Horberin im Diözesanrat
: Um gute Lösungen darf auch gerungen werden

Der 12. Diözesanrat hat sich konstituiert, und Marita Walz aus dem katholischen Dekanat Freudenstadt, Talheim, ist als Beisitzerin im Präsidium.
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red/pm
Oberndorf
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Marita Walz aus dem Dekanat Freudenstadt ist als Beisitzerin ins Präsidium des 12. Diözesanrats gewählt worden

Diözese Rottenburg-Stuttgart / Jochen Wiedemann

Der Diözesanrat, das oberste synodale Gremium der Diözese Rottenburg-Stuttgart, hat sich in diesen Tagen im Kloster Untermarchtal zu seiner konstituierenden Sitzung getroffen. Mit großer Mehrheit wählten die Ratsmitglieder Willy Braun zu ihrem neuen Sprecher und Marita Walz, die Diözesanrätin des Katholischen Dekanats Freudenstadt, als Beisitzerin.

Gemeinsam mit Priesterratssprecher Ulrich Kloos und Generalvikar Clemens Stroppel bilden sie nun das Präsidium unter dem Vorsitz von Bischof Klaus Krämer. „Die Tatsache, dass wir die Zahl zwölf vor diesen Diözesanrat schreiben können, zeigt dass wir in einer langen und guten Tradition von Synodalität in unserer Diözese stehen“, betonte Bischof Klaus Krämer in seinen einführenden Worten. Seit über 50 Jahren vereint der Diözesanrat drei Gremien in sich – Pastoralrat, Katholikenrat und Kirchensteuervertretung.

Kultur der Beratungen

Zudem ist der Priesterrat als Ganzes Teil des Diözesanrats. Das sei nicht nur ein großer Schatz, das habe sich auch als eine große Hilfe erwiesen, gerade in Zeiten des Umbruchs und großer Herausforderungen, so Krämer. Synodalität sei das große Leitbild der Kirche in unserer Zeit.

Dabei gehe es nicht nur um Zuständigkeiten und Verfahren. Es gehe vor allem auch um eine besondere Kultur der Beratungen und Entscheidungen. Sie zeige sich in der Art und Weise, wie Fragen angegangen und wie mit unterschiedlichen Meinungen und Positionen umgegangen werde, denn diese dürfe und müsse es natürlich immer geben. „Synodalität bedeutet, jeder kann und soll mit seiner Meinung zur Sprache kommen. Wir sind davon überzeugt, dass der Heilige Geist durch jeden wirken kann und will. Deshalb ist es wichtig, dass wir alle Stimmen hören und gemeinsam darauf achten, wo erkennbar wird, welchen Weg wir als Kirche gehen sollen“, betonte der Bischof. „Das ist in unserer Diözese bislang gut gelungen. Aus dieser Erfahrung dürfen wir die Zuversicht schöpfen, dass es auch im 12. Diözesanrat gut gelingen wird, an diesem Erfolgsmodell weiterzubauen.“

Sehr eindeutig, mit 74 von 88 Stimmen, wählten die Mitglieder des obersten synodalen Gremiums Willy Braun aus dem Dekanat Balingen zu ihrem Sprecher.

Augenhöhe ist ihr wichtig

Aber auch das Dekanat Freudenstadt ist nun im Präsidium des Diözesanrats vertreten: Mit einer Zweidrittelmehrheit wurde Marita Walz, die Diözesanrätin des Dekanats Freudenstadt, zur Beisitzerin gewählt. Die 53-jährige Sozialpädagogin aus Talheim möchte in Verbundenheit mit dem Gremium Verantwortung übernehmen, für die in der Diözese angestoßenen Prozesse und damit für die Zukunft der Kirche in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Wichtig ist ihr dabei die Art und Weise, wie im Diözesanrat gearbeitet und mit einander umgegangen wird. „Hier finden unterschiedliche Meinungen ihren Platz und ganz selbstverständlich spricht man darüber – auf Augenhöhe, respektvoll und wertschätzend. Unterschiede dürfen sein, das Ringen um gute Lösungen, das darf und muss Raum haben, auch wenn es manchmal bedeutet, Dinge auszuhalten. Gegensätze dürfen sich begegnen, aufeinandertreffen, denn genau da passiert etwas. Durch dieses Miteinander-Ringen kommt auch etwas in Bewegung. Das ist mein Verständnis von Synodalität. Deshalb freue ich mich auf die Diskussionen, den Austausch und die gemeinsamen Entscheidungen für die Zukunft unsere Diözese“, betonte Walz.

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