Rottenburger Jugendband Dornbusch
: Seit 50 Jahren flotte Musik in der Kirche

Die Rottenburger Jugendband Dornbusch probt für das Konzert am Samstag, 20. September.
Von
(stb)
Oberndorf
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Die Rottenburger Jugendband Dornbusch sorgt seit 50 Jahren für flotte Musik in der Kirche.

stb

Die Besetzung wechselt immer wieder, die Idee bleibt: christliche Lieder, flott vorgetragen für junge Leute. In diesem Jahr feiert die Band Dornbusch ihr 50-jähriges Bestehen.

Die jungen Musiker arrangieren bekannte Lieder neu und komponieren eigene Stücke – im Stil von Rock und Pop, mit modernen Elementen und viel kreativer Freiheit. Geprobt wird im katholischen Gemeindehaus.

Dort stehen nicht nur die Instrumente und die Technik, sondern eine Sofaecke biete auch Platz für entspannte Stunden. An den Wänden hängen Bilder, die in Erinnerung bleiben. Sei es die Geburtstagsfeiern von Bandmitgliedern, sind großes Sommerfest oder der Kirchentag in Dortmund.

Im Frühjahr 1975 saß das Team der Jugendgottesdienste zusammen und entwickelte den Plan, eine Band zu gründen. „Die Idee erwies sich als langlebiger, als sie sich hätten träumen lassen“, erzählt das ehemalige Bandmitglied Jana Eichhorn. Die jungen Leute damals gründeten eine Band, um die Jugendgottesdienste im Dom musikalisch zu begleiten.

Eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte

Aus dieser kleinen Initiative, die mit Gitarre, Banjo, Tamburin, E-Piano und Gesang begann, entwickelte sich eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte, die nun seit 50 Jahren andauert. Lange musizierten die Leute einfach so. Nach zehn Jahren gab sich die Band den Namen „Dornbusch“, der bis heute geblieben ist.

Bilder an der Wand des Proberaums im katholischen Gemeindehaus St. Martin erinnern an die letzten 50 Jahre.

Foto: stb

„Was als kleines Projekt begann, hat sich etabliert bei Jugendgottesdiensten in Rottenburg und der Umgebung“, sagt Eichhorn. So wurde die Band schnell bekannt und konnte auch über Rottenburg hinaus bei verschiedenen Firmungen, Taufen, Hochzeiten und Gemeindefesten spielen.

„Irgendwann kamen dann auch die ersten Kirchen- und Katholikentage hinzu, wodurch sich Dornbusch einen Namen machte“, sagt Eichhorn. Sie selbst war bis vor Kurzem die Schlagzeugerin. So habe es sich ergeben, dass Dornbusch zwei Mal bei der Ministranten-Wallfahrt in Rom spielte, dabei einmal auf dem Petersplatz und 2002 sogar zum Weltjugendtag nach Toronto reiste.

„Durch die stetig wechselnde Besetzung blieb die Band immer jung, und es hat sich ein großer Kreis aus ehemaligen Mitmusikern aufgebaut, die der Band bis heute verbunden sind“, sagt Eichhorn. Sobald ein Musiker oder Musikerin aus Zeit- oder anderen Gründen nicht mehr mitspielen kann, wird nach einem Nachfolger gesucht, der dann das Bandleben weiterführt. „Jugendliche, die ein Instrument spielen oder singen und Interesse an einer coolen Band haben und mal reinschnuppern möchten, können sich gerne bei uns melden“, macht Eichhorn Werbung in eigener Sache.

In den vergangenen 50 Jahren seien mit der Band viele großartige Erinnerungen und Erfahrungen entstanden, schöne Erlebnisse und Abenteuer, Lieder und ganze CDs, unvergessliche Zeiten für Zuhörende und Mitspielende. Beim Kirchentag in Stuttgart trug Vanessa Schuster mit kraftvolle Gitarrenriffs und Texte wie „Rufe seine Wunder ins Gedächtnis!“ zum Beispiel zur Atmosphäre bei und sagte: „Mir gibt es viel zurück, wenn ich sehe, dass andere Menschen durch meine Musik von Gott erfahren.“

Das ist die aktuelle Besetzung der Band

Die aktuelle Besetzung besteht aus Maria, an Keyboard und Gesang, Johanna und Vici an den Mikros, Jonathan am Schlagzeug, Alrik und Sarah an Bass und Gitarre und Julian an der Technik. „Das Bandleben hat sich in den letzten 50 Jahren ein ganzes Stück verändert“, sagt Eichhorn.

Rund um die Band

Vor 50 Jahren
habe es zum Beispiel keinen eigenen Proberaum gegeben. Nach verzweifelter Suche sei man schließlich mit einem gemeinsamen Raum mit der Krabbelgruppe im Gemeindehaus St. Martin fündig geworden.

Nach einigen Jahren
des täglichen Auf- und Abbauens beim Proben und Verräumen aller Sachen, damit die Krabbelgruppe den Raum auch nutzen konnte, hat die Band nun einen eigenen Proberaum. „Dadurch wird viel wertvolle Zeit gespart, die nun fürs Proben genutzt werden kann“, so Eichhorn.

Im Zuge des Bandjubiläums
hat auch der 2005 gegründete Förderverein Dornbusch Geburtstag. Wurde der Förderverein zur Anschaffung einer neuen Musikanlage gegründet, steht das Vorstandsteam rund um Weihbischof Thomas M. Renz und dem ehemaliger Dornbusch Keyboarder Volker Braun, der Band heute immer noch unterstützend zur Seite.

Sie unterstützen die Band
bei Fragen der Organisation und der Finanzierung des Bandlebens vor allem im Bezug auf Kirchen- und Katholikentagen wie auch Probewochenenden. Denn dafür werden immer wieder Sprinter und Transportmöglichkeiten für die Instrumente und eine Unterkunft für die Bandmitglieder benötigt. In den Jubiläumsjahren greift dann der Vorstand der Band auch organisatorisch für die Jubiläumsveranstaltungen unter die Arme.

Konzert
Denn dafür bereiten Band und ihr Förderverein gerade ein Konzert im evangelischen Gemeindehaus vor. Am Samstag, 20. September geht es um 16.30 Uhr los. Der Eintritt ist frei und für Speisen und Getränke ist gesorgt. Der Abend wird aus einem Konzert der aktuellen Besetzung sowie mehrere kleine Zwischen-Acts von Ehemaligen in diversen Besetzungen bestehen. Als Rahmenprogramm werden die 50 Jahre Dornbusch Geschichte mit ihren verschiedenen Besetzungen und Bildern von Auftritten gezeigt.

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