Marathon in Rottenburg: Sportlicher Höhepunkt für 40 Läufer

Die Marathonläufer gehen die 42 Kilometer lange Strecke zuversichtlich an.
Manfred SchöttleBereits früh am Morgen des vergangenen Samstags herrschte reges Treiben auf dem Sportplatz in Rottenburg-Oberndorf.
Rund 40 Marathonläuferinnen und -läufer warteten gespannt auf den Startschuss, den Martin Körner, Vorsitzender der Natur- und Wanderfreunde Rottenburg und Umgebung, kurz nach 6.30 Uhr gab. Bereits zum dritten Mal führte die Marathonwanderung auf einer rund 42 Kilometer langen und landschaftlich abwechslungsreichen Strecke rund um Rottenburg.
Von Oberndorf aus ging es nach Wendelsheim, weiter durch Rottenburgs Altstadt vorbei am Dom und der Zehntscheuer, über die Josef-Eberle-Brücke zum Kreuzerfeld-Stadion und über Bad Niedernau, Wolfschlucht und Frommenhausen bis zur Burgmühle. Über das idyllische Starzeltal führte die Route nach Bieringen, durch das Rommelstal nach Wolfenhausen und Seebronn, ehe die Läuferinnen und Läufer schließlich wieder Oberndorf erreichten. Bewältigt wurden dabei 770 Höhenmeter.
Organisation mit Herz und Routine
Hinter der gelungenen Veranstaltung stand ein erfahrenes Organisationsteam. „Wir haben natürlich inzwischen Routine in der Vorbereitung“, berichtete Martin Körner, „aber jedes Jahr gibt es neue Herausforderungen, zum Beispiel bei der Streckenführung oder der Platzierung der sechs Verpflegungsstationen.“ Diese Herausforderungen wurden bravourös gemeistert: Dank engagierter Helfer, frischem Wasser und kleinen Snacks konnten die Teilnehmenden stets neue Kräfte sammeln.
Von Sportprominenz bis Hobbywanderer
Ein besonderer Gast war Peter Schamaitis, Vizepräsident des Deutschen Volkssportverbandes, der die gesamte Marathonstrecke mitlief. Das internationale Teilnehmerfeld umfasste Sportbegeisterte aus der Schweiz, dem Elsass, Rheinland-Pfalz, Franken sowie Läuferinnen und Läufer aus Crailsheim und Kitzingen – ein Beleg für die überregionale Anziehungskraft der Veranstaltung.
Schnellste Zeit: 6 Stunden 15 Minuten
Die sportlich stärkste Leistung zeigten Peter Schamaitis, Armin Lenz und Gérard Lutz, die die anspruchsvolle Strecke mit insgesamt rund 770 Höhenmetern in nur 6 Stunden und 15 Minuten bewältigten. Die meisten Teilnehmenden waren rund zehn Stunden unterwegs und genossen dabei nicht nur den sportlichen Reiz, sondern auch die landschaftlichen Eindrücke. Eine Anekdote sorgte für Schmunzeln: In Wolfenhausen führte die Strecke direkt durch ein Festzelt, das gerade aufgebaut wurde.
Ein Fest für alle Wanderfreunde
Neben dem Marathon starteten um 10 Uhr noch zwei kleinere Gruppen zu 11-Kilometer- und 6-Kilometer-Runden. Insgesamt machten sich knapp 70 Aktive an diesem Tag auf den Weg und erlebten einen gelungenen Tag der Bewegung, des Austauschs und der Naturverbundenheit.
Im Ziel waren sich alle Teilnehmenden einig: Die perfekte Organisation, die abwechslungsreiche Strecke und die herzliche Betreuung machten die Anstrengung mehr als wett. „Die Anreise hat sich gelohnt“, lobte Teilnehmer Fritz Illig aus Crailsheim. Dem konnte auch Armin Lenz aus Hattenhofen nur zustimmen.