Jubiläum in Horb-Altheim: Bockbierfest-Start mit Film und Fassanstich

Walter Singer brauchte nur zwei Schläge beim Fassanstich. Einen Bierschauer gab es trotzdem. Hochdorfer-Chef Eberhard Haizmann hielt das Fass gut fest.Hopfenkönigin Anna Luginsland füllte im Anschluss die Krüge.
Andreas WagnerUnter tosendem Beifall der Besucher wurde am „Vatertag“ das 37. Altheimer Bockbierfest eröffnet. Zum Frühschoppen spielte die Musikkapelle „Biobrass“, die für grandiose Stimmung im gut gefüllten Festzelt sorgten.
Wie üblich wohnten auch verschiedene Vertreter aus der Landes- und Kommunalpolitik dem Spektakel bei.
Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Musikkapelle Altheim stand das Bockbierfest zudem unter einem besonderen Stern. Damit diesen Feierlichkeiten auch genügend Menschen beiwohnen können, sorgte der Veranstalter auch für mehr Platz im Festzelt.
Ein letzter Film vom Videostudio Rabe
Bevor das Hochdorfer-Fass angestochen wurde, verschaffte der Vorsitzende der Musikkapelle Altheim – Markus Singer – den Besuchern einen Einblick in die Historie des Vereins. Hierfür engagierte die Musikkapelle das ehemalige Horber Videostudio „Rabe“, um einen professionellen Imagefilm im Stil einer Dokumentation mit Zeitzeugen produzieren zu lassen. „Das war das letzte Werk vom Studio Rabe“, verriet Singer hierbei.

Das Festzelt war gut gefüllt.
Foto: Andreas WagnerIn dem Film schlüpfte außerdem Musiker Daniel Koch (Tenorhorn) in die Rolle von Severin Haas, der sich 1925 als erster Vorsitzender und Dirigent der Musikkapelle verantwortlich zeigte. Die Besucher erfuhren hierbei auch, dass das erste Bockbierfest 1987 in der Sporthalle in Altheim stattfand.
Zwei Schläge reichen
Nach der Darbietung des gelungenen Imagefilms schritten die Verantwortlichen dann zur Tat. Die Ehre des Fassanstichs gebührte Ehrendirigent Karl-Heinz Singer und den Ehrenvorsitzenden Werner Bläse und Walter Singer. Letzterer trieb gekonnt den Hahn mit nur zwei Schlägen in das Fass und sorgte dabei nur für einen kurzen, aber heftigen Bierschauer im Altheimer Festzelt.

Natürlich gab es auch musikalische Unterhaltung.
Foto: Andreas WagnerDie durstigen Besucher bejubelten das feuchtfröhliche Intermezzo auf der Bühne und freuten sich auf das frisch gezapfte Gebräu, das unter anderem von der amtierenden 4. Hopfenkönigin Anna Luginsland in die Krüge gefüllt wurde.
Neuer Trinkspruch
Anlässlich des 100. Jubiläums der Kapelle kreierte ein seit Jahrzehnten treuer Dauergast des Bockbierfests aus Freudenstadt einen Trinkspruch. „Erhebet die Gläser und stoßt mit den Nachbarn an. Genießt den edlen Hochdorfer Gerstensaft und seid gern da. Heute wollen wir mit den Altheimer Musikanten feiern und alle hier im Zelt sollen nur glücklich und zufrieden sein“, entsprang der Feder von Helmut Bleicher.
Ortsvorsteherin Sylvia Becht brachte ihren Stolz über das traditionelle Fest zum Ausdruck. „Heute feiern wir nicht nur die Tradition des Bockbiers, sondern auch die Musik, die uns verbindet und die Freude, die wir miteinander teilen“, so Becht. „Mögen die kommenden vier Tage voller Freude Musik und unvergesslicher Momente sein“, wünschte Becht dem Veranstalter ferner.