Runder Tisch in Horb
: Was passiert mit den 150 freien Kita-Plätzen?

Weniger Kinder, mehr freie Plätze und viele offene Fragen: Beim Runden Tisch wurde über die Zukunft der Horber Kinderbetreuung diskutiert.
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(red/pm)
Horb
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Kinder legen in einer Kindertagesstätte  ein Puzzle zusammen. Was passiert mit den vielen freien Plätzen in den Horber Kindergärten? (Symbolbild)

Kinder legen in einer Kindertagesstätte ein Puzzle zusammen. Was passiert mit den vielen freien Plätzen in den Horber Kindergärten? (Symbolbild)

Sebastian Kahnert/dpa
  • Horb diskutiert am Runden Tisch über Gebühren, Öffnungszeiten und künftige Betreuung.
  • Derzeit sind rechnerisch rund 150 Kita-Plätze frei – sie bleiben als strategische Reserve.
  • Nicht benötigte Plätze werden vorübergehend stillgelegt und bei Bedarf reaktiviert.
  • TIGER-Modell am Standort Storchennest findet Anklang: flexiblere Zeiten, geringere Kosten.
  • Vorschlag eines Gesamtelternbeirats kam aus der Elternschaft, Treffen sollen halbjährlich stattfinden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach der kontroversen Debatte um die deutliche Erhöhung der Kita-Gebühren setzt die Stadt Horb auf den Dialog mit den Eltern.

Beim ersten „Runden Tisch“ diskutierten Oberbürgermeister Michael Keßler, Vertreter der Stadtverwaltung, der Kindergartenträger und Elternbeiräte über die Kindergartenbedarfsplanung, die Entwicklung der Betreuungsangebote sowie über Öffnungszeiten, Gebühren und die Zukunft der Kinderbetreuung.

150 Plätze bleiben als Reserve erhalten

Ein zentrales Thema war die demografische Entwicklung. Nach Angaben der Stadt stehen derzeit rechnerisch rund 150 Kindergartenplätze mehr zur Verfügung, als aktuell benötigt werden. Diese Kapazitäten sollen jedoch nicht dauerhaft abgebaut werden. Stattdessen setzt die Stadt auf eine flexible Steuerung.

Nicht benötigte Plätze werden laut Pressemitteilung der Stadt vorübergehend stillgelegt, bleiben aber erhalten und können bei steigenden Kinderzahlen wieder aktiviert werden. Die Verwaltung spricht von einem strategischen Puffer, um auf künftige Entwicklungen reagieren zu können und gleichzeitig unnötige Kosten zu vermeiden.

TIGER-Modell stößt auf großes Interesse

Auch die Betreuung von Kindern mit besonderem Förderbedarf spielte eine wichtige Rolle. Die Stadt machte deutlich, dass Inklusion grundsätzlich in den bestehenden Kindertageseinrichtungen umgesetzt werden soll. Um Verzögerungen bei der Bewilligung zusätzlicher Inklusionskräfte zu vermeiden, stehe die Verwaltung in engem Austausch mit dem Landratsamt.

Großes Interesse zeigten die Eltern am sogenannten TIGER-Modell, das am ehemaligen Krippenstandort „Storchennest“ eingerichtet wurde. Nachdem die Nachfrage nach klassischen Krippenplätzen zurückgegangen war, setzt die Stadt dort nun auf Kindertagespflege in geeigneten Räumen mit flexibleren Betreuungszeiten und geringeren Kosten. Nach Angaben der Verwaltung wird das Angebot von den Familien sehr gut angenommen.

Gebühren und Öffnungszeiten im Fokus

Nachdem der Gemeinderat erst vor wenigen Wochen nach kontroverser Diskussion weitere Erhöhungen der Kita-Gebühren beschlossen hatte, erläuterte die Verwaltung den Elternvertretern nochmals die Finanzierung der Kindertagesbetreuung. Dabei ging es um die Kostenentwicklung sowie die Verteilung der Ausgaben zwischen Bund und Land, der Stadt Horb und den Elternbeiträgen. Auch die Empfehlungen der Landes- und Kirchenverbände wurden vorgestellt und diskutiert.

Fragen gab es zudem zu den jüngsten Änderungen bei den Öffnungszeiten. Fachbereichsleiter Robert Hermann betonte, dass es sich dabei nicht um kurzfristige Sparmaßnahmen handle. Vielmehr werde mit den Anpassungen das bereits 2023 gemeinsam mit allen Trägern entwickelte Horber Betreuungsmodell umgesetzt.

Regelmäßiger Austausch geplant

Sowohl die Elternvertreter als auch die Stadtverwaltung zogen laut Pressemitteilung der Stadt eine positive Bilanz des Treffens. Aus der Elternschaft kam der Vorschlag, einen Gesamtelternbeirat für alle Horber Kindertageseinrichtungen zu gründen. Oberbürgermeister Michael Keßler begrüßte diese Idee ausdrücklich, machte jedoch deutlich, dass die Initiative von den Eltern selbst ausgehen müsse.

Der Runde Tisch soll künftig zweimal jährlich stattfinden. Um die Gespräche noch zielgerichteter zu gestalten, sollen Fragen aus der Elternschaft bereits im Vorfeld gesammelt und thematisch gebündelt werden. Nach der intensiven Debatte um die Kita-Gebühren wollen Stadtverwaltung und Eltern damit den Austausch verstetigen und gemeinsam an der Weiterentwicklung der Kinderbetreuung in Horb arbeiten.

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