Gesundheitsamt Tübingen warnt
: Sicher einkochen: Was es zu beachten gilt

Das Gesundheitsamt Tübingen informiert zur richtigen Konservierung von Lebensmitteln und gibt Tipps zur Vorbeugung gegen die seltene, aber gefährliche Erkrankung Botulismus.
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(red/pm)
Oberndorf
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Beim Verzehr von selbst konservierten Lebensmitteln ist Vorsicht geboten. (Symbolfoto)

Dieter Meyer - stock.adobe.com

Der Sommer bringt eine reiche Ernte mit sich – doch beim Einkochen von Gemüse und Fleisch kann es bei unsachgemäßer Zubereitung zu einem Gesundheitsrisiko kommen: dem Botulismus. Das Landratsamt Tübingen warnt in einer aktuellen Mitteilung vor der seltenen, aber potenziell tödlichen Erkrankung, die durch ein Gift des Bakteriums Clostridium botulinum ausgelöst wird.

Vorsicht bei selbst gemachten Konserven

Besonders gefährdet sind selbst gemachte Konserven aus wenig saurem Gemüse oder Fleisch, wenn diese nicht ausreichend erhitzt wurden. Im Handel werden Konserven mit über 121 °C sterilisiert – eine Temperatur, die in privaten Küchen nur mit speziellen Drucktöpfen erreichbar ist.

Anzeichen für verdorbene Konserven sind Wölbungen bei Dosen („Bombagen“) oder gelöste Deckel bei Einmachgläsern. Vor dem Verzehr sollten selbst eingekochte Lebensmittel nochmals gründlich erhitzt werden, um das gefährliche Toxin zu zerstören – idealerweise direkt vor dem Essen.

Gefahr für Säuglinge

Säuglinge sind besonders gefährdet: Für sie kann bereits der Verzehr von Honig gefährlich sein. Bei Erwachsenen äußert sich eine Botulismus-Erkrankung durch Übelkeit, Sehstörungen und Lähmungen, im schlimmsten Fall droht Atemstillstand. Der Gang zum Arzt ist dann ein Notfall.

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