Krisenvorsorge in Eutingen
: Bei Katastrophen geht der Strom nicht aus

Die Feuerwehr hat erfolgreich eine Netzersatzanlage getestet. Der einfach zu transportierende Anhänger leistet wertvolle Dienste.
Von
red/pm
Oberndorf
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Die Eutinger Feuerwehr hat eine Netzersatzanlage getestet, die in Notfällen die Energieversorgung stützt. Bürgermeister Markus Tideman (links) konnte sich von der reibungslosen Funktion der Anlage überzeugen.

Feuerwehr Eutingen

Die mobile Netzersatzanlage (NEA) auf Anhänger der Feuerwehr Eutingen hat in den vergangenen Wochen ihre Zuverlässigkeit unter realen Bedingungen eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die erfolgreichen Tests am Rathaus in Eutingen und am Feuerwehrhaus in Weitingen wurden bereits am 14. November durchgeführt, gefolgt von einem Einsatz in Haiterbach am 5. Dezember. Darüber berichtet die Feuerwehr Eutingen.

Bürgermeister Markus Tideman war in Eutingen und Weitingen vor Ort anwesend und konnte sich persönlich von der reibungslosen Umschaltaktion überzeugen, was die enge Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Kommune unterstreicht.

Das „Führungshaus“

​Das Feuerwehrhaus in Eutingen ist als zentrales Führungshaus klassifiziert und übernimmt bei umfangreichen Notsituationen – sei es durch Starkregen, schwere Stürme, extremen Schneefall oder weitreichende Stromausfälle – die Koordination aller Einsätze im gesamten Gemeindegebiet. Die Feuerwehr schildert: „Aufgrund dieser kritischen Funktion ist eine lückenlose Notstromversorgung für mindestens 72 Stunden vorgeschrieben, um wesentliche Systeme wie Funkarbeitsplätze, IT-Infrastruktur, Beleuchtung, Heizung, Tore und Einsatzleittechnik am Laufen zu halten. Die NEA wurde hier bereits mehrmals erprobt, um nicht nur die technische Belastbarkeit zu testen, sondern auch die nahtlose Integration in den täglichen Betrieb zu sichern und potenzielle Schwachstellen frühzeitig zu identifizieren.“

Belastung geprüft

​Die wiederholten Tests am Feuerwehrhaus Eutingen umfassten detaillierte Belastungsprüfungen: Von der automatischen Umschaltung über die Versorgung kritischer Verbraucher. Solche Probeläufe simulieren reale Einsatzszenarien und gewährleisten, dass die Anlage nicht nur startet, sondern auch unter Dauerbelastung zuverlässig arbeitet. Ergänzt wurde dies durch die mobilen Einsätze in Eutingen und Weitingen, wo die Flexibilität des Anhänger-Systems – einfach zu transportieren und schnell einsatzbereit – voll zur Geltung kam.

In Haiterbach geholfen

​Im Rahmen der Amtshilfe unterstützte die Feuerwehr die Nachbarkommune Haiterbach am 5. Dezember maßgeblich. Die Feuerwehr berichtet: „Da das dort geplante stationäre Notstromaggregat noch nicht geliefert war, sprang die mobile NEA ein, um die elektrischen Anlagen und Umschalteinrichtungen in kommunalen Gebäuden zu prüfen. Dieser Einsatz demonstriert die Vorteile mobiler Systeme, die nicht nur lokal, sondern auch über Gemeindegrenzen hinweg eingesetzt werden können. Er stärkt das gesamte regionale Krisenmanagement und fördert den Austausch von Best Practices im Bevölkerungsschutz.“

Mehr Sicherheit

​Diese Testserie unterstreicht die hohe Einsatzbereitschaft der Feuerwehr und die strategische Wichtigkeit solcher Netzersatzanlagen in Zeiten zunehmender Extremwetterereignisse und Blackout-Risiken. „Die persönliche Beteiligung von Bürgermeister Tideman signalisiert das starke lokale Engagement und motiviert zu weiteren Übungen“, heißt es in dem Bericht der Feuerwehr, der es wichtig ist, den Kameradinnen und Kameraden der Abteilung Weitingen zu danken, bei denen die NEA aktuell stationiert ist. Langfristig soll die Anlage dazu beitragen, die Resilienz der gesamten Infrastruktur zu erhöhen und die Sicherheit der Bürger nachhaltig zu verbessern.

Einsatz unter extremen Bedingungen

Eine Besonderheit
 ​bei den Tests war die Gewährleistung der Kommunikationsfähigkeit auch unter Extrembedingungen, so die Feuerwehr. Bei einem großflächigen oder langanhaltenden Stromausfall versagt nicht nur das öffentliche Stromnetz, sondern häufig auch die Notrufnummer 112, da Telefonnetze, Mobilfunkmasten und Vermittlungszentralen ausfallen können. In solchen Szenarien bleibe für die betroffene Bevölkerung praktisch nur der direkte Weg ins Feuerwehrhaus Eutingen, um Notfälle zu melden und schnelle Hilfe zu organisieren. „Die NEA versorgt dort zuverlässig den Sprechfunk, so dass Einsatzanweisungen und Notrufe weiterhin an die Integrierte Leitstelle in Freudenstadt übermittelt werden können – ein entscheidender Faktor für eine effektive Gefahrenabwehr und den Schutz der Bürger“, teilt die Feuerwehr mit.

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