Sommferfest in Salzstetten: Feststimmung in Biergartenatmosphäre

Froh gelaunt sind die Festbesucher beim bestens besuchten Open-Air-Sommerfest des Musikvereins in Salzstetten.
Walter MaierDer Run auf das Sommerfest des Musikvereins Salzstetten ist ungebrochen. Hunderte Besucher kamen auf den Rathausplatz, um in lauer Sommernacht in geselliger Runde die Biergarten-Atmosphäre zu genießen. Die Jugendkapelle Altheim/Grünmettstetten/Salzstetten und der Musikverein Eutingen spielten zur Unterhaltung auf.
Vorsitzender Manuel Kreidler freute sich bei idealem sommerlichen Wetter über die große Besucherzahl. Der 35-jährige Musikerchef bilanzierte: „Wir haben 500 Essen serviert.“ Über 40 Musiker und Jungmusiker waren in zwei Schichten im Einsatz. Für den neuen Dirigenten Udo Bertsch war es eine Selbstverständlichkeit, selbst mit gutem Beispiel voranzugehen und die Ärmel hochzukrempeln: Er half überall mit. Anerkennenswert fand Vorsitzender Manuel Kreidler, dass Benjamin Lechler und Martin Hemminger freiwillig mitgeholfen haben, die Musiker-Burger auf offener Flamme mit hausgemachter Burger-Soße und Steaks zuzubereiten.
30 Jugendliche musizieren
Kostproben ihres Könnens gab die Jugendkapelle Altheim/Grünmettstetten/Salzstetten unter Leitung von Patrick Burt (32). Die 30 Jungmusiker im Alter von zehn bis 18 Jahren bevorzugten Pop- und Rock-Titel. Sie eröffneten mit dem Transformers-Marsch und dem poppigen „Shutup and Dance“. Sie versuchten sich an „Twist and Shout“, „Highlights from Grease” und „Stronger” als auch „Call Me Maybe”. Aufmerksamkeit erregten sie mit den rockigen „The Best of Queen“ und „Living on a Prayer“.

Mit Pop und Rock erfreut die Jugendkapelle Altheim/Grünmettstetten/Salzstetten.
Foto: Walter MaierHerzen erreichten sie mit dem melodisch-lieblichen klingenden aber zeitkritischen „Barbie Girl“, in welchem sie die Scheinwelt rund um Barbie parodierten und überzogene Materialismus- und Schönheitsideale thematisierten. Blech- und Holzbläser konnten sich bei „I Love Polka“ und dem sinnreichen „Jugend hat Zukunft“ entfalten.
Vielfältige Blasmusik
Zum Gegenbesuch in Salzstetten spielte die Mittelstufen-Kapelle aus Eutingen mit Dirigent Gerold Akermann auf. Alexander Krauss trat als Bassgitarrist hervor und zwischendurch setzte sich das Gesangs-Duo Denise Rüth und Herbert Woppert in Szene. Authentisch ließ Denise den Marianne Rosenberg-Schlager-Song „Er gehört zu mir“ erklingen.

Die Eutinger Musikkapelle überzeugte mit einem gut gemischten Repertoire.
Foto: Walter MaierDie Eutinger Musiker, die sich böhmischer Blasmusik, Märschen als auch modernen Arrangements und Klassiker verschrieben haben, überzeugten mit Klangfülle und Spielfreude. Die Kapelle, die in der Regel 40 Aktive aufbieten kann – in der Waldachtalgemeinde war sie nicht vollzählig – ließ mit dem Eröffnungs-Marsch „Viribus Unitis“ (deutsch: Mit vereinten Kräften) aufhorchen.

Fabio Schuh (links) und Nico Schuh sind neue Jugendleiter beim Musikverein Salzstetten.
Foto: Walter MaierDie Musikerinnen und Musiker präsentierten die „80 Kult Tour“ und trafen den Charakter von „Charleston for Band“. Mit „40 Jahre die Flippers“, „Golden Swing Time“ und „Sweet Caroline“ fanden sie Resonanz. Den legendären Beatles erwiesen sie ihre Reverenz mit „Hey Jude“. Frohe Laune verbreiteten sie mit böhmischen Herzensbrechern wie „Böhmischer Traum“, Polka-, Marsch- und Walzerklängen. Mit der populären „Auf die Vogelwiese“ setzten sie eins drauf.
Neue Jugendleiter
Nico Schuh (18) und Fabio Schuh (19)
heißen die neuen Jugendleiter beim Musikverein Salzstetten. Sie haben die Nachfolge von Teresa Klink, die seit 2013 viel Zeit investierte, und Lena Graf angetreten. Acht Jugendliche aus Salzstetten spielen derzeit in der gemeinsamen Jugendkapelle der Ortschaften Altheim, Grünmettstetten und Salzstetten mit. Die beiden Jugendleiter verstärken inzwischen die Aktiven im Blasmusikorchester Salzstetten. Auf dem Flügelhorn spielt Nico Schuh, der eine Ausbildung zum Landschaftsgärtner macht. Unübersehbar das größte Instrument, die Tuba, bläst sein Bruder Fabio Schuh, der das Kaufmännische Berufskolleg in Freudenstadt absolviert. Die beiden Neuen geben sich hoffnungsvoll, dass zu den Kindern in der musikalischen Früherziehung laufend neue interessierte Kinder hinzukommen.