Straßenfasnet in Betra
: Der „alte Narrenflecken“ bebt und jubelt

Das Wetter zeigte sich von seiner guten Seite, als die Narrenzunft (NZ) Betra am vergangenen Samstag, angeführt vom „Bajass“, durch den Flecken zog.
Von
Andreas Wagner
Oberndorf
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  • Der Ortschaftsrat spart nicht an „Schleck“.

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  • Truffner – auch an der Fasnet in Betra ein Star.

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  • Jelly Beans, närrische Früchtchen zum Anbeißen,

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  • Echte hohenzollersche Schafe sind natürlich schwarz-weiß.

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  • Betras Guggenstars, die Kandldabber

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  • Die Ü-30-Rocker-Ladys machen den Flegga unsicher.

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  • „Gut behütete“ Tänzerinnen

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  • Die närrisch gestimmten Zuschauer am Straßenrand machten gerne mit.

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  • Hexenpyramide – der Klassiker der Straßenfasnet.

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  • Was plagt diese grünblauen Gestalten?

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  • Akrobatische Verrenkungen gehören ebenfalls ins Hexenrepertoire.

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  • Der Bajass ist eine typische Fasnetsfigur aus Betra.

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  • Es grüßt die Zunft

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  • Mit goldenem Mantel spielt sich’s noch mal so gut.

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  • Fleckvieh? Viertelesschlotzer? Egal, Hauptsache närrisch und gut drauf.

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  • Eine Strohdusche gibt’s für die jungen Damen.

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Das Wetter zeigte sich von seiner guten Seite, als die Narrenzunft (NZ) Betra am vergangenen Samstag, angeführt vom „Bajass“, durch den Flecken zog. In gewohnter Manier kommentierte „Polizischt“ Manfred Thomaier wieder das närrische Treiben im Umzug und gab dabei auch Aufschluss über die Entstehung und Bedeutung der einzelnen Gruppen und Zünfte.

Nach dem Narrenrat und den Flößern der NZ-Betra bereicherte der örtliche Musikverein „Harmonie“ mit seinem Dirigenten Elias Kowalski den Umzug musikalisch. Als Hauptfigur der Zunft gelten die „Keaschmecker“. Die Gemeinde Betra war früher ein stark landwirtschaftlich strukturiertes Gebiet und war zudem reich an bewaldeten Gebieten. Deshalb brachte damals der Verkauf von Kienspänen einen nicht unerheblichen Zusatzverdienst für die Einwohner Betras.

Vom alten Kienholz

Kienspäne wurden aus dem sehr harzhaltigen und hauptsächlich zum Entfachen von Feuer (Fackeln) benutzt. Dafür wurde das Holz des Wurzelstockes der Kiefer geschnitten und in Halterungen als spezielle Beleuchtung verwendet. Im Hohenzollerischen Heimatbuch hielt Bruno Stehle fest: „Die Betraer graben und verkaufen viel Kienholz. Deshalb sind sie die Kienschmecker, mundartlich Keaschmecker.“ Diese Tätigkeit, als einer der ersten Handelsberufe, schlägt sich in der schwäbischen Mundart mit folgendem Vers nieder: „I ben vo Betra ond handle mit Kea, wellet’ern schmecka, wellet’ern sea – dr isch no grasgrea“.

Umzugswagen BET-RA-1

Die große Zunft wird durch ihre Althexen, Schantle, Felben, Burgstallhexen sowie ihrer klanggewaltigen Narrenkapelle „Kandldabber“ komplettiert. Nicht fehlen durfte der Umzugswagen mit dem Kennzeichen „BET-RA 1“, der seinen Ursprung in den 20er Jahren hat. Damals beteiligte sich der Gemeinderat im Pferdegespann mit Kutsche am Umzug. In den 60ern wurde wurde dann auf einen Traktor mit Wagen umgestiegen. Wie es damals der Brauch war wurden auch heuer die Umzugsbesucher von Ortsvorsteher Stefan Schäfer und seinem Gremium mit Süßigkeiten versorgt.

Süße Verführungen

Weitere süße Verführungen liefen direkt im Umzug mit. So zogen die „Schnittchen“ als „Jelly Beans“ unter anderem die Blicke auf sich. Schön, bunt und vielfältig setzten sich die Kids vom Kindergarten Betra in Szene, wie auch die Flamingos und eine ganze Herde an schwarzen Schafen, die fröhlich durch die Straßen der Ortschaft tanzten. Auch die „Ü-30 Rocker Ladies“ vom TSV Dettingen heizten über den Asphalt, auf dem die NZ-Salzstetten mit seinen „Sieben-Hügel-Hexen“ mehrere menschliche Pyramiden präsentierte. Für reichlich Belustigung sorgte auch die Butzenzunft Hirrlingen und die Eyachtaler Sumpfgeister, während die Weitenburger Schloßhexen und Schwefelhexen aus Bebenhausen für einen gelungenen Abschluss des Umzugs sorgten.

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