Baumann Holzbau wurde 125 Jahre alt: Stolz auf Tradition - „Bleibt auf eurem Holzweg“

Obermeister Jürgen Kaspar (rechts) und sein Vize Gottfried Lehmann (von links) gratulierten Marco, Aline, Theodor, Fabio, Hubert und Silke Baumann zum Jubiläum mit einer geschnitzten Holztafel.
Ramsteiner„So ein Jubiläum ist nicht nur Anlass zur Freude, es ist ein Meilenstein, der uns stolz macht“, begann Hubert Baumann die Rede zum Jubiläum der Firma Baumann Holzbau in Einbach – mitten in der mit Kunden, Geschäftspartnern, Nachbarn, Familie und Freunden gut gefüllten Werkshalle: „125 Jahre, das bedeutet vier Generationen Handwerkskunst, unzählige Bauwerke, Höhen und Tiefen, Wandel und Fortschritt, Verantwortung und Zusammenhalt.“
Einen besonderen Dank richtete er an seinen Papa Theodor, der mit fast 91 Jahren noch kräftig mitfeierte und die Mama, die im vergangenen Jahr gestorben ist, „tragen wir in Gedanken mit uns“. Was die Zimmerei Baumann ausmache, sei nicht nur das Material Holz, sondern die Menschen, die „mit Leidenschaft, Fachwissen und Zuverlässigkeit damit arbeiten“, dankte Baumann auch seinem Team mit „Stolz, so eine Mannschaft zu haben“. Und ohne Ehefrau Silke, die „mit Herz und klarem Kopf dafür sorgt, dass alles läuft“, wäre dies alles nicht möglich.
Mit besonderer Freude blickte Hubert Baumann auch in die Zukunft und auf seine beiden Jungs, die nach ihrer Ausbildung nun den elterlichen Betrieb unterstützen: Schreiner Marco und Zimmerer Fabio. „Auf die nächsten Jahre, auf unser Handwerk und die Menschen, die es tragen: Gott schütze das ehrbare Handwerk“, schloss Baumann seine Rede.
„Hausach wäre ohne Einbach sehr klein“, bekannte Bürgermeister Wolfgang Hermann unter tosendem Applaus. Die Qualität und die Zuverlässigkeit, die bei Handwerksbetrieben wie Baumann Holzbau noch selbstverständlich seien, müsse man suchen. Er dankte ausdrücklich auch für das gesellschaftliche Engagement. Mehr als die Hälfte der Mitarbeiter ist auch in der Feuerwehr aktiv. Er überreichte eine große Wanduhr aus heimischem Holz in einem Fassring und mit den Emblemen der Stadt und der Zimmerei Baumann.
„Auf diese Leistung dürfen Sie stolz sein“, rief Kreishandwerksmeister Bernd Wölfle der Familie Baumann und ihrem Team zu und gratulierte auch im Namen der Handwerkskammer Freiburg zur „bemerkenswerten Erfolgsgeschichte“. Als Arbeitgeber, Ausbilder und wirtschaftlicher Motor der Region sei die Firma Baumann ein Aushängeschild für das Handwerk und ein Vorbild für Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Er überreichte die Urkunden der Handwerkskammer und der Kreishandwerkerschaft Ortenau. „Man könnte sagen, die Firma Baumann ist seit 125 Jahren auf dem Holzweg“, beschrieb Innungsmeister Jürgen Kaspar diesen „Weg voller Leidenschaft und handwerklicher Qualität“. Verlässlichkeit, Qualität und Zusammenhalt seien Werte, die das Handwerk stark machen. Er dankte für 125 Jahre gelebtes Handwerk, für die Ausbildung junger Menschen und für den Mut, Tradition und Innovation zu verbinden: „Bleibt auf eurem Holzweg, dieser Weg hat Zukunft“.
„Wir sind stolz, Teil dieses Jubiläums zu sein“, sagte Adrian Stirm im Namen der Belegschaft. Der Zusammenhalt im Team sei auch dessen Stärke, und dieser werde von Chef Hubert und von Chefin Silke besonders gefördert. „Unser Hubi: direkt, herzlich, manchmal etwas brummelig, aber immer mit dem Herz bei der Mannschaft“. Von den Mitarbeitern gab’s einen Gutschein für ein Bike-Wochenende im Allgäu. Musikalisch bereicherten das Duo Mona und David die Feier sowie DJ „Danger Mau5“. Und kulinarisch zeigte mit den Gängen zwischen dem Programm die geballte Einbacher Gastronomie „Hirsch/Monika“ und „Käppele“, was sie drauf hat.
Für Freitag, 3. Oktober, ist die Bevölkerung von 11 bis 18 Uhr zum Jubiläumsfest mit Tag der offenen Tür eingeladen
Rückblick
Die Baumann-„Kinder“ Marco, Fabio und Aline blickten zurück auf die „lange, bewegte und stolze Tradition, die im Jahr 1900 begann, als ihr Ururgroßvater Vinzenz Baumann als Störhandwerker die Firma gegründet hatte. Dessen Sohn Theodor und dann Enkel Theodor hatten sie ständig erweitert. 1999 übernahmen die Urenkel des Firmengründers, Hubert und Norbert, den Betrieb. 2011 erfolgte die Trennung: Norbert Baumann übernahm den Gerüstbau, Hubert die Schreinerei und Zimmerei. „Auch wenn wir stolz auf unsere Vergangenheit sind: Neue Herausforderungen warten und wir freuen uns darauf, sie mit ebenso viel Leidenschaft anzugehen“, blickten die „jungen Baumänner“ nach vorn.