Evangelische Kirchengemeinde in Hornberg: Reformation mal ganz anders und in drei Teilen begangen

Der kleine Reformationschor leitete den Abend ein.
Evangelische GemeindeEs wurde ein generationenübergreifendes Fest in drei Teilen. Als „Festprediger“ konnte Magdalena Gramer den Generalsekretär des CVJM Badens, Matthias Kerschbaum, gewinnen, teilt die Gemeinde mit.
Das Organisationsteam Magdalena Gramer, Wilfried Schondelmaier und Dagmar Reister hatte sich im Vorfeld Gedanken gemacht, ob dieses Glaubensfest überhaupt von den Gläubigen angenommen werden würde. Es war nämlich das erste Mal, dass der Reformationstag in dieser Form begangen werden sollte. Die Freude bei den Mitarbeitern war groß, als ungefähr 75 Besucher in die Kirche kamen.
Die älteren Besucher des ersten Teils staunten nicht schlecht, als sie die festlich beleuchtete Kirche betraten. Die ganze Atmosphäre war heimelig und gemütlich, aber auch fremd. Schnell gewöhnte man sich an die ungewohnte Anordnung der Stühle mit kleinen Tischen dazwischen.
Bei der Begrüßung durch eine Mitarbeiterin sagte ein 90-Jähriger: „Wenn es um Martin Luther geht, dann darf ich nicht fehlen.“ Der traditionell gehaltene, erste Teil des Gottesdienstes wurde vom kleinen Reformationschor eingeleitet. Viviana und Max Schaffner hatten das zweistimmig gesungene Lied “Dona nobis pacem“ eingeübt.
Matthias Kerschbaum predigte über die vier Glaubenssätze der Reformation: Allein die Schrift, allein die Gnade, allein der Glaube und allein Jesus. Nach jedem Glaubenssatz erklang entweder ein Orgelstück oder Gemeindegesang. Nicht fehlen durfte an diesem besonderen Abend der Choral: „Ein feste Burg ist unser Gott.“ Martin Jäger an der Orgel hatte als Einleitung dazu von Ralf A. Franz einen Orgelchoral gespielt.
Eine Besucherin sagte: „Mir gab die Predigt so viele neue, gute Denkanstöße.“ Ein rüstiger Senior freute sich: „Die schöne Orgelmusik erinnerte mich an meine Konfirmandenzeit, die doch schon sehr lange zurückliegt.“ Der zweite Teil des Abends stand unter dem Motto: Reformation der Herzen. Kerschbaum erinnerte daran: „Bleibt im Umgang mit den anderen nicht oberflächlich, sondern versucht, sie besser zu verstehen.“ Musikalisch wurde das im Lobpreis ausgedrückt. Matthias Weisser, ein erfahrener Lobpreismusiker, leitete die fünfköpfige Band. Die Texte wurden auf eine große Leinwand projiziert, so dass alle mitsingen konnten.
Den dritten Teil leitete die Band mit dem Lied „Alles tanzt, niemand kann es mir nehmen, mit allem was ich bin meinem König zu singen“ ein. Und anschließend wurde voller Freude getanzt. Dieser besondere Abend zeigte deutlich, dass eine Gemeinde lebt, wenn die Herzen für Jesus brennen, heißt es in der Mitteilung der Gemeinde.