Bürgermeister geht in Rente
: So wurde Nicolai Bischler in Steinach verabschiedet

Im Anschluss an seine letzte von ihm geleitete Sitzung des Gemeinderats wurde Nicolai Bischler von seinen Amtskollegen und zahlreichen weiteren Gästen in den Ruhestand verabschiedet.
Von
Christine Aberle
Oberndorf
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Nicolai Bischler (Zweiter von rechts) wurde mit großer Wertschätzung seiner Kollegen in den Ruhestand verabschiedet.

Aberle

Nach der Sitzung des Gemeinderats füllte sich das Foyer der Allmendhalle am Montagabend noch einmal mit Ehrengästen, denn die offizielle Verabschiedung von Bürgermeister Nicolai Bischler stand an. Sein offizieller letzter Arbeitstag ist der 30. November, bevor sein gewählter Nachfolger Benedikt Eisele die Amtsgeschäfte übernimmt. Dessen Vereidigung und Verpflichtung durch Bürgermeister-Stellvertreterin Carina Klemm (FWV) ist für den 1. Dezember, ab 19 Uhr, in der Turnund Festhalle geplant.

Bischler dankt für die vielen Begegnungen

„Es gab viele Sitzungen, Besprechungen, Diskussionen, Entscheidungen und Begegnungen mit Menschen“, meinte der scheidende Bürgermeister in seinem Rückblick. Die Zeit sei geprägt gewesen vom gemeinsamen Gestalten. Trotz unterschiedlicher Meinungen, was zu einer Demokratie dazu gehöre, sei es spürbar gewesen, dass alle das Beste für Steinach und Welschensteinach erreichen wollten. Bischler dankte auch seinem Rathausteam, das die Beschlüsse des Rats umzusetzen hatte. „Ich habe durch meine Mitarbeiter wertvolle Unterstützung und Rückendeckung erfahren“, bekannte er. Auch der Austausch mit den Bürgermeisterkollegen aus der Raumschaft sei wertvoll gewesen. Zusammen habe man Krisen und Herausforderungen gemeistert. „Es war mir eine große Ehre, acht Jahre Bürgermeister zu sein“, schloss er seine Ansprache.

Der Ortsvorsteher von Welschensteinach, Xaver Rockenstein, erinnerte an den 24. September 2017, als Bischler mit einem phänomenalen Ergebnis von über 92 Prozent im ersten Wahlgang gewählt wurde. Denkmäler seien in seiner Amtszeit nicht errichtet worden, doch bauliche Spuren, sichtbare Entwicklungen und nachhaltige Projekte seien heute zu sehen. Er erinnerte an Rathaussanierung, Neugestaltung des Lindenplatzes in Welschensteinach, Fertigstellung des Hochwasserrückhaltebeckens, das interkommunale Projekt mit dem Bollenbacher Steg, Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen, Umgestaltung des Pfarrgartens mit der Sanierung des alten Pfarrhauses und vieles mehr. Er dankte für die Geduld Bischlers, für seine Ausdauer und für die Fähigkeit, ruhig zu bleiben, wenn es andere nicht waren. Als Zeichen des Dankes überreichte er einen Kunstkalender, ein Weinpräsent und für die Ehefrau einen Blumenstrauß.Für Bischler schloss sich nach eigenen Angaben nun der Kreis, denn vor acht Jahren wurde er von Rockenstein vereidigt. Jetzt hielt dieser seine Abschieds-Laudatio. Der Leitsatz Rockensteins: „Es kommt nicht darauf an, die Zukunft vorauszusagen, sondern darauf, auf sie vorbereitet zu sein“ passte an diesem Abend ganz besonders in den würdigen Rahmen des Stabwechsels.

Armin Hansmann aus Haslach sprach für die Bürgermeister der Raumschaft. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge lasse er Bischler ziehen. Einerseits gönne er ihm den Ruhestand, andererseits werde er als Kollege fehlen. Für den scheidenden Bürgermeister habe zwar Steinach Priorität gehabt, er habe aber auch den interkommunalen Gedanken und das Gemeinschaftsgefühl gelebt. Einen interessanten Luftballon mit Gewicht gab es als Dank der Bürgermeister zum Abschied, bevor es bei Sekt und Brötchen noch eine ganze Reihe von guten Gesprächen gab.

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