Harte Übung in Dettingen: Proben bei 32 Grad – in Schutzmontur

Die Dettinger Jugendwehr durfte bei der Hauptübung mit ihren D- Rohren einen Löschangriff starten.
Michael HengerZahlreiche Zuschauer verfolgten trotz 32 Grad Außentemperatur die Hauptübung, die am vergangenen Samstag stattfand. Für die Freiwillige Feuerwehr und ihre Jugendabteilung galt es als Übungsannahme einen Wohnungsbrand zu löschen. Die Wehr war bei den hochsommerlichen Temperaturen von 32 Grad gefordert.
Pünktlich um 16 Uhr ertönte die Sirene, und die Wehr fuhr mit ihrem Staffellöschfahrzeug 10/6 mit Blaulicht und Martinshorn zum Übungsobjekt in die Hintere Gasse 12. Damit die Übung auch echt aussah, wurde mit der Nebelmaschine auf der Terrasse im zweiten Obergeschoss ein echter Wohnungsbrand simuliert. Eine Person konnte sich ins Freie retten und setzte den Notruf ab. Zwei Personen retteten sich auf den Balkon und schrien um Hilfe. Eine weitere Person wurde vermisst, so die Übungsannahme.

Ein Wohnungsbrand in der Hinteren Gasse 12 war Übungsobjekt bei der diesjährigen Hauptübung der Dettinger Wehr.
Foto: Michael HengerDer Angriffstrupp unter Atemschutz ging sofort zur Brandbekämpfung zur Wohnung vor. Parallel wurden mit der Steckleiter die zwei Personen von der Terrasse vom Wassertrupp gerettet.
Wasserversorgung sicherstellen
Der Schlauchtrupp hatte in der Zwischenzeit die Wasserversorgung aus dem Hydranten in der Alten Straße sichergestellt. Die Jugendwehr entnahm ebenfalls ihr Löschwasser aus einem Hydranten mit Hilfe der Tragkraftspritze 8 und sorgte mit ihren D- Rohren in der engen Bebauung für eine Riegelstellung. Die vermisste Person wurde im verrauchten Haus gefunden und mit dem Rettungstuch zur Patientensammelstelle getragen. Mit dem Lüfter wurde anschließend die Wohnung entraucht. Abteilungskommandant Frank Heinrich-Zeller erläuterte im Anschluss an die gelungene Hauptübung den Zuschauern den Übungsablauf.

Der Angriffstrupp mit Atemschutz startete vom Verteiler aus mit dem C- Rohr zum Erstangriff
Foto: Michael HengerBürgermeister Ralph Zimmermann war vom Übungsablauf begeistert und zollte der Jugend- und Aktivenwehr ein dickes Lob. Zumal die hochsommerlichen Temperaturen von 32 Grad der Wehr in ihrer Einsatzschutzkleidung alles abverlangte. Da floss der Schweiß in Strömen.
Dorf ist interessiert
Gefreut hat Zimmermann auch, dass die Jugendwehr so tatkräftig zum Abschluss ihrer 24-Stunden-Übung nochmals bei den Aktiven eine wichtige Rolle der Riegelstellung inne hatte. Ein gutes Zeichen ist auch für die Wehr, so Zimmermann, dass die Bevölkerung Interesse an der Übung zeigte. „Haltet die Feuerwehr in Dettingen am Laufen“, so der Wunsch des Bürgermeisters.
Ebenfalls dankte die stellvertretende Ortsvorsteherin Beate Hellstern der Wehr, und sie war mächtig stolz auf die gesamte Abteilungswehr. Der stellvertretende Gesamtkommandant Wilhelm Knödler war ebenfalls sehr zufrieden mit dem Ablauf der Übung. „Macht weiter so“, gab Knödler zu Protokoll.