Die Saison 2024 der Freilichtbühne Hornberg: Das „Gummistiefeljahr“ im Storenwald

Julia Presti (von links), Marvin Polomski, Alexander Gotthans und Jonathan Krien begeisterten in der „Feuerzangenbowle“.
KornfeldDie Saison 2024 sei ungewöhnlich stark vom Wetter geprägt gewesen, berichtet Thomas Bossert, der Vorsitzende des veranstaltenden Historischen Vereins. Die Probearbeit für „Robin Hood Junior“ werde als das „Gummistiefeljahr“ in die Geschichte eingehen, weil sehr viele Proben ziemlich ungemütlich waren. Auch die Probearbeit von „Die Feuerzangenbowle“ war, vor allem in der Schlussphase, stark erschwert. „Unser Bühnenwart und sein Team haben angesichts diverser Baumaßnahmen, einem kleinen, starkregenbedingten Hangrutsch und dem Austausch sämtlicher Sitzbänke besonders unter dem nassen Frühjahr gelitten“, erklärt Bossert.
Trotzdem konnten alle Vorstellungen ohne Abbruch gespielt werden. „Dabei war es extrem hilfreich, dass wir uns in den vergangenen Jahren intensiv mit den unterschiedlichen Wetter-Apps und den Stärken und Schwächen ihrer jeweiligen Prognosemodelle auseinandergesetzt haben“, so Bossert. Das habe mehrfach vor Fehlentscheidungen bewahrt. Denkwürdig war eine Vorstellung, bei der zwei Stunden vor Beginn noch ein Wolkenbruch übers Städtle zog und man, aufgrund der Prognosen, „Millimeter“ davor war, die Vorstellung abzusagen. Am Ende wurde die Vorstellung bei strahlendem Sonnenschein über die Bühne gebracht.Alle drei Stücke hatten fantastische Auslastungen bei 96 und 95 Prozent beim Familien- beziehungsweise Abendstück und begeisterte Zuschauer.
Marvin Polomski habe bei der Wahl der Autoren für „Robin Hood Junior“ und bei seiner Arbeit mit den beiden wieder ein tolles Gespür und Kreativität bewiesen. „Umso mehr freuen wir uns darauf, das darf an dieser Stelle schon verraten werden, dass Text und Musik für das Familienstück in der kommenden Saison auch wieder aus der Feder von Jan Radermacher und Timo Riegelsberger fließen werden“, kündigt Bossert an.
Dem Team um Regisseur Jonathan Krien gelang es, den Klassiker „Die Feuerzangenbowle“ zum Wohlfühlen und Lachen zu inszenieren. Sowohl die Zuschauer, die den Kultfilm teils auswendig kannten, als auch jene, die erstmals mit Pfeiffer mit den drei F und der Dampfmaschin’ konfrontiert waren, hatten ihre Freude.
Auch beim Hornberger Schießen wurden im zweiten Jahr in Folge Zuschauer- und Auslastungszahlen erreicht, wie zuletzt vor mehr als 30 Jahren – und das, ohne die Besonderheit einer Jubiläumsaufführung (2023 gab es die ausverkaufte 400. Aufführung).
„Besonders schön ist, dass die Zuschauer sich gerade auch bei unserem Klassiker mit stehenden Ovationen, strahlenden Gesichtern und vielen, vielen positiven Rückmeldungen bedanken“, so der Vorsitzende. Am Ende waren es, wie schon 2023, mehr als 16 000 Zuschauer. „Wir sind nicht auf der Jagd nach immer neuen Besucherrekorden“, betont Bossert jedoch.
Für die Trachtengruppe läuft die Saison mit mehreren Auftritten noch weiter.
So geht’s weiter
Seit April laufen die Vorbereitungen und Proben für „Ghost – Das Musical“, das im November in der Stadthalle zur Aufführung kommt. Nach dem einen oder anderen Urlaub beginnt die Zeit der intensiven Proben und ab Mitte Oktober der Umzug in die Stadthalle.