Stolperackerfest
: Im Neusetter „Drei-Länder-Eck“ wird gefeiert

Auf einem Acker am Radweg zwischen Remmingsheim, Nellingsheim und Wolfenhausen erlebte das Stoppelackerfest vor allem am Sonntag regen Besucherzuspruch.
Von
Andreas Straub
Oberndorf
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Am Sonntag herrschte großer Besucherandrang und vor allem der gebackene Schweinehals war gefragt.

Straub

Ringsum stand der Mais. Ein Weizenfeld am Mammut-Baum war schon gedroschen und bot Platz für ein kultiges Dorffest.

Nach zehn Jahren auf einem etwas höher gelegenen Acker auf dem Stetter Berg feierte der veranstaltende Jugendraum Nellingsheim sein Stoppelackerfest am Wochenende wieder am Radweg im Neusetter „Drei-Länder-Eck“ zwischen den Teilorten Remmingsheim, Nellingsheim und Wolfenhausen.

Freiwillige sorgten dafür, dass alles rasch ging

Für Autofahrer war ein Einbahnstraßen-Verkehr eingerichtet.

Zum Mittagessen am Sonntag kamen die meisten Besucher indes mit dem Fahrrad. Kulinarisches Highlight war wie gewohnt der Schweinehals aus dem Holzbackofen. Mit dem Aufbau ging es am Mittwochnachmittag los. Genügend Freiwillige sorgten dafür, dass alles rasch ging.

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Doch am Freitagmorgen der Schock: Die für den Abend geplante Band „Gerstensaft Quintett“ sagte krankheitsbedingt ab. „Das war eine Hiobsbotschaft für uns“, sagte Jonathan Katz, Vorstand des Jugendraums. Über alle erdenklichen Wege versuchten die Veranstalter, einen Ersatz zu organisieren.

Und tatsächlich sprangen Smoke House Five ein, die zuletzt auch bei Rock am Damm in Hemmendorf aufgetreten waren. Am Samstagabend legte wie geplant DJ Jabba auf. „Wir hatten eine super Stimmung im Zelt“, sagte Katz. Allerdings hätte der Besucherzuspruch besser sein können. Ob die Neustetter etwas „festmüde“ sind? Zuletzt war an jedem Wochenende eine größere Veranstaltung. Jedenfalls rührte der Jugendraum über seinen Instagram-Account im Vorfeld kräftig die Werbetrommel. Einige Videos seien über 25.000-mal aufgerufen worden.

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„In diesem Jahr haben wir nur auf ein großes Zelt gesetzt“, sagte Katz. Das habe sich gut bewährt. Bisher gab es immer zwei kleinere. Neu waren von den Jugendlichen selbst aus Ahorn-Stangen hergestellte Schilder, die auf „Bier“ und gegenüber die „Bar“ hinwiesen. Damit sich die Schriftzüge leicht abhoben, wurden die Querstangen angesengt.

Im kommenden Jahr steht die 25. Auflage an

Insgesamt waren rund 60 Helfer im Einsatz, so Katz. „Bestand hat die generationsübergreifende Gemeinschaft in Nellingsheim und Neustetten, in der man sich hilft“, sagte Katz. Beim Aufbau seien zum Beispiel mit den Mitgliedern Axel Siebecke, dessen Sohn Philipp Siebecke und dessen Sohn bereits drei Generationen auf dem Acker gewesen. Für einige Leute wie Katz sind es anstrengende Tage. Er brauche danach erstmal ein wenig Ruhe. Dann geht es an die Planung für nächstes Jahr, in dem mit dem 25. Stoppelackerfest ein Jubiläum ansteht.

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