Glasfaser in Horb: Stadt verliert erneut den Ausbaupartner

Aus dem Sockel eines Schaltschranks ragen Glasfaserkabel heraus. In Horb geraten die Ausbaupläne jetzt wieder ins Stocken. (Symbolfoto)
Jan Woitas/dpa„Am Freitag, 24. April, teilte die UGG (Unsere Grüne Glasfaser) Bürgermeister Zimmermann mit, dass sie die Kooperationsvereinbarung mit der Stadt Horb zum Ausbau des Glasfasernetzes in der Kernstadt sowie in den Ortsteilen Altheim, Bildechingen, Dettensee, Dettingen, Grünmettstetten, Ihlingen, Nordstetten sowie Rexingen nicht weiterverfolgen werde“, schreibt die Stadt Horb in einer Pressemitteilung.
Das ist der Grund
Als Grund nannte die UGG nach Angaben der Stadt „erschwerte technische Bedingungen und deutlich gestiegene Kosten beim Ausbau“ des Glasfasernetzes.
Bereits geschlossene Gestattungserklärungen kämen damit nicht mehr zur Anwendung. Zudem würden die Vereinbarungen mit den Internetanbietern auf dem geplanten UGG-Netz nicht mehr umgesetzt werden; stattdessen würden sich die jeweiligen Anbieter direkt an die Kundinnen und Kunden wenden.
Bürgermeister Ralph Zimmermann habe eine entsprechende Entscheidung der UGG bereits seit geraumer Zeit befürchtet. Mit der in einer Videokonferenz mitgeteilten Entscheidung bestätigten sich diese Vermutungen.
„Dass wir mit der UGG nach der Deutschen Glasfaser nunmehr den zweiten Kooperationspartner für den flächendeckenden Ausbau des Glasfasernetzes in Horb verloren haben, bedauern wir im Interesse unserer Stadtgesellschaft und der Unternehmen sehr. Wir haben alles dafür getan, um die jetzt eingetretene Situation zu vermeiden. Allerdings konnten wir uns trotz unserer begleitenden und unterstützenden Maßnahmen nicht gegen die interne Firmenpolitik und den allgemeinen Markttrend durchsetzen.“
Stadt führt Gespräche
Um den flächendeckenden Ausbau des schnellen Internets dennoch zu realisieren, führe die Stadtverwaltung Gespräche mit Stiegeler, ob das Unternehmen weitere Ortsteile in sein Ausbauvorhaben einbeziehen kann. Gleichzeitig stehe die Stadtverwaltung in Kontakt mit dem Innenministerium Baden-Württemberg sowie der Deutschen Telekom.