Hohenzollernübung in Dettensee: Fünf Feuerwehren retten Gebäude und Menschen

Die Drehleiter war für die Zuschauer der Hohenzollernübung ein absolutes Highlight.
Jürgen BaikerAm vergangenen Samstag war es eine spektakuläre Hohenzollernübung, die schon zwei Stunden vorher im Schlosshof vor dem Dettenseer Feuerwehrmagazin mit einem Feuerwehrfest begann. Für den Nachwuchs war eine Hüpfburg und Feuerwehrspiele organisiert worden. Organisatoren waren Abteilungskommandant Christoph Rummler und sein Stellvertreter Frank Klaubauf mit ihren Kameraden.
Die Alarmierung erfolgte durch die Sirene auf dem Dach des Feuerwehrmagazins und für die Wehr über Funk. Anforderungen waren die Menschenrettung unter Atemschutz, die Brandbekämpfung und der Aufbau einer Riegelstellung zu den Nachbargebäuden. Zugrunde lag ein Brand im Wirtschaftsteil eines landwirtschaftlichen Gebäudes, wobei der Brand auf den Wohnbereich überzugreifen drohte.
Dettenseer zu erst vor Ort
Als erste Wehr am Brandort war die Dettenseer Wehr mit ihrem Mittleren Löschfahrzeug (MLF) und sechs Feuerwehrleuten. Von ihrem Standort vor dem Feuerwehrmagazin aus, waren es nur ein paar Schritte zum Brandplatz. Dettensee war für die Menschenrettung und den Innenangriff im Wohngebäude angesetzt.
Betra mit Standort Trafostation erschien mit den beiden Fahrzeugen MLF und MTW und zwölf Feuerwehrleuten, inklusive Atemschutzträger. Sie hatte für die Wasserentnahme aus dem offenen Gewässer „Weiher“ und die Wasserförderung zugunsten zu sorgen.
Fischingen und Haigerloch haben weitesten Weg
Dettingens Standort lag ein paar Schritte weiter am Weiherplatz. Mit einem Fahrzeug (StLf) und sechs Feuerwehrleuten waren sie für die Menschenrettung und den Innenangriff in den Wirtschaftsgebäuden zuständig.

Viele Zuschauer beobachteten das Geschehen.
Foto: Jürgen BaikerWieder ein paar Schritte weiter war die Feuerwehr Empfingen mit den drei Fahrzeugen LE10, GW und MTW samt 20 Feuerwehrleuten postiert. Ihr oblag die Brandbekämpfung von der Nordseite her. Eine etwas weitere Anfahrt hatten die Wehren aus Fischingen und Haigerloch von ihrem gemeinsamen Standort am Dettenseer Friedhof aus. Fischingen stand dabei mit seinen beiden Fahrzeugen MLF und MTW mit sechs Übungsteilnehmern bereit und hatte für die Wasserförderung der Dettenseer Feuerwehr zu sorgen.
Gemeinsame Manöverkritik
Haigerloch mit den Fahrzeugen LF16 und DLK mit weiteren zehn Feuerwehrleuten war für eine Riegelstellung zur Garage hin und in erster Linie für die Menschenrettung in den Obergeschossen des Wohnhauses zuständig -wobei der Drehleiter-Einsatz zweifellos zum spektakulärsten Beitrag geriet.
Zum Schluss der gemeinsamen Übung traten die über fünfzig Feuerwehrleute vor halb Dettensee zur Manöverkritik, beziehungsweise zur Entgegennahme des Lobes und der Grußworte an.
Einer ist zum ersten und der andere zum letzten Mal dabei
Diesen Reigen eröffnete Freudenstadts Kreisbrandmeister Frank Jahraus. Es dürfte für ihn der letzte Besuch in Dettensee gewesen sein, bevor er nächstes Jahr aus dem Dienst scheidet. Bei seinen vielen Besuchen in Dettensee erfreute ihn immer das gemeinsam gesungene Hohenzollernlied, das er anstimmen ließ.
Sven Röger, Kreisbrandmeister im Zollernalbkreis, war erstmals bei einer Hohenzollernübung der hiesigen Feuerwehren dabei. Wie die anderen Redner war auch er der Ansicht, dass ein solcher Einsatz in dieser Besetzung nicht zum Tragen kommen wird. Gleichwohl habe auch ihn das Event begeistert.
Weitere Infos
Zusammensetzung
Das Konstrukt der Feuerwehren Dettensee (Ausrichter der 21. Hohenzollernübung), Betra, Empfingen, Fischingen und Haigerloch wird es im Ernstfall nicht mehr geben, wie alle Grußwortüberbringer betonten. Glatt fehlte bei dieser Übung wegen einer eigenen Veranstaltung.
Feuerwehr Dettensee
Dettensee wäre mit etwas mehr als 500 Einwohner der kleinste Ortsteil mit einer eigenen Feuerwehr, berichtet Ortsvorsteher Tobias Hellstern. Dies bedeute, dass jeder zwölfte Einwohner bei der Feuerwehr ist.