen Knoten geleitet werden. Jochen Kammerer (CDU) wollte wissen, ob die Archebrücke dann ebenfalls in die Verantwortung der Stadt fällt und wer für deren Abbruch aufkommen muss. „Sie wird von uns abgegeben“, stellte Gäßler klar, eine Alternative sei nur, die Brücke komplett zu sperren. Eine Sanierung sei nicht möglich, deshalb auch der Brücken-Neubau. „Wenn Sie sie zum Beispiel nur für Radfahrer zulassen, dann hält sie noch lang“, sagte Gäßler. Er erwarte aber, dass die bereits geltende Tonnagebegrenzung noch weiter verschärft wird. Wenn es an den Bau der B33-Umfahrung geht, werde die Brücke durch das Regierungspräsidium Freiburg abgerissen, auch die Kosten dafür werde der Bund tragen.
Kritik aus Schnellingen
Seitens der Stadträte und aus dem Schnellinger Sonderausschuss gab es viel Kritik für den Vorschlag, den LKW-Verkehr vorerst weiter über Schnellingen zu leiten. Mehrere Räte hielten es für denkbar, die Schleifmattstraße als Alternative zu nutzen. Bürgermeister Armin Hansmann betonte: „Ich bin zuversichtlich, dass wir eine gute Lösung für die Übergangszeit finden. Bisher waren die Gespräche immer sehr zielführend.“