Transformations-Lounge in Horb: Beste Chancen bei der Transformation

Dejan Micic, Wirtschaftsförderer der Stadt Horb und Geschäftsführer des Technologiezentrums Horb, begrüßte die Gäste der TraFoNetz-Lounge und stellte die Vorzüge des Standorts heraus.
/Gerd LacheDas Transformationsnetzwerk Nordschwarzwald (TraFoNetz) bot in seiner jüngsten „Transformations-Lounge“ im Technologiezentrum Horb erneut eine Plattform für den Austausch über die Zukunft der regionalen Unternehmen.
Im Fokus stand die Erschließung neuer Märkte für Automobilzulieferer, die durch den Wandel in der Branche vor großen Herausforderungen stehen. Als Gastredner gab Gauthier Boisdequin, Gründer und Geschäftsführer der Stuttgarter Mine&Make, Einblicke in potenzielle Wachstumsfelder.
„Wir sind ein Business-Intelligence-Anbieter und unterstützen Unternehmen aus der Fertigungsindustrie mittels unserer KI-Lösungen dabei, neue Märkte für ihre Produkte und Kompetenzen zu erschließen“, erklärt Boisdequin die Arbeit seines Unternehmens.
30 000 Beschäftigte in der Region Nordschwarzwald
Mit rund 1300 Automobilzulieferern und etwa 30 000 Beschäftigten in der Region Nordschwarzwald ist der Sektor einer IW-Consult-Studie zufolge ein entscheidender Wirtschaftsfaktor. Gleichzeitig steht er unter enormem Transformationsdruck.
Boisdequin sieht hierin auch Chancen: „Es geht um die Megatrends, die die gesamte Wertschöpfungskette beeinflussen – von neuen Märkten und Technologien bis hin zu neuen Wettbewerbern.“
Insbesondere Branchen wie die Medizintechnik, die Wasserstofftechnik und erneuerbare Energien sieht Boisdequin als wachstumsstark an. Diese Märkte würden viel Potenzial bieten, während die Automobilindustrie stagniere.
„Automobilzulieferer sind es gewohnt, hohe Anforderungen zu erfüllen – eine ideale Voraussetzung, um in anspruchsvolle Branchen wie die Luft- und Raumfahrt oder Medizintechnik zu wechseln“ oder zumindest in diesen Bereich erweitern, betont Boisdequin. Wichtig sei jedoch, dass Unternehmen ihre Kernkompetenzen und Wettbewerbsvorteile klar identifizieren, um erfolgreich in neue Märkte vorzudringen.
Einen besonderen Vorteil für die regionale Wirtschaft sieht Boisdequin in der Erfahrung, die viele der Unternehmen mit anspruchsvollen Qualitätsstandards hätten. Dies mache sie besonders geeignet in speziellen Branchen Fuß zu fassen, denn dort hätten sie weniger Wettbewerb.
Beste Voraussetzungen für anspruchsvolle Märkte
„In den Mainstream-Märkten stehen die Zulieferer aus dem Nordschwarzwald im Wettbewerb mit Ländern wie China oder Indien“, erläutert Boisdequin. Westeuropa – und somit auch der Nordschwarzwald – habe beste Voraussetzungen, um die anspruchsvollen Märkte zu bedienen.
Transformationsnetzwerk Nordschwarzwald
TrafoNetz
unter dem Dach der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald ist ein Netzwerk für Transformation und Innovation, das Unternehmen, Wissenschaft und Gesellschaft zusammen bringt.
Ziel
ist es, die Region Nordschwarzwald zu einem führenden Standort für innovative Unternehmen und zukunftsfähige Technologien zu machen.
Partner
des Transformationsnetzwerks Nordschwarzwald sind unter anderem die Arbeitsagentur Nagold-Pforzheim, die Hochschule Pforzheim, die AgenturQ mit Südwestmetall und IG Metall, die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nordschwarzwald, die Handwerkskammern Karlsruhe und Reutlingen, e-mobil BW, IAB Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung sowie Steinbeis InnoBW, wvib Wirtschaftsverband und weitere.