Lange in Empfingen zu Hause
: Der Musik und dem Theater galt ihr Interesse

Elke Bauser ist in Stuttgart-Sillenbuch im Alter von 79 Jahren gestorben. Ihr Mann Karl ist bereits vor drei Jahren verstorben.
Von
(red/pm)
Oberndorf
Jetzt in der App anhören

Elke Bauser ist im Alter von 79 Jahren gestorben.

privat

Nach dem Tod ihres Mannes Karl im Juni 2021 tat sich Elke Bauser schwer. Ihren Karl kannte sie seit dem 15. Lebensjahr. Am 30. April 1966 heirateten die beiden. Gemeinsam hatte sie die Töchter Nora und Katja.

Elke Bauser hatte gesundheitlich stark abgebaut und konnte nicht mehr alleine leben. Im Mai 2022 kam sie in die betreute Wohneinrichtung Augustinum in Stuttgart-Sillenbuch. Dort starb sie am 22. Juli, die ganze Familie konnte sich noch von ihr verabschieden. „Sie war sehr dankbar, dass wir noch bei ihr sein konnten“, sagt ihre Tochter Nora Dopf-Hornung.

In der Wohneinrichtung erzählte sie über Empfingen

„Meine Mutter erzählte ihren Mitbewohnern viel über Empfingen. Von uns wollte sie wissen, wer nun in ihrem Haus wohnt, in dem sie und ihr Mann so viele Jahre gelebt hatten“, erinnert sich die Tochter. Wenn ihre Enkel Clara und Marlene sie im Augustinum besuchten, kam es vor, das sie mit ihnen französisch sprach oder auf einem Zettel in Stenografie schrieb. Die Kurzschrift hatte sie in der Ausbildung gelernt, sie war aus dem Büroalltag in früheren Zeiten nicht wegzudenken.

Elke Bauser wurde am 7. April 1945 in Spaichingen geboren. Ihre Eltern waren Adolf und Maria Karl. Für ihre zwei deutlich jüngeren Schwestern Ingrid und Renate war sie Ratgeberin und manchmal auch Mutterersatz. Als Elke Bauser zehn Jahre alt war, zog die Familie nach Wehingen, in den Heimatort ihres späteren Mannes. Aufgewachsen ist sie mit den Brüdern Norbert, Wilhelm und Wolfgang Wahl, die im Haus ihrer Eltern wohnten. Norbert und Wilhelm wurden Priester und begleiten die Familie Bauser bei Trauungen und Beerdigungen bis heute.

Nach der Volksschule kam Elke Bauser in ein Internat nach Friedrichshafen, wo sie die Handelsschule besuchte. Nach der Schule arbeitete sie als Chefsekretärin als rechte Hand von Günter Kraut, einem Mitglied der Geschäftsführung von Bizerba in Balingen.

Ihr Mann Karl Bauser lernte Textilkaufmann, Ende der 50er Jahre folgte er dem Ruf seines Onkels und Taufpaten Julius Bauser, der in Empfingen eine Kontrolluhrenfabrik führte. Er sollte seinen ebenfalls aus Wehingen stammenden Onkel beim Aufbau der Firma unterstützen.

Im Dezember 1978 gründete Julius Bauser eine Stiftung und stattete sie mit einer Million Mark aus. Karl Bauser hatte Sitz und Stimme im Stiftungsrat, nach seinem Tod 2021 übernahm seine Frau Elke den Sitz. Die Tochter Nora Dopf-Hornung war dann zunächst Stellvertreterin ihrer Mutter im Gremium, ehe sie im Juli 2023 als ordentliches Mitglied in die Julius-Bauser-Stiftung gewählt wurde.

Gemeinsam dem Musikverein Empfingen verbunden

Wie ihr Mann war Elke Bauser dem Musikverein Empfingen stark verbunden. Sie war eine leidenschaftliche Bastlerin und nähte sehr gerne, etwa das rot-schwarze Fasnetshäs für die Musikkapelle Empfingen. Ihr Interesse galt der Musik und dem Theater, sie war aktives Mitglied im Reiterverein Nordstetten und liebte ihre Hunde. Gastfreundlich wie sie war, bewirtete sie gerne als gute Köchin ihre Gäste.

Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung ist am Donnerstag, 1. August, um 11 Uhr auf dem Empfinger Friedhof.

Der KreisLetter
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Kreis Freudenstadt Montag bis Samstag im kompakten Überblick.