Stadtranderholung in Horb: Ferienprogramm ist der Knüller gegen Langeweile

Alle zusammen tanzen den „Stara“-Tanz.
Peter MorlokAnstatt am Stadtrand, wie früher immer rund um die Kolpingshütte auf der Schütte, finden diese Aktivitäten nun schon seit einigen Jahren mitten in die Stadt statt. Genauer gesagt ins Schulzentrum auf dem Hohenberg, denn dort findet man ideale Rahmenbedingungen vor, wie Referatsleiter Markus Guse und Gudrun Riegraf, die für die Teilnehmer der Lebenshilfe verantwortlich zeichnet, unisono feststellten.
„Zwar ist hier das Flair und die Naturnähe der Schütte weg, doch wir können die gesamte Infrastruktur samt Rundhalle nutzen und finden hier perfekte Rahmenbedingungen vor, zumal die Gruppenorganisation hier auch leichter zu bewältigen ist“, begründete Markus Guse diesen Schritt. Dort oben hatten wir für 100 Kinder und 30 Erwachsene zwei Toiletten, hier eine ganze Toilettenanlage, machte er auf einen ganz pragmatischen Vorteil aufmerksam. „Und wir sind vom Wetter unabhängig“, so ein weiterer, unbezahlbarer Nutzen. „Egal ob’s regnet, so wie im letzten Jahr, oder die Sonne scheint, so wie in diesem Jahr vorhergesagt – wir können die Unterstellmöglichkeiten auf dem Schulhof ideal nutzen“, wusste Guse, der froh über diese Möglichkeit ist.
Das Helferteam der „Stara“
Neben Riegraf ist noch eine weitere Person für die insgesamt neun Teilnehmer der Lebenshilfe, die auf beide Wochen verteilt in die Gruppen integriert sind, zuständig. Guse wird zudem unterstützt von drei bis vier hauptamtlichen Helfern aus seinem Team vom Jugendreferat und weiteren 28 jungen Ehrenamtlichen, die die rund 110 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren ebenso wie die Teilnehmer der zweiten Woche betreuen. Dieser hohe Personalaufwand ist notwendig, um für größtmögliche Sicherheit zu sorgen.
Viele arbeiten ehrenamtlich
Erfreulicher Aspekt in diesem Jahr war, dass sich so viele Ehrenamtliche meldeten, dass das benötigte Personalkontingent bereits Anfang des Jahres besetzt war und Guse sogar einigen Bewerbern eine Absage erteilen musste. Vielleicht lag’s am guten Ruf, den die „Stara“ genießt, die seit etwa 20 Jahren vom Jugendreferat durchgeführt wird. Oder am guten vegetarischen Essen, das die Spitalstiftung täglich frisch gekocht anliefert.
Für viel Action, Spiel und Spaß garantieren Angebote wie der Niederklettergarten im hinteren Teil des Schulgeländes, der große Garten, der zu allerlei Aktivitäten Platz bietet oder die nahe Rundhalle, in der neben den Möglichkeiten, die das Spielmobil bereithält, auch wieder das Groß-Trampolin aufgebaut ist.
Bubble-Soccer ist beliebt
Besonders attraktiv ist auch ein Match Bubble-Soccer (Bumper-Body-Ball). Die großen Bälle hat sich das Jugendreferat vom Kreisjugendring ausgeliehen. „Das ist cooler als Basteln“, stellten zwei Jungs fest, und auch die Mädchen ließen sich auf den Spaß ein. Und was macht mehr Spaß als durch den abgesperrten Teil der Rundhalle zu rennen und den Gegner wie auf der Boxauto-Strecke zu rempeln und ihn umzuschmeißen? Eventuell draußen auf dem Bolzplatz vor der Halle einfach mal zu kicken? So wie früher.
In diesen beiden Wochen, die mit Spiel, Spaß und ganz viel Abwechslung bis an den Rand gefüllt sind, achten die Verantwortlichen aber auch auf Disziplin, ohne die ein gutes Zusammenleben nicht möglich ist.
Viel Originelles außer Sport
Neben den Sportangeboten kann man sich auch noch mit solchen Dingen wie Wikinger Schach, Armbänder knüpfen, Tanzen, Haare flechten, Eier-Air-Bags erfinden und vielem mehr vergnügen.
Die „Stara 2024“ steht unter dem Motto „Horber Sommerolympiade – dabei sein ist alles“. Für all die kleinen Olympiasieger soll es zur Belohnung Salzteig-Medaillen (natürlich selbst gemacht) geben. Zu den Gruppenangeboten gehören in diesem Jahr wieder Kennenlernspiele, Bewegungsspiele, Wasserspiele oder T-Shirts mit Olympia-Motiven verschönern, Wurfspiele mit selbstgebastelten Schleuderbällen sowie das Lösen eines Olympia-Quiz. Für alle Gruppen steht am Donnerstag auch dieses Jahr wieder ein Besuch im Neckarbad auf dem Programm.
Vorfreude auf die Wasserschlacht
Wie im letzten Jahr können die Veranstalter der „Stadtranderholung mitten in der Stadt“ zudem wieder eine Übernachtung anbieten, und selbst ein kleines Abschlussfest ist geplant. Insgesamt freuen sich die Verantwortlichen von der Lebenshilfe und dem Jugendreferat mit allen teilnehmenden Kindern auf eine tolle Woche und ganz besonders auf die Wasserschlacht und das Eis, das es zum Abschluss dieser ganz besonderen Ferienwoche gibt.