Symposium in Rottenburg
: Holzbrücken sind langlebig und leistungsfähig

Um den Baustoff Holz drehte sich dieser Tage ein Symposium, das in Rottenburg stattgefunden hat.
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(red/pm)
Oberndorf
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Zum Abschluss besichtigten die Teilnehmenden den neu errichteten Bankmannsteg in Tübingen, begleitet von Oberbürgermeister Boris Palmer. Die Brücke demonstriert beispielhaft, wie moderne Holzbauweise im urbanen Raum umgesetzt werden kann.

ProHolzBW

Holz als nachhaltiger Baustoff gewinnt zunehmend an Bedeutung im Infrastrukturbau – das zeigte eindrucksvoll das Holzbrückenbau-Symposium 2025 in Rottenburg, wie es in einer Mitteilung heißt.

Rund 100 Fachleute aus Planung, Wissenschaft, Verwaltung und Baupraxis informierten sich über neue Entwicklungen, Normen und Leuchtturmprojekte im Holzbrückenbau für Fuß- und Radwege. Organisiert wurde die Veranstaltung von proHolzBW im Auftrag der Holzbau-Offensive Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit Schaffitzel Holzindustrie, der Qualitätsgemeinschaft Holzbrückenbau sowie der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg.

Holz ist in ausreichender Menge verfügbar

Zum Auftakt warf Uwe André Kohler einen Blick auf die aktuelle Holzbauquote im Land und stellte zentrale Herausforderungen der Branche vor. Grußworte kamen von Karl Kleinhanß, Bastian Kaiser und Jürgen Schaffitzel, der auch durch das Programm führte.

Bertil Burian von der Hochschule Rottenburg zeigte auf Basis der Bundeswaldinventur: In Baden-Württemberg ist Holz in ausreichender Menge verfügbar. Während jährlich rund 101 Millionen Kubikmeter Holz nachwachsen, werden nur etwa 65 Millionen Kubikmeter genutzt. Ein Potenzial, das stärker ausgeschöpft werden kann – auch im Brückenbau.

Bettina Franke veranschaulichte anhand von Schweizer Praxisbeispielen, wie Holzbrücken erfolgreich und dauerhaft umgesetzt werden. Sie hob hervor, dass Holzbrücken keine Nischenlösungen mehr sind, sondern infrastrukturell zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Antje Simon referierte über neue europäische Normen (Eurocode) und erläuterte die technischen Anforderungen an Planung, Korrosionsschutz und Erhaltung. Florian Scharmacher (OTH Regensburg) bestätigte: Wird fachgerecht geplant, gebaut und gepflegt, kann eine Holzbrücke eine Nutzungsdauer von bis zu 100 Jahren erreichen.

Auch innovative Bauweisen kamen zur Sprache: Thomas Uibel und Jan Meyer vom Aachener Zentrum für Holzbauforschung berichteten über den Einsatz von Naturstein in Kombination mit Holz.

Beim gemeinsamen Mittagessen in der Mensa der Hochschule stellte Wolfgang Müll die belgische Brücke in Tervuren vor – ein 270 Tonnen schweres Bauwerk aus Furnierschichtholz ohne Zwischenstützen.

130 Meter lange Passerelle Zwolle in den Niederlanden

Josef Schmees präsentierte die 130 Meter lange Passerelle Zwolle in den Niederlanden, eines der größten europäischen Holzbrückenprojekte. Frank Miebach zeigte mit der Olympia-Brücke in Paris (100 Meter Länge) ein weiteres eindrucksvolles Beispiel moderner Holzbautechnik.

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