Naturkindergarten Hörschweiler
: Der Mensch ist nur Gast im Wald

Einen guten und gesunden Wald zu erhalten, ist eine wichtige Aufgabe eines Försters. „Die Schneewiesenkinder“ des Naturkindergartens Hörschweiler und ihre Erzieherinnen hatten wieder Besuch von Revierleiter Förster Ferdinand Schorpp.
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(red/pm)
Oberndorf
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So ein Besuch im Wald ist ganz schön spannend.

Naturkindergarten

Herzlich wurde er von den drei- bis sechsjährigen Schneewiesenkindern und ihren Erzieherinnen begrüßt. Dieses Mal wollte der Förster der Naturgruppe Einblicke zur Entstehung und Erhaltung eines gesunden Waldes mit gutem Baumbestand geben und sogleich auch den Kindern die wichtigen Aufgaben eines Försters nahebringen.

Gemeinsam mit dem Förster in den Wald Neugierig und interessiert machten sich die Kinder mit ihren Erzieherinnen und Förster Ferdinand Schorpp auf den Weg mitten durch den Wald. Die Kinder erhielten die Aufgabe die Bäume ganz genau zu betrachten und festzustellen, welche Baumarten zu sehen sind. Viele Fichten, einige Tannen und einige Laubbäume waren hier gewachsen.

Die Fichte sticht, die Tanne nicht Förster Ferdinand Schorpp zeigte den Kindern die unterschiedlichen Nadelzweige von der Tanne und der Fichte. Während bei der Tanne die Nadeln eher seitlich angeordnet, stumpf und weich sind, besitzt die Fichte rundum angeordnete, kürzere und spitzige Nadeln. Dieses konnten die Kinder direkt auf ihrer Haut spüren. „Die Fichte sticht, die Tanne nicht“, so heißt ein wahrer Spruch.

Gemeinsam machen Kinder und Erzieherinnen zusammen mit Förster Ferdinand Schorpp einen Kreis um die Bäume.

Foto: Naturkindergarten

Kinder zählen das Alter der jungen Bäume Wie das Alter der jungen Nadelbäumchen anhand der Astung zuerkennen ist, war sehr interessant für die Kinder und immer wieder wurde das Alter der jungen Bäumchen gezählt. Gab es doch einige fünfjährige, sechsjährige und siebenjährige Bäumchen.

Förster Schorpp erläuter den Aufbau des Waldbodens.

Foto: Naturkindergarten

Kinder pflanzen drei Buchenbäumchen Um einen guten Wald zu erhalten, werden Nadel- sowie Laubbäume benötigt. Das nennt der Förster einen Mischwald. Die Kinder konnten vereinzelt Laubbäume erkennen. Nachdem die Schneewiesenkinder und Förster Ferdinand Schorpp der Meinung waren, dass es hier eher wenig Laubbäume gäbe, wurde beschlossen drei kleine Buchenbäumchen, die der Förster mitgebracht hatte, kurzerhand zu pflanzen. Mit dem Spaten wurde die Erde ausgehoben und die Kinder konnten dabei mit Freude und Eifer tatkräftig mithelfen.

Förster erläutert die Schichten des Waldbodens Förster Ferdinand Schorpp erklärte den Kindern die verschiedenen Schichten des Waldbodens, ließ die Kinder den Humus und den Mineralboden fühlen, riechen, die vielen, vielen feinen Wurzeln betrachten. Wichtige Nährstoffe und Mineralstoffe sind im Boden enthalten, damit alle Pflanzen und Bäume gut wachsen können, das Wasser wird gespeichert wie in einem Schwamm und gleichzeitig gereinigt. Die Kinder konnten den guten Waldboden mit all ihren Sinnen erleben und erfahren.

Mit dem Förster den besten Standort bestimmt Die Kinder bestimmten gemeinsam mit Förster Ferdinand den Platz an dem die jungen Buchen gepflanzt werden sollen. Dabei wurde bedacht, dass die Tannen und Fichten, sowie die Buchen gerne schattig stehen und somit auch nicht zu viel Abstand zueinander benötigen.

Die natürliche Bepflanzung erfolgt auch durch die Tiere

Auch Tiere sorgen für eine natürliche Bepflanzung Aber auch die Tiere, wie das Eichhörnchen, Vögel wie der Eichelhäher, Insekten und natürlich der Wind, verteilen die Samen der Bäume und Pflanzen und sorgen selbst für eine natürliche Bepflanzung. Viele verschiedene Früchte und Samen von Laubbäumen und Nadelbäume in Schraubgläser verpackt, hatte der Förster mitgebracht. Die Schneewiesenkinder kannten sich natürlich aus. Samen von Bucheckern, Ahornsamen-Propeller, Eicheln, Kirschkerne, Samen der Fichtenzapfen. Eine wichtige Aufgabe von Förster Ferdinand Schorpp, die richtige Baumbepflanzung, war erfüllt.

Mancher Baum muss auch gefällt werden Die Baumpflege ist ebenfalls eine sehr wichtige Aufgabe. Förster Ferdinand Schorpp ließ die Kinder Plätze suchen, an denen junge Tannen und Fichten viel zu eng beieinander, standen. Welches Bäumchen nun weichen muss, damit die anderen Bäume gut und gesund weiterwachsen können, wurde mit den Kindern besprochen. Sorgfältig muss der Förster die Bäume auswählen, die gefällt werden müssen und dürfen. Dabei gilt der nachhaltige Ansatz, es sollte nur so viel Holz gefällt werden, wie auch Bäume nachwachsen können. Die Kinder durften beim Fällen der sorgfältig ausgesuchten Bäumchen kräftig sägen und mithelfen.

Abenteuerliche Wanderung durch den Wald Tiefer im Wald entdeckten die Schneewiesenkinder mit geschulten Blick, allerhand Tierspuren und Tierknochen vom Reh und vom Wildschwein. Einen Waldameisenhaufen, sowie Fuchslosung und Fraßspuren der Eichhörnchen wurden auf der abenteuerlichen Wanderung durch den Wald genau betrachtet.

Kinder entdecken alte Grenzsteine

Grenzsteine zeigen die Grenzen der Nachbarorte Die Kinder enthüllten alte Grenzsteine die dicht mit Moos bedeckt waren. Sie zeigen die Grenzen der einzelnen Nachbarorte an. Förster Ferdinand Schorpp konnte mit seinem Kartengerät die Grenzlinien erkennen. So weiß er genau welche Bäume auf welcher Gemarkung stehen.

Einen über 200 Jahre alten Baum bestaunt Zum Abschluss zeigte der Förster den Kindern riesengroße, dicke, schöne und sehr alte Bäume, die über 200 Jahre alt sind. Es sind sehr kostbare Bäume und es wurden auch schon welche gefällt zum Holzverkauf. Die wenigen dieser uralten Bäume, gilt es nun zu erhalten, sie zu bewahren . Damit die Forstleute diese Bäume erkennen und achten, sprüht Förster Ferdinand einen großen Specht auf den Stamm. Dieser Baum darf nicht gefällt, nicht verletzt werden, sondern er soll uns erhalten bleiben. Alle Kinder mit Erzieherinnen und Förster haben versucht einen großen Kreis um diese dicken Bäume zu machen.

Wer mit offenen Augen durch den Wald geht, wird hier und da vielleicht einen gesprühten Specht erblicken, uralte Bäume und all die wundervollen Dingen entdecken, die die Schneewiesenkinder an diesem Tage mit Förster Ferdinand Schorpp erlebt haben. In der Mitteilung des Naturkindergartens heißt es: „Wichtig ist zu wissen, wir Menschen sind nur Gast im Wald. Als Gast müssen wir den Wald schützen und bewahren. Diese kostbaren Erlebnisse und Erfahrungen in der Natur, durfte jedes Schneewiesenkind für sich mit nach Hause nehmen.“

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