Nach Wasserrohrbruch in Nordstetten: Leitung repariert, Wasser trüb – Stadt gibt Entwarnung und Tipps

Wasser schoss nach dem Wasserrohrbruch aus einem Riss im Asphalt in der unteren Kniebisstraße.
Lukas WojcikDas Wasser schoss aus dem Riss in der Asphaltdecke: Ein Wasserrohrbruch in der Kniebisstraße sorgte am Mittwochabend ab 21.30 Uhr für eine Überflutung der Straße. In den Haushalten der Anwohner gab es wenig oder gar kein Wasser mehr. Zu Reparaturzwecken wurde das Wasser dann abgestellt, bis die Reparatur beendet war.
Das Team der Stadtwerke im Bereitschaftsdienst war unverzüglich vor Ort, eine Polizeistreife unterstützte zunächst. Um 2.10 Uhr war dann schließlich in vielen Leitungen ein ordentliches Rumoren zu hören, als das Wasser wieder angestellt wurde.
Die Stadtverwaltung spricht in ihrer Pressemitteilung nun von einem „gewöhnlichen Wasserrohrbruch, wodurch Wasser auf die Straße austrat“. Dank des schnellen Eingreifens der Horber Stadtwerke sei der Schaden rasch behoben worden. Ab 3 Uhr nachts hätten alle betroffenen Anwohner wieder fließendes Wasser.
Was hat das Team der Horber Stadtwerke unternommen?
Die beiden Männer arbeiteten unter Hochdruck, wie auch die Redaktion beobachten konnte. Schnell wurden die Pläne studiert. Um die beschädigte Leitung zu reparieren, wurde schließlich ein sogenanntes Steckblech eingesetzt. „Dadurch wurde die ursprüngliche Ringleitung in eine Stichleitung umgewandelt. Diese Maßnahme ist gängige Praxis und kann über einen längeren Zeitraum hinweg problemlos bestehen bleiben“, so die Stadtverwaltung.
Erst braunes Wasser – das ist der Grund
Anwohner, die dann ihre Leitungen das erste Mal wieder nutzten, erlebten dann in der Regel zunächst, dass das Wasser kurzzeitig braun gefärbt war. Das ist aber normal, wenn das Wasser vorübergehend abgestellt wurde. Darüber klären viele Wasserzweckverbände auf ihren Homepages auf. „Wasser steht in den Leitungen, die gerade nicht benutzt werden. Werden die Leitungen wieder angeschlossen und das Wasser mit 4,5 bis 5,5 bar durchgeleitet, können sich Spuren von Rost von den Innenwänden lösen. Dieser Rost lagert sich normalerweise an den Innenseiten ab, wird aber bei Änderungen der Fließrichtung mitgerissen“, heißt es etwa beim Wasser- und Abwasserzweckverband Beetzseegemeinden bei einer schnellen Google-Suche.

Stadtwerke und Polizei waren im Einsatz
Foto: GanswindDie Stadt informiert nun: „Die Stadtwerke spülten die Leitungen nach der Reparatur gründlich durch, um sicherzustellen, dass kein verunreinigtes Wasser in die Gebäude gelangt.“ Dennoch werde den Anwohnern empfohlen, die Wasserhähne für eine Weile laufen zu lassen, um auch die Hausleitungen ausreichend durchzuspülen.
Das Wasser ist milchig – ist das ein Problem?
Nein, beruhigt die Stadtverwaltung. „Dass das Wasser anfangs milchig oder trüb erscheint, ist unbedenklich. Dies wird durch die Luft in den Leitungen verursacht und stellt keine Gesundheitsgefahr dar.“ Ein kleiner Test unserer Redaktion bestätigt diese Aussage: Wasser in ein Glas füllen und beobachten, was mit der Trübung passiert. Tatsächlich wird das Wasser von unten nach oben klarer. Bei Verunreinigungen würde das Wasser trüb bleiben, heißt es beispielsweise auch bei wassertest-online.de.
Das sollten Anwohner noch tun
Die Stadt gibt noch folgende Hinweise: „Zusätzlich wird empfohlen, die Perlatoren an den Wasserhähnen zu reinigen und den Rückspülfilter im Technikraum des Hauses zu spülen.“ Der betroffene Arbeitsbereich in der Kniebisstraße bleibe durch den Bauhof abgesperrt, bis der Straßenbelag wieder vollständig instand gesetzt ist.