Feierliche Eröffnung
: Diesen neuen Erlebnispfad für Familien gibt es ab sofort in Wolfach

20.000 Schrauben, 428 Säcke Zement und mehr als 2000 ehrenamtliche Arbeitsstunden stecken in Wolfachs neuem Erlebnispfad „Kleine Siedlerschleife“.
Von
Hannah Schmid
Oberndorf
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Bei der Einweihung des Erlebnispfads „Kleine Siedlerschleife“ in Wolfach: Die Kinder gaben den Startschuss mit der Enthüllung der Starttafel am Spielplatz Weihermatte.In den Händen halten sie Kugeln für die Kugelbahnen des Pfads.

Hannah Schmid

Rund drei Jahre lang war das Projekt der Siedlergemeinschaft Wolfach/Oberwolfach, die kleine Siedlerschleife rund ums Schlössle zum Erlebnispfad umzugestalten, in der Planung. Seit Jahresbeginn hatten 122 Ehrenamtliche mit unermüdlichem Engagement an der Umsetzung gearbeitet. Am Sonntag wurde der Erlebnispfad offiziell eingeweiht. Vor den etwa 100 geladenen Gästen am Ausgangspunkt des Rundwegs am Spielplatz Weihermatte lobte Bürgermeister Thomas Geppert das ehrenamtlich entwickelte und umgesetzte Vorzeigeprojekt.

Zusammen mit den weiteren Vereinen, die an der Gestaltung der insgesamt neun Stationen beteiligt waren, hätten die Siedler eine neue und erlebnisreiche Attraktion für Kinder aus Wolfach und der Region geschaffen, so Geppert. Entstanden war die Idee in ihrer heutigen Form als Reaktion auf den Themenbereich „Familienfreundliches Wolfach“, der Anfang 2023 im Forum Zukunft vorgeschlagen wurde. Bei der Stadtverwaltung sei das vor genau 1213 Tagen vorgetragene Projekt von Anfang an auf offene Türen gestoßen, so Roland Schamm von der Siedlergemeinschaft. Bei ihm seien von Planung über Durchführung bis hin zur Fertigstellung die Fäden zusammengelaufen, betonte Geppert.

Mit viel Handwerkskunst hatten alle Beteiligten die Stationen, darunter vier Kugelbahnen, liebevoll hergerichtet. „Das ist nichts von der Stange“, stellte Geppert klar. Das auf die Jüngsten zugeschnittene Angebot stärke zudem die touristische Attraktivität Wolfachs. Als Dank für das große Engagement kündigte er ein Helferfest für den 6. November an. Wolfach könne stolz sein auf sein Ehrenamt. Auch Roland Schamm bedankte sich bei allen, die zu der neuen Möglichkeit zur Freizeitgestaltung beigetragen hatten – darunter auch Spender.

Arbeit im Wert von 100.000 Euro steckt im Projekt

Die Finanzmittel der Stadt in Höhe von 30.000 Euro über mehrere Jahre verteilt seien eine Grundvoraussetzung gewesen. Mithilfe verschiedener Sponsoren sei der Betrag schlussendlich mehr als verdoppelt worden. Stellvertretend bedankte sich Schamm bei der Veit-Grieshaber-Stiftung als Hauptsponsor sowie der Kolpingsfamilie, die die erste Spende überreicht hatte. Auch Firmen hatten mit Material und Maschinen zum Gelingen beigetragen. Weiter hob Schamm die Zusammenarbeit mit dem Bauhof hervor. Das Bauholz habe man aus dem Stadtwald beziehen können, die Tafel am Spielplatz sowie die Flyer hatte Susanne Brückner vom Büro für Tourismus, Kultur und Stadtmarketing gestaltet.

So wurde bei der Einweihung rasch deutlich: Der 4,8 Kilometer lange Erlebnispfad ist ein echtes Gemeinschaftsprojekt. Von Anfang an sei das Ziel gewesen, dass der Weg „von Wolfachern für Wolfacher, von Familien für ihre Kinder“ gestaltet werden solle, was der fertigen Strecke nun eine Menge Vielfalt beschere. Für das Großprojekt seien allein in diesem Jahr insgesamt 2018 Arbeitsstunden geleistet worden. Bei einem Stundensatz von 40 Euro komme man auch ohne Planung auf Arbeit im Wert von mehr als 100.000 Euro.

Bei der Fertigstellung des Erlebnispfades seien alles in allem 428 Säcke Zement verbraucht worden, außerdem 10,4 Kubikmeter Holz und 20.000 Schrauben. Bei der offiziellen Einweihung lobte Pfarrer Stefan Märkl: Die Helfer hätten mit dem Gemeinschaftsprojekt ermöglicht, dass etwas in Bewegung komme.

Tipps für die Tour

Die Wolfacher Tourismusinfo empfiehlt Familien, eine Zwei-Euro-Münze passend mitzubringen, wenn sie die verschiedenen Kugelbahnen auf der Strecke nutzen wollen. Eine Holzkugel ist am Automaten an der Startstaffel ab Juli erhältlich, allerdings gibt der Automat kein Wechselgeld. Das „Getränke-Brünnele“ auf der Strecke bietet außerdem von Frühjahr bis Herbst kühle Getränke auf Spendenbasis an. Der Erlös kommt der Pflege und Erhaltung der „Siederschleife“ zu Gute.

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