Waldwirtschaft in Starzach: Schloss Weitenburg und eine Eiche für die Zukunft

Förster Johann Krämer (von links), Bastian Kaiser, Baron von Rassler und Unternehmerin Christiane Wodtke pflanzen den neuen Baum ein.
Peter MorlokZum Start ihrer Zusammenarbeit pflanzten Baron von Rassler gemeinsam mit der Unternehmerin Christiane Wodtke und dem Rektor der Hochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg, Bastian Kaiser, symbolhaft eine Eiche im Wäldchen des Schlossparks.
Die Inhaberin der Firma Wodtke aus Tübingen-Hirschau, führender Hersteller von innovativen Kaminöfen, Pelletöfen und Elektrowärme freut sich über diese Kooperation: „Ich glaube, gemeinsames Handeln ist notwendig, um den Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden. Dieser Wald-Tag erfüllt mich deshalb mit Freude und Zuversicht.“
Weiter betonte sie, dass nachhaltiger Waldbau Verantwortung bedeutet. „Ich brauche Ihnen über die Vorteile nachwachsender Rohstoffe an dieser Stelle nichts zu sagen, doch die Kombination Holz und Innovation zusammen in ein gesundes Gleichgewicht zu bringen, das haben wir uns zur Aufgabe gemach.“ Sie wies darauf hin, dass die Politik die Wärmegewinnung durch Holz wieder auf dem Schirm hat.
Im Rahmen der einer „Umwelt-Direkt-Bonus-Aktion“ leistet Wodtke einen Beitrag zur Aufforstung. Und dies gemeinsam mit dem Kooperationspartner der Forstverwaltung Schloss Weitenburg, entsprechend dem Motto „Für die Natur und unsere Umwelt“.
Über 300 Jahre nachhaltige Forstwirtschaft
Auch für den Waldbesitzer selbst ist diese Partnerschaft ein wertvoller Baustein zum Erhalt seines Forstbestandes. „Seit mehr als 300 Jahren betreibt meine Familie nun nachhaltige Forstwirtschaft“, machte der Freiherr deutlich und sagte: „Bäume fallen nicht vom Himmel. Man muss sie pflanzen und pflegen.“ Aus diesem Grund findet er auch, dass die Zusammenarbeit mit Wodtke genau in die Familienphilosophie der Familie der Freiherren von Rassler passe.
Für Bastian Kaiser steht außer Frage, dass man den Wald bewirtschaften muss. Er warnt vor den Stimmen, die da sagen, den Wald solle man sich selbst überlassen. „Man muss den Wald und das Holz nutzen“, so sein klares Statement, dass er mit der Frage, ob man die Energie bei Despoten kauft oder doch besser die eigenen Ressourcen nutzt, noch verdichtete. „Nichtgenutzte Wälder setzen schädliches Methan frei“, ein zusätzliches Argument, das für die Waldwirtschaft spricht. „Aber beim Wald ist es wie beim Fußball – es gibt viel mehr Besserwisser als Bessermacher“, fügte Kaiser an.

Die Urkunde bestätigt die Kooperation.
Foto: Peter MorlokExperte Johann Krämer aus dem Team der Revierleitung des Forstbetriebs Fürst von Hohenzollern unterstrich abschließend die Wichtigkeit der Waldwirtschaft, und dass man im Zuge des Waldumbaus langsam, aber sicher, von der Monokultur wegkommt und durch Anpflanzungen von Laubbäumen mehr für den Artenschutz und die Waldvielfalt tue – wie an diesem Vormittag.
Nach vielen Worten hieß es dann für die drei wichtigsten Protagonisten symbolisch die Ärmel hochzukrempeln, die Schaufeln in die Hand nehmen und den neuen Baum am Rande des Schlossparkes zu pflanzen.
Nach der Übergabe der Kooperationsurkunde ließ man den Vormittag bei einem Imbiss im Schloss ausklingen.