Streitthema in Horb
: Die Reha ist für ältere Menschen ein Segen

Der einstige Waldachtaler Arzt Gerhard Friedrich nimmt Stellung zur mögliche Schließung der Geriatrischen Reha und zur „Initiative Konrad Faßnacht“.
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Oberndorf
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Das ehemalige Krankenhaus in Horb ist Standort der Geriatrischen Reha, deren Zukunft unklar ist.

Lück

Worum geht es hier eigentlich? Rehabilitation heißt Wiedereingliederung von älteren Menschen in das tägliche Leben. Können Sie sich vorstellen, wie Ältere unter dem körperlichen Abbau und ihren Gebrechen leiden? Wie peinlich es für viele ist, dauernd fremde Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen? Beim Aufräumen in der Wohnung, beim Anziehen, beim Einkaufen...

Daher ist für viele ältere Menschen eine geriatrische Reha ein Segen. Sie lernen wieder, ohne Gleichgewichtsstörung zu laufen, sich selbstständig in ihrer Wohnung zu bewegen oder sogar, sich wieder selbst zu versorgen. Sie lernen vielleicht auch, ohne fremde Hilfe den öffentlichen Nahverkehr zu benutzen oder Kontakt zu Gleichgesinnten zu finden. Man schafft sich Motivation und Mut zum Weiterleben.

Sie benötigen dann kein Pflegepersonal oder Gehhilfen oder, oder. Eine große Ersparnis für den Kranken selbst und die ihn versorgenden Institutionen. Freilich wird die Reha nicht alle erreichen, weil der Körper schon zu weit geschädigt ist. Dennoch: Ohne entsprechende Angebote gibt es gar keine Hoffnung.

Unabhängig davon entsteht auch ein materieller Nutzen durch Einsparungen in der Pflegeversicherung, bei weniger Bedarf an Pflegekräften.

Die Rehamaßnahmen können auch dazu dienen, Kontakt zu Gleichgesinnten, zu Selbsthilfegruppen, Wohngemeinschaften und anderen lebensbejahenden Formen herzustellen.

Personal ist der Schlüssel

Die Frage ist nur , wie schaffe ich die Motivation? Hier liegt die eigentliche Stärke einer wirkungsvollen Rehaabteilung. Sicherlich ist hier das Personal der Schlüssel und nicht der Standort. Aber eine gut funktionierende Einrichtung zu zerstören ist ein Frevel an unserer Gesellschaft.

Und, wer beklagt, dass keine Kreisräte oder Gemeinderäte kamen oder zu dem Thema orientiert Stellung nehmen, so müssen sie sich diese auch fragen lassen, ob sie wissen, welche Verantwortung sie mit ihrer Wahl auf sich genommen haben.

Der Initiative Konrad Faßnacht drücke ich die Daumen und hoffe, dass viele Bürger die Petition unterschreiben, Es geht um uns und unsere Angehörigen.

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