Show in Horb: Mode in diesem Jahr: „Es wird bunt“

Die Models präsentieren die vielseitige aktuelle Mode.
MorlokWenn dann auch noch Hans Schick, einer von Horbs profiliertesten Alleinunterhaltern, in die Tasten seines Akkordeons greift, dann steigt die Stimmung in Richtung fröhliche Ausgelassenheit.
So auch in diesem Jahr, als sich der Stadtseniorenrat und seine fleißigen Helfer im Rahmen der diesjährigen Seniorenwoche über ein bis ins Foyer gefülltes Gemeindehaus auf dem Hohenberg freuen durften. Bislang war man ja im Steinhaus zu Gast, doch die Veranstalter haben sich dieses Jahr für das katholische Gemeindehaus entschieden.
„Aus Böhmen kommt die Musik, sie ist der Schlüssel zum Glück“, spielte Schick gleich zum Auftakt und bei seiner Version von „Que sera, sera“ (Was kann schöner sein) kam an den Tischen gleich sowas ähnliches wie Schunkelstimmung auf.
Strickwaren und Hosen
Doch Schicks Musik war nur die Begleitung zur wichtigsten Sache dieses Nachmittags, zur Modeschau und auf der Kurzbeschreibung zur Frühjahrskollektion stand, dass diese mit frischen Farben und Pastelltönen, eleganten Shirts und Oberteilen, Jacken in jeder Art und Form sowie Westen überzeugen könne. Dazu kamen Strickwaren aus dem Hause „Rabe“ und Hosen von Toni Dress und Anna Miontana, in denen die modebewusste Dame dem offensichtlich nicht sonderlich warmen Frühling entgegensehen kann. Auch trendig luftige Sommerkleider gab es schon zu bestaunen.
Die Show
Ursula Tillery von Mode Gramer, die die Models ausstattete, führte fachkundig durch die Show und machte immer wieder auf Besonderheiten der diesjährigen Kollektion aufmerksam. „Es wird bunt“, so ihr Statement zu Beginn der Modeschau. Einer Show, bei der man sogar mit den Models, den sogenannten „Vorführdamen“, während ihres Gangs über den imaginären Catwalk ein Schwätzchen halten konnte oder auch mal mit den Fingern das vorgeführte Stöffle prüfen durfte, denn man muss ja wissen, was man da kaufen soll. „Am besten ist es aber, wenn man es selbst anprobiert“, wusste eine Lady aus dem Bildechinger Experten-Team, das dieses Mal statt beim Musikcocktail bei der Modeschau war und der eine blaue Strickjacke besonders gut gefiel.
„Die Jacken sind alle pflegeleicht und Waschmaschinengeeignet“, erläuterte Ursula Tillery und Hans Schick spielte passend zur Frühjahrsmode Wolfgang Petrys Hit „Sommer in der Stadt“. Zu so einem flotten Song tänzelt es sich einfach leichter an den eng zusammengestellten Tischen vorbei als zu einer traurig, schweren Herbstmelodie in Moll. Nur schade, dass man von den Hosen nichts sah, denn nur die Oberkörper der Vorführdamen tauchten ab und zu im dicht besetzten Zuschauerraum auf.
Mehrere Durchgänge
In mehreren Durchgängen durften sich die knapp 100 Seniorinnen – Männer sah man nur sehr wenige – die auf ihre Zielgruppe zugeschnitten Produkte ansehen. Die Vorführdamen hatten sich die von ihnen präsentierten Stücke vorher nach eigenem Geschmack aus dem Angebot von Mode Gramer ausgesucht und repräsentierten so den Trend, der jeweils zu ihnen passte. Outfits für jede Anlässlichkeit, wie es die Modeexpertin nannte.
In den Pausen, in denen sich die Models vom Stadtseniorenrat umzogen, präsentierten Mitarbeiter von der Orthopädie-Technik Schlather ausgewählte Produkte aus ihrer reichen Produktpalette, die vom Stützstrumpf über den Rollator bis hin zum Gehstock oder Massageball reichten.
Insgesamt war es wieder einmal eine sehr gut organisierte Veranstaltung, zu der der Horber Stadtseniorenrat eingeladen hatten und die inzwischen zur Horber Tradition gehört und sehr gerne von den Seniorinnen besucht wird.