Kakteengarten Horb vor dem Aus?: Dopp vernimmt Enttäuschung und Unverständnis

Holger Dopp im Kakteengarten: Die Sorge um mögliche Schließungspläne teilgt er mit Besuchern. (Archivbild)
HoppIn einer Stellungnahme sagt Dopp: „Die Reaktionen auf die Schließungsgerüchte des Horber Kakteengartens überraschen mich eigentlich jeden Tag aufs Neue! Nicht nur im Horber Kakteengarten werde ich ständig angesprochen, sondern auch hier in meiner Empfinger Sammlung. Man spürt Enttäuschung und Unverständnis, und man kann nicht verstehen, dass ein derart erfolgreicher Garten geschlossen werden könnte.“
Am Muttertag habe ihm ein „Zahlenmensch“, der als Steuerberater in einer Kanzlei tätig ist, vorgerechnet, dass die vielen Besucher, die in den Kakteengarten kommen, auch für deutliche Umsätze in Horb und Umgebung sorgen würden. Somit würden auch gewisse Summen in die Stadtkasse gespült.
Dopp freut sich über die moralische Unterstützung
„Es tut gut, somit auch eine moralische Unterstützung zu erfahren, was uns wiederum Kraft gibt, wenn wir uns in gebückter Haltung oder auf den Knien zwischen den durchaus wehrhaften Kakteen durchzwängen, um unerwünschte Unkräuter auszutupfen oder um Abfälle einzusammeln, die von nicht gerade freundlichen Zeitgenossen über den Zaun in den Kakteengarten entsorgt werden. Und anschließend schleppen wir die schweren, meist randvollen Kübel zu unserem Wagen“, teilt Dopp mit.
Darüber hinaus beantworte er jede Frage der Besucher, wenn es um die Pflege der winterharten Kakteen geht. Wichtig für Besucher sei auch, zu erfahren, wo und in welchem Umfeld winterharte Kakteen beheimatet sind und unter welchen klimatischen Bedingungen sie dort gedeihen. Und wer die wissenschaftlichen Namen dieser wehrhaften Pflanzen wissen möchte – kein Problem.
Dopp schreibt: „Ganz besonders danke ich jenen besorgten Zeitungslesern, die immer wieder mit ihren Beiträgen ihre ganz persönliche Meinung äußern.“
Blühphase der winterharten Kakteen beginnt
Zu den Besonderheiten im Horber Kakteengarten könne die demnächst beginnende Blühphase der winterharten Kakteen gerechnet werden und in Empfingen die im wahrsten Sinne des Wortes einzigartige Blüte von diversen Agaven.
Die gegenwärtig höchste Agavenblüte – Agave megalacantha – werde wohl demnächst die fünf Meter Höhe überschreiten, bevor sie prächtige Blüten ansetze. „Insgesamt haben in Empfingen zwei winterharte Agaven und vier nicht winterharte Agaven Blütenstände angesetzt – zwischen 90 Zentimetern und fünf Metern Gesamthöhe. Auch für einen sehr erfahrenen Kakteen-Experten ein wirklich einmaliges Erlebnis, wenn man weiß, dass eine Agave erst 40, 45 oder gar 50 Jahre alt werden muss, bevor sie bei idealem Standort und bester Pflege eine Blüte bilden kann. Übrigens die einzige in ihrem langen Agaven-Leben“, sagt Holger Dopp.