Jubiläum in Mühlen
: Schützen feiern 100. Geburtstag

Der Schützenverein Mühlen hat viele Bauphasen seit den letzten 100 Jahren hinter sich. Auch eine doppelte Gründung steht in der Vereinsgeschichte. So entwickelte er sich.
Von
Jürgen Baiker
Oberndorf
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Der Schützenverein in Mühlen wurde mit 34 Gründungsmitgliedern gegründet. Nun wird er 100 Jahre alt. (Archivbild)

Schützenverein

Ein gutes Auge und eine ruhige Hand braucht ein Schütze um erfolgreich zu sein. Der Mühlener Schütze brauchte in der Vergangenheit zudem kräftige Hände. Vor allem dann, wenn sich der Verein wieder einmal, oder wie in den gesamten 100 Jahren, permanent in einer Bauphase befand.

Vieles verändert sich im Laufe eines Lebens – so auch bei Vereinen. Vor allem wenn er wie der Mühlener Schützenverein, der am kommenden Samstag seinen 100. Geburtstag feiert, zwischendurch aufgelöst und wiedergegründet wurde. Er wurde nämlich 1925 von 34 Gründungsmitgliedern (darunter die hiesige Jägerschaft) nicht als „Schützenverein Mühlen“, sondern als „Suevia Mühlen“ geboren.

Erste Baupläne für 100-Meter-Schießbahn

Bereits ein Jahr später wusste der Verein wohin die Reise geht und tauschte zum ersten Mal das Gewehr mit der Schaufel. Gründungsvorstand Georg Kaupp unterzeichnete im Februar 1926 die Baupläne für eine 100-Meter-Schießbahn quer über das Eutinger Tal. Der Schützenstand von sechs auf viereinhalb Meter wurde etwa 200 Meter unterhalb der ehemaligen Talmühle am Tal-Fuß der Bahnstrecke Horb – Stuttgart erstellt.

Das heutige Schützenheim konnte erst 1970 bezogen und umgebaut werden. (Archivbild)

Foto: Schützenverein

Sieben Jahre später war die 50-Meter-Bahn am heutigen Standort eingeweiht worden. Bis zum vorläufigen Ende während des zweiten Weltkrieges wurde nur mit dem Kleinkalibergewehr geschossen (Luftgewehre kamen erst nach dem Krieg in Mode).

Nichts ahnend zweimal gegründet

„Erst wieder 1958 trafen sich acht junge Männer beim Lamm-Wirt Anton Eith und riefen, nichts ahnend, dass schon viel früher der Schützenverein Mühlen gegründet worden war, den Schützenverein am 19. September 1958 zum zweiten Mal ins Leben“, hieß es in der Festschrift 1995 zum 70. Geburtstag.

Erster Oberschützenmeister für die ersten drei Jahre wurde Herbert Müller. Das Lamm wurde Vereinslokal und gleichzeitig Schießanlage, denn im Saal des Gasthauses wurden die Zehn-Meter-Stände für Luftgewehre eingerichtet, da dass bereits vorhandene Schützenhaus zu dieser Zeit noch in Privathand und bewohnt war. 1961 wurde der ehemalige Ehrenoberschützenmeister Eugen Schäffer erstmals Chef des Vereins bis 1972.

Viele Umbaumaßnahmen hat der Verein hinter sich. (Archivbild)

Foto: Schützenverein

Danach wurde an das alte Schützenhaus angebaut. 1970 kam das alte und bis dato bewohnte Schützengebäude dazu und wurde zum heutigen Schützenheim umgebaut.

Verein hofft künftig auf wenige Umbauphasen

1976 übernahm wieder Eugen Schäffer das Vereinsruder. Es schlossen sich 1982 dreijährige Sanierungsphasen und zwischen 1988 und 1990 ein weiterer Umbau an.

Für die Baumaßnahmen der letzten 40 Jahre leistete Oberschützenmeister Udo Gühring die Unterschrift, der 1985 von Eugen Schäfer die Vereinsleitung übernommen hatte. Wahrscheinlich werden auch künftig hervorzuhebende Bau- oder Renovierungsphasen nicht gänzlich fehlen. Man hofft aber, dass es wie im letzten Jahr ohne bauliche Veränderungen geht.

Verein ist modern ausgestattet

So stehen im Erdgeschoss sechs elektronische Schließanlagen für die 50-Meter Bahnen und weitere für die neu installierten 25-Meter-Bahnen der Sportpistolen-Schützen zur Verfügung, sowie im ersten Stock zehn weitere für die Luftgewehr-Disziplinen. Damit werden die Mühlener nun allen modernen Anforderungen des Schieß-Sports samt Wettkämpfen gerecht.

Aktuelle Ergebnisse

Leitungen
Zurzeit wandelte der Verein auf einer absolut sicheren und sportlich gehobenen Phase in der Luftgewehr Regionsoberliga – auch wenn sie zunächst vermutlich für eine Runde unterbrochen wurde. Nachdem sich der Verein zuvor in jahrelanger aufwendiger Jugendarbeit Schützen mit gutem Auge und sicherer Hand selbst herangezogen hat, mischt er in den Kleinkaliber-Runden der Regionsliegen kräftig mit. Besonders deutlich wird dies momentan in der KK-Runde 3x10, wo die Mühlener unter 22 teilnehmenden Mannschaften in bisher vier Wettkämpfen stets die tagesbeste Mannschaft stellte.

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