Kreisjugendfeuerwehr Tübingen
: 400 Nachwuchsfeuerwehrleute schlagen Zelte auf

Am Samstag übernehmen Jugendfeuerwehren aus dem ganzen Kreis Tübingen die Rottenburger Innenstadt.
Von
Andreas Straub
Oberndorf
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Kreisjugendfeuerwehrwart Fabian Weimer (36) aus Felldorf ist der Hauptorganisator. Er inspizierte diese Woche mehrfach die Wiese hinter der Forsthochschule, auf der am Wochenende über 400 Jugendfeuerwehrleute zelten

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Von Freitag bis Sonntag wird es bunt hinter der Forsthochschule im Schadenweiler: Rund 400 Jugendliche aus dem ganzen Landkreis Tübingen kommen dort zum großen Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr zusammen. Höhepunkt des Wochenendes ist die Abnahme der Jugendflamme in der Rottenburger Altstadt.

Bereits seit über einem Jahr laufen die Vorbereitungen, wie Kreisjugendfeuerwehrwart Fabian Weimer berichtet. Der 36-Jährige aus Felldorf ist selbst seit 22 Jahren bei der Feuerwehr aktiv und leitet das Organisationsteam aus 20 Mitgliedern verschiedener Jugendfeuerwehren. „Jeder bringt seine Kompetenzen und Ausrüstung ein“, erklärt Weimer.

Eingangstor zum Lager aus zwei Holzdrehleitern

So stellt etwa die Feuerwehr Ammerbuch ein Spülmobil, während das Küchenzelt aus Bodelshausen kommt. „Wir können aus dem Vollen schöpfen“, freut sich Weimer. Den Aufbau der Zelte und der Feldküche übernehmen die Feuerwehrleute bereits am Donnerstag. Als markantes Eingangstor zum Lager sollen zwei Holzdrehleitern dienen.

Wenn die Jugendgruppen am Freitagnachmittag anreisen, bauen sie ihre eigenen Zelte selbst auf. Nach der offiziellen Begrüßung wartet ein gemeinsames Abendessen, gefolgt von einer alkoholfreien Party. „Alkohol passt nicht in die Jugendarbeit“, betont Weimer.

Am Samstag steht die Abnahme der Jugendflamme im Mittelpunkt. Auf einer Rallye quer durch die Altstadt – mit Stationen am Eugen-Bolz-Platz, Marktplatz, Stadtgraben und Schänzle – zeigen die Zehn- bis 18-Jährigen ihr Können: vom Umgang mit Geräten über Erste Hilfe bis hin zu praktischen Übungen. Neben Schiedsrichtern sind auch Bürger eingeladen, das Geschehen zu verfolgen. Für Kindergruppen gibt es den sogenannten Kinderfunken, bei dem vor allem der Spaß zählt.

Nach den Prüfungen geht es für viele Teilnehmer ins Freibad – Freikarten haben die Stadtwerke Rottenburg spendiert. Um 18 Uhr erfolgt dann die feierliche Übergabe der Abzeichen auf dem Marktplatz, begleitet von Rottenburgs Erstem Bürgermeister Hendrik Bednarz und Landrat Joachim Walter. Auch zahlreiche Eltern und Feuerwehrverantwortliche werden erwartet.

Ein Wochenende voller Gemeinschaft

Am Sonntag lädt Feuerwehrpfarrer Jochen Wolber zum Lagergottesdienst ein. Anschließend ist noch ein spontaner Programmpunkt möglich, etwa eine Wanderung zur Weilerburg. „Das Wetter soll angenehm werden, nicht zu heiß“, sagt Weimer erleichtert.

Mit dem Mittagessen klingt das Lager aus, ehe für die Helfer der Abbau ansteht. Für Weimer ist es ein Wochenende voller Gemeinschaft, Einsatz und Leidenschaft: „Wir freuen uns seit Monaten darauf, endlich geht’s los.“

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