Starzach
: Das Leben auf der Weitenburg geprägt

Baron Max Richard von Rassler senior stirbt im Alter von 82 Jahren
Von
Schwarzwälder-Bote
Oberndorf
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Von Angela Baum und Ambros Bieger Starzach. Überraschend kam die Nachricht vom Tode von Baron Max Richard von Rassler (senior) im Alter von 82 Jahren, die das Sekretariat der Weitenburg mitteilte. Bestürzung überkommt all jene, die ihn kannten. Aufgewachsen ist Rassler mit drei Geschwistern auf dem Schloss, das ihn ein Leben lang in seinen Bann zog, Sorgen bereitete und ihm viel Kraft abverlangte, bis es seinen heutigen exzellenten Ruf in der gehobenen Gastronomie erlangte.

Rassler eröffnete im Jahr 1954 als Agrar-Ingenieur im Alter von 25 Jahren sein Schloss Weitenburg für zahlende Gäste, zunächst als Restaurant, später als Hotel. Unter der Regie von Rassler wurde die Weitenburg, was sie jetzt ist: Ein renommierter Hotel- und Restaurantbetrieb für all jene, die das Besondere suchen. So richtete Baron von Rassler (senior) etwa im Jahr 1998 den Roten Salon, das Prunkzimmer des Schlosses als Trauzimmer für Trauungen ein. Es war damals das erste Trauzimmer in einem privaten Schloss in Baden-Württemberg.

Baron von Rassler war aber auch leidenschaftlicher Jäger und nahm an Treibjagden teil. Freiherr von Rassler hinterlässt drei erwachsene Kinder, sein Sohn Max Richard Freiherr von Rassler (jun.) leitet seit 2001 Schloss und auch Restaurant Weitenburg.

Rassler und seine Frau Helga von Gamerschwang, die er einst in Garmisch-Partenkirchen heiratete, bewohnten das einstige Forsthaus, einen Steinwurf entfernt von der Schlossanlage Weitenburg. Erst auf der Hochzeitsreise nach Ägypten sollte die junge Braut erfahren, was sie im Schwäbischen auf Schloss Weitenburg erwarten sollte.

Nach seinem Rückzug von der Leitung der Weitenburg verwaltete der Baron die Liegenschaften und den Wald und ging auf die Jagd, wenn er nicht auf Reisen war. Sein Hobby waren die Pferde und Kutschenfahrten. Über Jahrzehnte hinweg war er Vorsitzender des "Reitvereins Schloss Weitenburg" und heimste noch in der Seniorenklasse so manchen Pokal ein.

Er war zwölf Jahre Ortschafts- und Gemeinderat in Starzach, war Ehrenmitglied im Börstinger Musikverein und übte das Patronatsrecht in der Kirchengemeinde St. Ottilia aus.

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