Schloss Weitenburg
: Rosen gedeihen an wundervollem Ort

Die Blüten- und Farbenpracht sowohl im Schlosshof der Weitenburg als auch im weitläufigen Park ist eine Hommage an die Königin der Blumen, an die Rose.
Von
Peter Morlok
Oberndorf
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Baron von Rassler präsentiert zusammen mit seinem Gärtner Christof Heinz-Fischer. Gemeinsam präsentieren sie die älteste Rose der Weitenburg – die Gloria Dei.

Peter Morlok

Wenn man auf Schloss Weitenburg zufährt, kommt dem Besucher der Vergleich mit dem verwunschenen Gemäuer von Dornröschen in den Sinn. Der Parkplatz ist dicht umwachsen von einer Apfelrosenhecke und ankommende Besucher/innen werden direkt mit einem intensiven Wildrosenduft empfangen.

Doch dieser erste Kontakt mit den Weitenburger Rosen ist nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was die Besucher im Schlosshof und im Park erwartet. Allein im Schlosshof pflegt Gärtner Christof Heinz-Fischer 25 unterschiedliche Rosensorten.

Freude über den prächtigen Blütenstand

Besonders stolz ist der Hausherr auf die älteste Rose, auf die Sorte „Gloria Die“, die seine Großmutter Gisèle Freifrau von Rassler Anfang der 1950er Jahre direkt am Eingang zum Schlosshof pflanzte. „Sie ist die berühmteste und meistverkaufte gelbe Teehybride der Welt“ wusste Fachmann Heinz -Fischer und die beiden Rosenliebhaber freuen sich über den prächtigen Blütenstand, den die Blume derzeit hat.

Direkt neben dieser außergewöhnlich erfolgreichen Züchtung steht ein roter Rosenstock in dem Baron von Rassler ein Messgefäß für die Niederschlagsmengen versteckt hat. „Hier schaue ich, auch als forstinteressierter Waldbesitzer, jeden Tag nach, ob und wie viel es geregnet hat“, erklärt er dieses eher seltsame Hobby.

Direkt gegenüber, vor dem Eingang der Kapelle, macht der Gärtner auf eine unbekannte, aber nicht weniger attraktive englische Rosensorte, die ihr Züchter auf den Namen „Clearence House“ taufte, aufmerksam. Ihre cremig weißen Blütenblättern passen sich gut dem 1869 im englischen Stil erbaut große südliche Schlossflügel an, wie der Gärtner betonte, der seine Rosenführungen immer bei dieser Sorte startet.

Am 11. und 12. Juni finden wieder diese Führungen durch die Schlossanlagen und den Park statt. Baron von Rassler wird die Gäste begrüßen und Gärtner Christof Heinz-Fischer wird sie danach auf einen rund 45-minütigen Rundgang auf viel ganz spezielle Aspekte der unterschiedlichsten Sorten aufmerksam machen und dabei auf einen Großteil der mehr als 50 unterschiedlichste Rosenarten eingehen.

Er kennt all diese Rosen mit Namen, weist auf ihre Besonderheiten hin, erklärt, was bei der Pflege zu beachten ist, wann sie blühen und so weiter.

Beginn ist immer um 14 Uhr im Schlosshof

Die Besucher dieser Rosenführungen, die immer um 14 Uhr im Schlosshof beginnen, können danach bei Kaffee und Kuchen ihre Erfahrungen austauschen oder sich noch Fragen beantworten lassen.

Der Kostenbeitrag pro Person beträgt 18 Euro, die Anmeldung geht über den Hotelempfang telefonisch 0 74 57 / 933 0 oder per E-Mail an info@schloss-weitenburg.de.

Tipps vom Fachmann zur Rosenpflege im heimischen Garten

Die Rose
ist ein sogenannter Tiefwurzler. Deshalb sollte man, wenn man einen neuen Rosenstock einpflanzt, das Loch recht tief, mindestens 80 Zentimeter oder noch tiefer graben und den unteren Bereich mit gutem Humus füllen, damit die Wurzel leicht ihren Weg ins Erdreich findet.

Ist der Rosenstock
erstmal im Garten angewachsen, sollte man einige grundlegende Dinge berücksichtigen, damit man lange Freude an seinen Blüten hat.

Als Standort
sollte man einen Ort wählen, bei dem die Pflanze idealerweise Morgensonne bekommt, an dem der Boden gut abtrocknen kann und an dem sie trocken steht.

Im März
sollte man das Totholz herausschneiden und den Stock mit einem organischen Rosendünger aus dem Fachhandel düngen.

Zum Zurückschneiden
der Triebe sollte man immer eine scharfe Schere nutzen, denn sonst wird der Schnitt gequetscht und kann nicht gut verheilen. Auch sollte man die Rose im Spätherbst nicht zu kurz zurückschneiden und alle Blätter von der Rose und von der Erde entfernen. „Das beugt Pilzkrankheiten wie Mehltau oder Rosenrost vor“, erklärte der Experte.

Ist die Pflanze
, beispielsweise durch Ameisen, die Blattläuse auf die Blütenknospen und die frischen Austriebe verteilen, erst einmal von Ungeziefer befallen, dann hilft entweder ein Spritzmittel aus dem Fachhandel, dass man aber nach spätestens zwei Anwendungen wechseln sollte, da sich die Läuse schnell an das Mittel gewöhnen, oder einfaches Seifenwasser, dass man sich aus Schmierseife (oder Spülmittel) und Wasser selbst herstellen kann. Auch natürliche Feinde der Blattläuse, wie zum Beispiel der Marienkäfer, können hier dem Gärtner helfen.

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