Trauergruppen in Horb
: Die wichtigste Regel ist die Schweigepflicht

Für Menschen in Trauer gibt es in Horb und Umgebung mehrere professionelle, unterstützende Angebote.
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(red/pm)
Oberndorf
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Regine Bonfert und Bettina Schmid begleiten die Trauergruppe.

Trauergruppe

„Die Trauer ist der Zoll, den man für die Liebe bezahlt, wenn man aus dem Land, in dem man geliebt wurde, in das Land kommt, in dem es nur noch die Erinnerung an diese Liebe gibt.“ Dieses Zitat stammt von der niederländischen Schriftstellerin Connie Palmen, die bereits zweimal in noch jüngeren Jahren ihre Lebenspartner durch deren Tod verloren hat.

Trauer braucht Raum, das heißt, sie braucht auch einen Ort, an dem sie stattfinden darf, außerhalb des alltäglichen Lebens. Dies ermöglicht seit 2012 das monatliche Trauer-Café am Montagnachmittag im Museum Jüdischer Betsaal (Fürst-Abt-Gerbert-Straße 2 in Horb). Im Programm der Katholischen Erwachsenenbildung Keb findet sich noch mehr zu diesem Thema: Trauerspaziergänge und Wanderungen, Lesungen, Vorträge, Schreibwerkstatt und anderes. Zweimal jährlich, im Februar und im September erscheint dieses Programm, die Trauerangebote findet man unter „Menschen in Trauer“ im hinteren Teil des Programms zusammengefasst in den grün unterlegten Seiten.

Kostenlose Trauergruppen

Träger der Trauergruppen sind die Katholische und die Evangelische Kirchengemeinde Horb, sowie die Katholische Erwachsenenbildung Kreis Freudenstadt. Alle Menschen, egal welcher Konfession sie angehören, sind bei den kostenlosen Trauergruppen willkommen.

Seit Herbst 2023 gibt es ein weiteres Angebot, die Trauergruppe für Menschen in der Lebensmitte, die ihren Partner oder ihre Partnerin vorzeitig verloren haben. Diese Treffen finden ebenfalls einmal monatlich am gleichen Ort wie das Trauer-Café statt. Die Zeiten sind aber auf den Abend gelegt, von 19.30 bis 21 Uhr, da Betroffene im jüngeren Alter noch im Berufsleben stehen und oft auch Kinder zuhause haben. Bei den drei Schnupperterminen am 22. September, 20. Oktober und am 17. November kann man schauen, ob dieses Angebot für einen passt. Ab Dezember wird diese Gruppe dann als geschlossene Gruppe weitergeführt, erst einmal bis zum Sommer 2026.

Wie auch im Trauer-Café gibt es Regeln, die wichtigste ist die Schweigepflicht, zu der sich alle verpflichten, damit nichts, worüber gesprochen wird, nach außen dringt. Die Trauergruppe wird von zwei ausgebildeten und erfahrenen Trauerbegleiterinnen geleitet.

Anmeldung erwünscht

Für die Trauergruppe für Menschen in der Lebensmitte ist eine Anmeldung erwünscht über die Katholische Erwachsenenbildung Kreis Freudenstadt. Weitere Informationen sind erhältlich unter www.keb-freudenstadt.de, Telefon 07451/623220 und 623222, E-Mail: info@keb-freudenstadt.de.

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