Stadtranderholung Horb: Mit Safari-Abenteuern in die Ferien

Die Horber Kids voll im Dschungelfieber: Der Clubtanz muss einstudiert werden
Peter Morlok„Der Gorilla mit der Sonnenbrille (ooh-la-la) tanzt so gerne mit Sybille (ooh-la-la), den Mambo tanzen beide gerne (ooh-la-la)“, so schallt es über den Schulhof im Schulzentrum, und rund 150 Mädchen und Jungs versuchen die Bewegungen, die ihnen vorgetanzt werden, nachzumachen. Synchronität sieht zwar anders aus, doch wenn sie sich am Freitag wieder zur gleichen Zeit treffen, dann haben sie ihren diesjährigen Stara-Clubtanz schon fünfmal geübt und den Löwen genauso oft geweckt.
Denn die „Stara 2025“ steht unter dem Motto: „Safari-Stara goes wild!“ Für den armen Löwen bedeutet dies, nichts ist’s mehr mit „The Lion Sleeps Tonight“, für die Kinder jedoch eine Woche lang jede Menge Spaß und Action unter Gleichaltrigen und Freunden. Und die Eltern wissen, dass ihre Kids pädagogisch qualifiziert betreut werden.
„Stadtrand“ war einmal
Traditionsgemäß hat für rund 120 Horber Kinder am Anfang der ersten Woche der Sommerferien die „Stadtranderholung“ (Stara) begonnen, die in diesem Jahr wieder in der ersten Woche vom Jugendreferat der Stadt Horb und der Lebenshilfe Horb-Sulz gemeinsam ausgerichtet wird. Doch anstatt an den Stadtrand, wie früher immer rund um die Kolpingshütte auf der Schütte, finden diese Aktivitäten nun schon seit einigen Jahren mitten in die Stadt statt.
Genauer gesagt ins Schulzentrum auf dem Hohenberg, denn dort findet man ideale Rahmenbedingungen vor, wie Referatsleiter Markus Guse und Gudrun Riegraf, die für die Teilnehmer der Lebenshilfe verantwortlich zeichnet, unisono feststellten. „Zwar ist hier das Flair und die Naturnähe der Schütte weg, doch wir können die gesamte Infrastruktur samt Rundhalle nutzen und finden hier perfekte Rahmenbedingungen vor, zumal die Gruppenorganisation hier auch leichter zu bewältigen ist“, begründete Markus Guse diesen Schritt.
Dort oben hatten wir für 100 Kinder und 30 Erwachsene zwei Toiletten, hier eine ganze Toilettenanlage, machte er auf einen ganz pragmatischen Vorteil aufmerksam. „Und wir sind vom Wetter unabhängig“, so ein weiterer, unbezahlbarer Nutzen. „Egal ob‘s regnet, so wie heute, oder die Sonne scheint, so wie ab Mitte der Woche vorhergesagt – wir können die Unterstellmöglichkeiten auf dem Schulhof ideal nutzen“, wusste Guse, der froh über diese Möglichkeit ist.
Guse konnte sich in diesem Jahr ins zweite Glied zurückziehen, denn die Stara wird ab jetzt verantwortlich von Lydia Fritsch und Christa Weißer organisiert.
Viele Helfer machen mit
Dazu kommen weitere hauptamtliche Helfer vom Jugendreferat und 30 junge Ehrenamtliche, die die 110 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren ebenso wie die Teilnehmer der zweiten Woche betreuen.
Dieser hohe Personalaufwand ist notwendig, um für größtmögliche Sicherheit zu sorgen. Erfreulicher Aspekt in diesem Jahr war, dass sich so viele Ehrenamtliche meldeten, dass das benötigte Personalkontingent bereits Anfang des Jahres besetzt war. Vielleicht lag‘s am guten Ruf, den die „Stara“, die seit etwa 20 Jahren vom Jugendreferat durchgeführt wird, hat oder aber auch am guten vegetarischen Essen, das die Spitalstiftung täglich frisch gekocht anliefert.
Umfangreiches Angebot
Damit nicht nur der Gorilla mit der Sonnenbrille seinen Spaß hat, steht für die sieben altershomogen zusammengestellten Kleingruppen, die von jeweils vier Betreuerinnen begleitet werden, ein umfangreiches Angebot, das sich immer irgendwie an wilde Tiere und Dschungel anlehnt, parat. Dazu kommen täglich gruppenübergreifende Workshops, bei denen die Kinder ihren besonderen Interessen nachgehen können.
In diesen beiden Wochen, die mit Spiel, Spaß und ganz viel Abwechslung bis an den Rand gefüllt sind, achten die Verantwortlichen aber auch auf Disziplin, ohne die ein gutes Zusammenleben nicht möglich ist.
Das ist geboten
Programm:
Action, Spiel und Spaß garantieren Angebote wie der Niederklettergarten im hinteren Teil des Schulgeländes, der große Garten, der zu allerlei Aktivitäten Platz bietet, oder die Rundhalle, in der neben den Möglichkeiten, die das Spielmobil bereithält, auch wieder das Groß-Trampolin aufgebaut ist. Attraktiv ist auch ein Match im Bubble-Soccer (Bumper-Body-Ball). Und was macht mehr Spaß als den Gegner wie auf der Boxauto-Strecke zu rempeln und ihn umzuschmeißen? Eventuell draußen auf dem Bolzplatz vor der Halle einfach mal zu kicken? So wie früher. Neben den Sportangeboten kann man sich auch noch mit solchen Dingen wie Wikinger-Schach, Armbänder knüpfen, Tanzen oder Haare flechten vergnügen.
Das Motto
Da die „Stara 2025“ unter dem Motto: „SAFARI- STARA goes wild!“ steht, gehören zu den Gruppenangeboten in diesem Jahr wieder Kennenlernspiele, Bewegungsspiele, T-Shirts mit Safari-Motiven verschönern, selbstgebastelte Tiermasken herstellen, Zebra-Muffins backen, Tiermotive aus Salzteig formen oder eine tierisch schöne Gruppenflagge kreieren.
Besonderheiten
Für alle Gruppen steht am Donnerstag auch dieses Jahr wieder ein Besuch im Neckarbad auf dem Programm, und wie im letzten Jahr können die Veranstalter der „Stadtranderholung mitten in der Stadt“ zudem wieder eine Übernachtung für 30 Kids in der Rundhalle. Insgesamt freuen sich die Verantwortlichen von der Lebenshilfe und dem Jugendreferat mit allen teilnehmenden Kindern auf eine tolle Woche und ganz besonders auf die Wasserschlacht und das Eis, dass es zum Abschluss dieser ganz besonderen Ferienwoche gibt.