Horbs neues Sportevent
: 34 Zweiradfans gehen an den Start

Premiere in Horb: Radabenteuer „Nuff Na” schickt 34 Zweiradfans über die Gipfel des Schwarzwalds.
Von
red/pm
Oberndorf
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Der Schwarzwald bietet für Zweiradfans unglaublich viel Abwechslung. Wie viel, das entscheiden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des „Nuff Na“ selbst

Benjamin Breitmaier

Der Startschuss fällt am Freitagmorgen um sieben Uhr morgens am Marmorwerk: „Nuff Na” – Horbs erstes „Unsupported Bikepacking Event“ feiert Premiere. 34 Fahrerinnen und Fahrer werden in den kommenden Tagen über die Gipfel und durch die Täler des Schwarzwalds an ihre körperlichen Grenzen gehen.

Das Besondere an diesem Rennen: Das Event ist ein sogenanntes „unsupported“ Bikepacking-Rennen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind völlig auf sich allein gestellt. Es gibt keine Begleitfahrzeuge, keine Helfer am Straßenrand und keine offiziellen Verpflegungsstationen. Wer Hunger hat, muss selbst einkaufen. Wer eine Panne hat, repariert sein Rad eigenhändig oder sucht sich Hilfe in der nächstgelegenen Werkstatt. Und wer müde wird, entscheidet selbst, ob er in einem Gasthof einkehrt, auf einer Parkbank schläft oder die Nacht durchfährt.

Namhafte Teilnehmer

„Genau dieser Reiz macht den Sport für viele so faszinierend: absolute Freiheit, aber auch absolute Eigenverantwortung”, erklären die Veranstalter auf ihrer Website.

Das Starterfeld in Horb ist klein, aber hochkarätig. Von den 34 Personen starten 26 allein, der Rest tritt in Zweierteams in die Pedale. Das Feld ist bunt gemischt: Einige fahren ein Rennen dieser Art zum allerersten Mal, andere bringen große Erfahrung mit. Unter ihnen ist etwa Christoph Fuhrbach, der schon mehrfach beim legendären Transcontinental Race, einem der härtesten Radrennen der Welt, beeindruckende Ergebnisse erzielt hat.

Wege sind frei wählbar

Die Routenplanung liegt bei den Fahrerinnen und Fahrern selbst. Zwar müssen unterwegs vier Checkpoints im Schwarzwald angesteuert und einige markante Gipfel wie der Kandel bewältigt werden, doch der genaue Weg dazwischen ist frei wählbar.

Manche wählen den direkten, kürzesten Kurs, andere bevorzugen kleinere Straßen oder landschaftlich reizvolle Umwege. Dadurch ergeben sich unterschiedliche Gesamtdistanzen: Die kürzeste geplante Strecke liegt laut Orga-Team bei 474 Kilometern, die längste bei 550. Und auch die Höhenmeter haben es in sich – zwischen 7430 und 9300 Meter, im Durchschnitt rund 8739. Das entspricht ziemlich genau einem Aufstieg auf den Mount Everest.

Frage der Strategie

Bikepacking-Rennen leben von der Strategie. Schlafen oder durchfahren? Essen im Supermarkt oder im Gasthaus? Ein paar Starter haben bereits angekündigt, auf Schlaf zu verzichten. Das könnte dazu führen, dass die ersten Teilnehmenden schon in den frühen Morgenstunden des Samstags wieder in Horb zurück sind. Andere werden es ruhiger angehen lassen und kalkulieren mit einer Rückkehr im Laufe des Sonntags.

Ein Preis für die Schnellsten ist dabei nicht vorgesehen. „Gewinner sind alle, die ankommen“, heißt es von den Veranstaltern. Ausgerüstet wird jede und jeder mit alkoholfreiem Bier von Hochdorfer und Brezeln von der Bäckerei Saur – kleine Gesten, die in der Szene durchaus Tradition haben.

Live mit dabei sein

Damit die Daheimgebliebenen und Fans nichts verpassen, gibt es ein eigenes Dotwatching-Angebot. Jeder Teilnehmende trägt einen GPS-Tracker, der die Position live auf eine Karte überträgt. So können Familie, Freunde und Interessierte in Echtzeit verfolgen, wo sich die Fahrerinnen und Fahrer gerade befinden.

Im Marmorwerk wird das Dotwatching während des gesamten Wochenendes auf einer großen Leinwand übertragen. Zuschauerinnen und Zuschauer sind eingeladen, jederzeit vorbeizuschauen – sei es für ein kurzes Update oder einen langen Abend beim Mitfiebern. Am Sonntagnachmittag gibt es zudem Kaffee vom Empfinger Café „Elle und Speiche“.

Infos

Fleggadabb:
Parallel zum Radrennen findet auch die „Fleggadabb“-Laufaktion statt: Sieben Teilnehmerinnen und Teilnehmer machen sich am Samstag auf, alle Horber Ortsschilder abzulaufen. Etwa 50 Kilometer und mehr als 1000 Höhenmeter müssen bewältigt werden. Damit steht das Wochenende ganz im Zeichen von Bewegung, Ausdauer und Gemeinschaftsgefühl.

Website:
Wer den Teilnehmerinnen und Teilnehmern online folgen will, kann das über die Website followmychallenge.com/live/nuffna-2025. Das Marmorwerk
ist ab Freitagmorgen bis Sonntagabend durchgehend geöffnet. Das „Nuff Na” wird veranstaltet unter dem Dach des “Haus der Jugend Marmorwerk”-Verein.

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