Wolfenhauser Backhaus
: Zwiebelberda aus dem Holzbackofen heiß begehrt

Im Wolfenhauser Backhaus gingen am Wochenende die Öfen nicht aus. Die Zwiebelberda war heiß begehrt.
Von
Marzell Steinmetz
Oberndorf
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Die Backfrauen haben alle Hände voll zu tun.

Marzell Steinmetz

Zum 40. Mal fand das weit um bekannte Zwiebelberdafest des Musikvereins in dem Neustetter Ortsteil statt.

Für die Backfrauen war es besonders am Samstag bei den auch abends hohen Außentemperaturen eine Herausforderung, im Backhaus zu stehen, denn dort war es noch um einige Grade heißer. Laufend schoben sie die Bleche mit dem Teig in die zwei Öfen und holten sie wieder heraus. Draußen stand die „Kundschaft“ bereits Schlange: Frisch zubereitet schmecken die Zwiebelberda am besten. Viele holten sich den Zwiebelkuchen auch zum Mitnehmen. Zwei Variationen gab es – mit und ohne Speck. Wie viele Bleche rausgingen, das konnten die Backfrauen gar nicht zählen.

Besucher werden bestens musikalisch unterhalten

Im Zelt und im Biergarten wurden die zahlreichen Besucher bestens unterhalten. Als sich der Musikverein Seebronn mit dem Polka-Stück „Auf der Vogelweide“ verabschiedete, übernahm die Gruppe Blech-X7 die musikalische Unterhaltung. Das mit versierten Instrumentalisten besetzte Ensemble, das erstmals beim Zwiebelberdafest auftrat, begeisterte das Publikum mit seinem böhmisch-mährischen Musikstil.

Am Sonntag spielten dann die Kapellen aus Hagelloch, Hailfingen und Nellingsheim „Wir pflegen viele Freundschaften mit Musikkapellen bis in den Raum Stuttgart hinein“, sagte Vorsitzender Sebastian Münster.

Das Ensemble Blech-X7 unterhält mit böhmisch-mährischer Blasmusik.

Foto: Marzell Steinmetz

Als Hockete beim Backhäusle hat es mal begonnen und sich dann zu einem großen Fest mit mehreren tausend Besuchern entwickelt. Da macht es auch nichts aus, dass rund herum weitere Veranstaltungen stattfinden. Der für ein Zwiebelkuchenfest ungewöhnliche Termin am ersten Juliwochenende hat sich jedenfalls bewährt.

Allerdings legen die Veranstalter auch Wert auf gute Qualität ihrer Backwaren aus dem Holzbackofen. Die Vorbereitung ist entsprechend aufwendig. „Wir machen alles in Handarbeit“, erklärte Münster. So müssen die Helferinnen am Freitag vor dem Fest jede Menge Menge Zwiebeln schälen. Da fließen die Tränen in Strömen. Bereits im Frühjahr werden die Büschel zum Anfeuern zusammengebunden. Das Mehl für die Berden wird aus der Region bezogen, das Rezept ist klassisch-schwäbisch.

Der Montag ist der Haupttag des Festes

Am Montag war nochmals Hochbetrieb im Backhaus: „Das ist unser Haupttag“, erklärte Sebastian Münster. Los ging es bereits um 10 Uhr mit dem Handwerkervesper. Nachmittags traten die Wolfenhauser Jungmusiker auf, und zum Ausklang spielten die Musikvereine aus Bondorf und Bierlingen.

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