Open Air in Horb: So bringt Vocalmania Nordstetten zum Leuchten

Der Projektchor Vocalmania bringt mit seiner Performance nicht nur die Sankt-Mauritius Kirche in Nordstetten zum Strahlen beim Open Air.
Juergen Lueck- Open-Air in Horb-Nordstetten: Der Projektchor Vocalmania füllte den Kirchplatz.
- St.‑Mauritius-Kirche leuchtete in Lila, Finale mit „Totale Finsternis“ und Lichtern im Publikum.
- Repertoire von A‑capella bis Rap – u. a. „Stand by me“, „Gangsta's Paradise“, „Jeanny“.
- Technikpanne bei einem Mikro blieb ohne Wirkung, das Publikum reagierte gelöst.
- Rund 400 Zuhörer feierten Festival-Atmosphäre, Chorleitung durch Rolf Wiechert.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Sankt-Mauritius-Kirche, die Kapelle und die Mauern sind lila angeleuchtet. Armin und Julia singen den Solo-Part von „Totale Finsternis“ aus dem Musical „Tanz der Vampire“. Boomern bekannt als „Total Eclipse of the Heart“ von Bonnie Tyler. Die Zuhörer schwenken die Lichter. Das Gänsehaut-Finale von „Stimmen unter Sternen“, wie Vocalmania sein Open-Air unter anderem in Flyern beworben hatte.
Das Chor-Ensemble unter der Leitung von Rolf Wiechert. Seit knapp 15 Jahren die Adresse für Musik- und Sangesbegeisterte. Statt Vereinsbeiträgen gibt es Auslandsreisen. Die Adressen bisher unter anderem: Broadway New York oder das Pantheon in Rom. Und mit dem zweiten Open-Air in der Raumschaft Horb will Vocalmania Danke sagen. Weil es in Nordstetten nach Isenburg eine neue Heimat gefunden hat.
Und zum Start des Open Air ist der Kirchplatz voll. Unten wird noch schnell bei Johannes Kiefers Catering-Ständen Pasta und Getränke geholt oder Flammkuchen beim Kollegen. Dann schwärmen die Sängerinnen ins Publikum. Vorne auf der Bühne leiten vier Sänger mit dem A-Capella ein: „Wenn wir zu viert auf der Bühne machen, würde das Publikum bald lachen.“

Zu viert startet das Vocalmania Open Air: Lukaus, Ralf, Armin und Rolf bereiten das Publikum mit A-Capella auf den Auftritt des 40köpfigen Chors vorbereitet.
Juergen LueckDann gehen der Rest des vierzigköpfigen Chors nach vorne, der Chor stimmt noch an: „Wir singen nur in den schönsten Städten – in Nordstetten. Hier ist die Vocalmania-Show.“
Und schon beim ersten Song sorgt Solistin Judith für Gänsehaut – afrikanische Melodie perfekt präsentiert. Dann tritt Pastoralreferentin Susanne Tepel ans Mikro: „Wir stehen hier zwischen Himmel und Erde. Macht Platz, damit der Blick auf das Schöne gleiten kann."
Plötzlich kommt ein Rapper bei Vocalmania ins Spiel
Mit „Stand by me“ stimmt Vocalmania genau den richtigen Song an, um den Beistand - auch Gottes - in die Herzen der Zuschauer zu bringen. Rolf Wiechert: „Nordstetten ist unsere Heimat.“ Die Zuschauer applaudieren.

So viel Spaß macht Singen und die Bühne: Patrick gibt Rapper Coolio mit „Gangstas Paradise“ beim Vocalmania-Open-Air in Horb-Nordstetten.
Juergen LueckNach dem „Schattenland“ aus dem Musical „König der Löwen“ wird es dann cool. Im wahrsten Sinne des Wortes: Patrick mit fetter Sonnenbrille macht auf Rapper Coolio und haut im Eminem-Style „Gangsta's Paradise“ raus. Danach legt Vocalmania gleich mit der Chor-Premiere von „Jeanny“ nach. Rolf Wiechert: „Damit feiere ich auch die Zeit, als wir alle mit dem Kassettenrecorder aufgenommen haben.“

Die Sankt Mautitius-Kirche wird beim Vocalmania Open Air in Nordstetten stimmungsvoll beleuchtet. Kein Wunder, das Leiter Rolf Wiechert und der Chor alles geben.
Juergen LueckGut: Alle Songs - wenn noch so „böse“ - werden durch die Moderation ins Positive transformiert. Bei Falcos Jeanny sagt Armin: „Falco hat damals Dinge ans Tageslicht gebracht, über die bis dahin nicht gesprochen wurden.“ Bei Gangsta's Paradise der Refrain: „Obwohl die Gangster wissen, wie sie leben, heißt es: Warum sind wir blind, dass wir uns mit unserem Leben selbst verletzten?“
Selbst Technik-Ausfall stört keinen beim Open-Air
Beim nächsten Song fällt Judith das Mikro aus. Wiechert nimmt es locker: „Wenn schon die Mikros versagen, sehen sie, wie sehr wir auf Ihre Spenden angewiesen sind.“ Das Publikum lacht und klatscht. Überall stehen bunt beleuchtete Spendendosen.

Kleine Talente: Karlo (8) hat sein Bühnen-Debut an der E-Gitarre beim Vocalmania Open Air in Nordstetten.
Juergen LueckBei Enyas „Only Time“ kann Vocalmania mit dezidierten Mehrstimmigkeiten im Wechsel glänzen, dann jubeln die Zuschauer, bevor es in die Pause geht.
In der Dämmerung kommt richtig Festival-Atmosphäre auf
Nach der Pause gehts mit einem Vierer-Shanty los, ehe der gesamte Vocalmania-Chor wieder auf der Bühne ist. Es wird langsam dunkel, und die stimmungsvolle Beleuchtung in Lila setzt den Kirchvorplatz ganz neu in Szene. Kein Wunder, dass die Zuschauer beim zweiten Rap von Patick „I'll be missing you“ die Lichter rausholen. Der ganze Chor schwenkt die Arme – und 400 Fans auch.

Das Vocalmania Open Air in Horb Nordstetten sorgt für Festival-Atmosphäre: Lichter raus, Arme hoch und einfach mitmachen.
Juergen LueckBeim 90er Jahre Hit „What's up“ (4NonBlondes) wird sogar von allen noch das „Hey, Hey“ in der stimmungsvoll beleuchteten Atmosphäre mitgesungen. Und als Rolf Wiechert noch sagt, dass der achtjährige Karlo an der E-Gitarre seine erste Bühne hat, gibt es Pfiffe, Riesen-Applaus und Jubel. Vocalmania hat Festival-Atmosphäre auf den Kirchplatz gebracht.
Fazit: 400 glückliche Zuschauer. Von klein bis groß, vom Enkel bis zur Oma. Vocalmania hat bewiesen, dass der Chor definitiv alle unterhalten und musikalisch fesseln kann. Da capo.
