Weihnachten in Horb
: Kinder führen Mega-Bestseller in drei Teilen auf

Beim Familiengottesdienst an Heiligabend in der Horber Johanneskirche dürfen sogar Besucherkinder am Krippenspiel mitwirken.
Von
Peter Morlok
Oberndorf
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Die Hauptakteure des Krippenspiels in der Johanneskirche

Morlok

Das Warten auf das Christkind kann oft recht lang erscheinen. Zumindest, was die letzten Stunden angeht, wenn die gute Stube mit dem Lichterbaum für die Kinder tabu ist und sie sich irgendwie die Zeit vertreiben müssen, bis die Bescherung beginnt.

Da kommt so ein Familiengottesdienst mit Krippenspiel, bei dem man auch als Besucherkind mitmachen darf, so wie ihn dieses Jahr die evangelische Kirchengemeinde von Horb in der Johanneskirche anbot, gerade recht.

Diese Art des besonderen Gottesdienstes ist so etwas wie Zeitvertreib, Ablenkung und Rückbesinnung auf den eigentlichen Grund des Festes, auf die Geburt von Jesus Christus, dem Erlöser, in Einem. Und alles kindgerecht aufbereitet und dargeboten.

Zum idealen Zeitpunkt, um 15 Uhr, begann am Nachmittag des 24. Dezember der Familiengottesdienst. Die letzten Besorgungen waren am Vormittag erledigt, das Mittagessen gekocht und die Küche wieder aufgeräumt, doch die Kinder konnten den Abend nicht erwarten, bis das Christkind zu ihnen kommt. Für die Eltern ist es dann gut, wenn ein Elternteil, vielleicht noch zusammen mit den Großeltern, in die Kirche gehen kann, um etwas Ruhe in die Hektik des weihnachtlichen Nachmittags zu bringen.

Die Johanneskirche war festlich geschmückt, die Geburt Jesu in einer Szene neben dem Altar nachempfunden und an einem schön geschmückten Christbaum leuchteten warm die Lichter.

Kinder dürfen nach vorne kommen

Pfarrerin Susanne Veith begrüßte die Gottesdienstbesucher und das Musikteam intonierte das bekannte Weihnachtslied „Alle Jahre wieder“. Nach einem Gebet sagte die Pfarrerin, dass man heute die Weihnachtsgeschichte gemeinsam mit den Kindern erleben wolle und lud alle Kinder ein, während des Liedes „Ihr Kinderlein kommet“ nach vorne zu kommen. Von dort aus konnten sie viel besser sehen und miterleben, was ein paar ihrer Mitschüler gemeinsam mit einigen Kindergartenkindern in den vergangenen Wochen einstudiert hatten. Diese spielten und sangen die bekannte Weihnachtsgeschichte, die der Evangelist Lukas der Welt schenkte.

Die Weihnachtsgeschichte ist ein Mega-Bestseller

Heute würde man sagen, er hat einen Mega-Bestseller geschrieben, denn die Geschichte von Maria und Josef wird auf der ganzen christlichen Welt Jahr für Jahr in der nahezu gleichen Fassung erzählt. Eine Geschichte, die mit den Worten: „Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde“ begann.

Deshalb machten sich die hochschwangere Maria und ihr Mann Josef, der vom Hause und Geschlechte Davids war, von Nazareth auf in das judäische Land zur Stadt Davids, die da Bethlehem heißt. Doch die beiden waren nicht allein und als sie spät abends in der Stadt ankamen, waren alle Zimmer in den Herbergen besetzt. Sie konnten gerade noch eine Notunterkunft in einem Stall ergattern, in dem Maria dann auch den Sohn Gottes zur Welt brachte. „Und sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe“, wird in der Weihnachtsgeschichte erzählt.

Engel berichteten dies den Hirten auf dem Feld, die sich dann auf den Weg machten, um das Kind zu besuchen. Ein Stern zeigte ihnen den Weg.

Die drei Teile der Aufführung

Und diese wunderbare Geschichte spielten die Kinder ihren Besuchern in drei Teilen vor. Sie sangen im Teil Eins „Komm wir gehen nach Bethlehem“, während Maria und Josef durch den langen Gang des Kirchenschiffs nach vorne kamen; freuten sich im zweiten Teil mit dem Lied: „Gloria“, das von Engeln gesungen wurde, über die Geburt des Heilands und im dritten Teil waren sich alle Kinder, auch die Besucherkinder, einig: „Ja, wir wollen das Wunder sehen“.

Mit bunten Tüchern in der Hand liefen sie zu den Klängen von „Stille Nacht“ durch die Kirche. Mit dem liturgischen Abschlussteil und dem Segen ging dieser Familiengottesdienst mit dem Lied: „Oh du fröhliche “ zu Ende.

Für die Gottesdienstbesucher war es ein besonders schönes, besinnliches Erlebnis und dem Weihnachtsvorbereitungsteam zu Hause brachte es die nötige Zeit, um alles für einen gelungenen Heiligen Abend vorzubereiten. So ein Krippenspiel hat eben viele Aspekte, ist aber jedes Jahr ein Highlight an Heiligabend. Ebenso wie der Weihnachtsgottesdienst, der in allen Horber Kirchen angeboten wurde.

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