Sommerfest in Heiligenbronn: Wenn Engel am Wallfahrtsort feiern

Sehr gut besucht war das Sommerfest in Heiligenbronn.
Volker SchmidRings um den Wallfahrtsort Heiligenbronn goss es zum Teil in Strömen, das lauschige Plätzchen rund um die Wallfahrtskirche „Zur Schmerzhaften Muttergottes“ blieb beim Sommerfest am vergangenen Sonntag aber fast gänzlich vom Regen verschont. Und so erlebten viele Gäste zusammen mit Schwester Martina Küting einen gemütlichen Sonntagnachmittag im schönen Waldachtal.
Neben der herzlichen Begegnung bei Kaffee und Kuchen an voll besetzten Tischen war auch Programm geboten: Eigens aus dem Hochsauerlandkreis war Schwester Hanna mit ihrem „Mobilen Kloster“ der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel angereist, um das Thema „Kloster“ im Lebensumfeld der Menschen erlebbar zu machen.
Bilder zum Sonnengesang des heiligen Franziskus
Schüler der neunten Klasse der Horber Roßbergschule präsentierten mit Klassenlehrer Wolfram Weidle zudem ihre selbst gestalteten Bilder zum „Sonnengesang“ des heiligen Franziskus, um wie einst der Heilige, die Schönheit der Schöpfung zu preisen und Gott dafür zu danken.

Schüler der neunten Klasse der Horber Roßbergschule präsentierten mit Klassenlehrer Wolfram Weidle ihre selbst gestalteten Bilder zum „Sonnengesang“ des heiligen Franziskus.
Foto: Volker SchmidDie Idee zu dieser Kunstaktion hatte Schwester Martina. Und sie rannte damit bei Schulleiter Joachim Straub offene Türen ein, der als Kind in Heiligenbronn gelebt hat, wo sein Vater einst Rektor war. „Die Verbundenheit zu Heiligenbronn ist da“, betonte Joachim Straub, der für die künstlerische Seite wiederum seine Kollegin Gudrun Birkenberger mit ins Boot holte.
Und auch wenn alle Beteiligten – Lehrer wie Schüler – durchaus Respekt vor der Umsetzung hatten, brachte dieses Projekt beeindruckende Werke hervor. Aus Entwürfen auf Papier mit Holz- und Wachsmalstiften entstanden die eigentlichen Bilder mit Acrylfarben auf Holz. Damit diese wetterfest im Freien platziert werden können, reproduzierte die Horber Jugendreferentin Liza Huber die Originale. Die dabei entstandenen Fotos wurden dann auf Alu-Platten gedruckt. Ein durchaus aufwendiges Projekt also, das nun gleich mehrfach in Heiligenbronn zu sehen sein wird: Die Originale werden bald den Begegnungsraum schmücken, während aus den Alu-Tafeln ein „Sonnengesang“-Pfad auf dem Gelände des Wallfahrtsorts entstehen soll.

Eigens aus dem Hochsauerlandkreis war Schwester Hanna mit ihrem „Mobilen Kloster“ der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel angereist, um das Thema „Kloster“ im Lebensumfeld der Menschen erlebbar zu machen.
Foto: Volker Schmid„Ich bin stolz darauf, dass ihr heute alle da seid“, freute sich Schwester Martina über die Anwesenheit der neun Künstler bei der Präsentation der Bilder im Rahmen des Sommerfestes. „Am Anfang stand eine Idee – ein bisschen habe ich diese geklaut“, so die Schwester, die sich vom „Sonnengesang“-Weg der Franziskanerinnen von Sießen inspirieren ließ. Letztlich waren sich alle Beteiligten in Heiligenbronn einig: „Das ist richtig toll geworden.“ Und von Schwester Martina gab es zum Dank für jeden ein Geschenk und natürlich eine Flasche Heiligenbronner Quellwasser.
Friedensgebet in der Wallfahrtskirche
„Um ein Werk des Friedens zu tun, braucht es ein Innehalten“, betonte Schwester Martina Küting abschließend beim sonntäglichen Friedensgebet in der Wallfahrtskirche, mit dem das Sommerfest in der Wallfahrtskirche zu Ende ging.