Gemeinderat Empfingen
: Die Kindergartengebühren steigen kräftig an

Die Gemeinde Empfingen hat in den vergangenen Jahren mit dem Neubau der Kita „Die kleinen Strolche“ der soeben abgeschlossenen Sanierung des Katholischen Kindergartens „St. Georg“ und dem Neubau des Naturkindergartens überdurchschnittlich viel in die vorschulische Bildung investiert.
Von
Herold Schwind
Empfingen
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Mit dem Anbringen des Logos endet praktisch eine sehr aufwendige Sanierung des Katholischen Kindergartens St.Georg, wobei die Gemeinde einen deutlich höheren Beitrag leistete als die Kirchenverwaltung.

Mit dem Anbringen des Logos endet praktisch eine sehr aufwendige Sanierung des Katholischen Kindergartens St.Georg, wobei die Gemeinde einen deutlich höheren Beitrag leistete als die Kirchenverwaltung.

Herold Schwind
  • Empfingen erhöht die Elternbeiträge im Ü3-Bereich um 15 Prozent, im U3-Bereich um 5 Prozent.
  • Begründung ist ein niedriger Kostendeckungsgrad der Kitas und stark gestiegene Kosten.
  • Trotz Erhöhung: Kostendeckung voraussichtlich 13,75 Prozent, Zielwert bleibt 20 Prozent.
  • Für 2026 kalkuliert die Gemeinde rund 2,31 Mio. Euro Aufwendungen und 1,06 Mio. Euro Erträge.
  • Debatte im Rat: Warnung vor zu hohen Gebühren; Land plant ein beitragsfreies letztes Kitajahr.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Vertreter des Städtetags, des Gemeindetags und der Kirchenleitungen sowie der kirchlichen Fachverbände in Baden-Württemberg verständigten sich auf eine Erhöhung der Elternbeiträge um 4,5 Prozent im Kindergartenjahr 2026/2027 sowie auf einen angestrebten Kostendeckungsgrad von 20 Prozent durch Elternbeiträge.

Nach dem vorläufigen Jahresergebnis 2025 liegt der Kostendeckungsgrad der kommunalen Kindertagesstätte „Die kleinen Strolche“ aber lediglich bei 11,13 Prozent. Für das Jahr 2026 rechnet die Gemeinde mit Gesamtaufwendungen in Höhe von rund 2,31 Millionen Euro. Dem stehen Erträge von etwa 1,06 Millionen Euro gegenüber, darunter rund 285.000 Euro aus Elternbeiträgen.

Gestiegene Personal- und Betriebskosten

Pro belegtem Betreuungsplatz ergibt sich damit ein Zuschussbedarf der Gemeinde von rund 8.966 Euro. Grund dafür seien die in den vergangenen Jahren erheblich gestiegenen Personal- und Betriebskosten, die zu einer deutlich höheren finanziellen Belastung der Gemeinde führen, so Bürgermeister Ferdinand Truffner.

Ohne eine höhere Anpassung der Gebühren würde der Kostendeckungsgrad im Jahr 2026 lediglich 12,34 Prozent erreichen und damit weiterhin deutlich unter dem angestrebten Zielwert von 20 Prozent liegen. Dem Vorschlag der Gemeindeverwaltung die Elternbeiträge im Kindergartenbereich (Ü3) um 15 Prozent und im Krippenbereich (U3) um 5 Prozent anzuheben, kam der Gemeinderat auch einstimmig nach. Trotz dieser Erhöhung verbessere sich der Kostendeckungsgrad lediglich auf voraussichtlich 13,75 Prozent und bleibt somit weiterhin deutlich unter dem angestrebten Wert, informierte Bürgermeister Ferdinand Truffner.

Die grün-schwarze Landesregierung in Baden-Württemberg plant im Rahmen ihres Koalitionsvertrags, dass das letzte Kindergartenjahr vor der Einschulung künftig verpflichtend und zugleich für Eltern beitragsfrei sein soll, was die Familien enorm entlasten würde, wie Bürgermeister Ferdinand Truffner in der Gemeinderatssitzung ansprach.

Der Empfinger Kämmerer Pascal Maier informierte allerdings von der letzten Kämmerertagung und wies darauf hin, dass noch keine konkreten Formen der Landesregierung angedacht wären. Fraglich sei auch, ob das Land die volle Summe zwischen 300 Millionen Euro und 1,2 Milliarden Euro komplett übernehmen werde. Für eine Einführung des kostenfreien letzten Kindergartenjahres geistern nach Pascal Maier auch Zahlen von der Einführung mit den Jahren 2030 bis 2031 um.

Warnung vor drastischer Erhöhung

Für Ratsmitglied Stefan Walz ist es skandalös die Gebühren der Kindergärten auf die Kommunen und Eltern abzuwälzen. Für Walz ist der Kindergarten auch Schule vor der Schule halt und müsste deshalb vom Land genauso wie die Schulen übernommen werden.

Gemeinderat Armin Hellstern findet das Empfinger Modell mit den jetzt beschlossenen Gebühren als sinnvoll an. Mit den höheren Beiträgen für die Kinder über drei Jahre können deutlich mehr Einnahmen kreiert werden, weil es mehr Kinder betreffe. Hellstern warnte aber auch davor, die Gebühren drastisch zu erhöhen, weil sonst die Eltern andere auswärtige Einrichtungen in Anspruch nehmen und damit noch weniger Elternbeiträge in der Gemeinde bleiben würden.

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