Jahresbilanz in Horb: Energiegenossenschaft fast schuldenfrei

Verabschiedung und Neuanfang: Unser Foto zeigt Wolfgang Jacob (von links), Eckhardt Huber, Klaus Gottschalk, Susanne Veith, Peter Silberzahn, Angelika Bertsch, Lukas Bruscella, Klaus Angster und Wolf Hoffmann.
Peter MorlokDer scheidende Aufsichtsratsvorsitzende Peter Silberzahn eröffnete die Sitzung und Pfarrerin Susanne Veith legte in einem geistlichen Impuls den Grundstein für das gemeinsame Handeln.
„Klimaangst ist das, was wir nicht brauchen können, denn Angst ist ein schlechter Ratgeber“ machte Veith deutlich und betonte: „Die Lage ist ernst. Noch nie ist der CO2 Gehalt so hochgestiegen wie im letzten Jahr.“
Nach diesem Einstieg übergab der Aufsichtsratsvorsitzende das Wort an die beiden Vorstände Wolfgang Jacob und Lukas Bruscella, die ihren Bericht über das Geschäftsjahr 2024 und Vorlage des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2024 den Genossinnen und Genossen vorstellten.
Bruscella übernahm den kaufmännischen-, Jacob den technischen Part. In der Passiva gab es ein kleines Minus gegenüber dem Vorjahr, was zu einem kleinen Gewinn führte. Im Fazit konnte er feststellen, dass man bald schuldenfrei ist, da der Kredit langsam abbezahlt sei und insgesamt 17.280 Euro Jahresüberschuss konnten in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht werden.
Ergebnis von einem Prozent unter selbstgesteckten Plan
Von den nackten Zahlen ging’s dann in die Technik. Kein gutes Sonnenjahr und verschiedene Anlagen mit Ausfällen führten in der Gesamtbetrachtung aller Anlagen zu einem Ergebnis von einem Prozent unter dem selbstgesteckten Plan, musste Wolfgang Jacob einräumen.
Mit einer Übersicht über die laufenden Projekte gab er den Mitgliedern einen Abriss über die Anlagen und betonte auf Nachfrage, dass man im Folgejahr mit größerem Kosten-Aufwand zu rechnen habe, da im Jahr 2024 doch einige Reparaturen anstanden. 557 MWh Strom habe man 2024 aus Sonnenenergie erzeugt und dadurch 202 Tonnen des Treibhausgases CO2 vermieden. Zudem habe man, wie in den Vorjahren mit vier Prozent eine überdurchschnittlich Eigenkapitalrendite erwirtschaftet, so die stolze Bilanz 2024.
Vorstand Jacob ging in seiner Gesamtbetrachtung auch auf die Zukunftsaussichten der Genossenschaft, die zum Jahresende 2024 insgesamt 151 Mitglieder zählte, die ein Gesamtkapital von 492500 Euro, aufgeteilt in 985 Anteile, halten, ein.
„Wenn wir wachsen wollen, dann wird das Ehrenamt nicht reichen“ prognostizierte er. „Sichtbarer werden, das ist eines der angestrebten Nah-Ziele der ÖGH“, betonte Jacob der jedoch betonte, dass man dann auch mehr Mitarbeiter gewinnen müsste, mit denen man ein Wachstum darstellen kann.
Ein Umstand, auf den auch Peter Silberzahn hinwies. „Wir sind derzeit ehrenamtlich aufgestellt und eine Umstellung auf professionelles Management würde eine vollständige Umstellung in der Geschäftsstruktur bedeuten“, so sein sinngemäßer Hinweis. „Daher sind wir unseren beiden Vorständen, die die Hauptarbeit leisten, zu großem Dank verpflichtet.“
Die vorgestellten Zahlenwerte und Tätigkeiten wurden vom Aufsichtsrat kontrolliert. Dies fasste Peter Silberzahn in seinem Abschlussbericht zusammen und bat die Mitglieder um Entlastung des Vorstands, dazu die Verabschiedung der Zahlen und er Verwendungsvorschläge, was einstimmig erfolgte.
Ruf als gefürchteter Grußwortredner
Die Vorstandsentlastung übernahm Bürgermeister Ralph Zimmermann, der sich insbesondere zur Windkraft und dem anstehenden Bürgerentscheid äußerte.
Mehr Info findet man unter www.öeg-horb.de