Garagen-Flohmarkt in Rohrdorf: An 30 Ständen Open-Air einkaufen

Allerbeste Stimmung herrschte bei den Aktiven, die den ganzen Tag für das Gelingen des Festes gearbeitet haben.
Peter MorlokDer Rohrdorfer Förderverein für Kultur und Gemeinschaft hatte dazu eingeladen und an mehr als 30 Ständen konnte man an diesem verkaufsoffenen Sonntag privat Open-Air shoppen. Strahlend blauer Himmel und angenehme Temperaturen sorgten zudem dafür, dass sich ab 11 Uhr Menschenmassen durch Eutingens schönsten Ortsteil drängten.
In die entlegensten Winkel des Ortes Viele von ihnen marschierten, mit einem ausgedruckten Lageplan in der Hand, in die entlegensten Winkel des Ortes. Dorthin, wo man selbst als Einheimischer meist nur durch Zufall hinkommt.
Die Händler selbst waren allesamt keine Profis und verkauften das, was sie eigentlich loswerden wollten, zu absoluten Schleuderpreisen. Kurioses und Absurdes, Dinge, die einmal ganz wichtig waren und doch nur Platz in irgendeinem Schrank brauchten, gab es fast an jedem der Stände zu entdecken. Man musste sich halt ein wenig Zeit nehmen und nicht im Eiltempo durch den Flecken rennen.
Eine gebrauchte italienische Ape Ob man nun eine Puppe, Modeschmuck, Klamotten aller Art, Bücher, ein Schaukelpferd oder gar ein Hochrad suchte, man wurde fündig.
Alles was das Herz des Flohmarktkunden erfreut
In Rohrdorf gab es an diesem Sonntag alles, was das Herz des Flohmarktkunden erfreut. Sogar ein Familienverband, der von Stand zu Stand lief und eigentlich nur auf der Jagd nach günstigen Pokémon-Artikeln fragte, wurde auch bei anderen Produkten schwach. Der Bub hat jetzt beispielsweise einen nahezu neuen Wilson-Baseball und der Vater gerade mal acht Euro weniger im Geldbeutel. Ein bisschen tiefer in die Tasche greifen musste man im Horber Weg. Dort bot Ellen Tornau eine gebrauchte italienische Ape an. Sie selbst kann wegen einer Erkrankung nicht mehr mit dem italienischen Kult-Auto fahren und bot ihn nun schweren Herzens auf dem Flohmarkt an.
Ein paar Häuser weiter wunderte sich Karin Armbruster über das Kaufverhalten der Leute. „Dinge, von denen ich gedacht habe, dass sie sie mir aus den Händen reißen, stehen wie festgeklebt in den Auslagen; Dinge, von denen ich gedacht habe, dass ich sie irgendwann mal wegschmeißen muss, werden gekauft“ ihr Fazit nach gut drei Stunden Flohmarkterfahrung.
Echte Schnäppchen ergattert Doch egal was die Leute kauften, wichtig war für sie das Erfolgserlebnis und das gute Gefühl, ein echtes Schnäppchen ergattert zu haben. Egal ob man nun einen wertvollen alten Kupferkessel, ein Relikt aus Urgroßvaters Zeit, einen Plastik-Dinosaurier, ein Bildband über Südtirol oder eine gebrauchte Kappsäge mit nach Hause nahm. Hauptsache Schnäppchen.
Zeit für ein Schwätzchen mit Freunden
Wichtig war für sie das Erfolgserlebnis
Während in den Gassen an den Ständen gefeilscht wurde, dass es eine wahre Freude war, man sich aber auch Zeit für ein Schwätzchen mit Freunden und Gleichgesinnten nahm, gab es auf dem Platz vor dem Kindergarten keine Chance, etwas am Preis der Speisen und Getränke, die der Förderverein dort anbot, zu drehen. Jeder war froh, wenn er was zu trinken, eine Portion Pommes, eine Currywurst oder ein Eis ergattern konnte. Der Andrang war so groß, dass Ortsvorsteher Johannes Metzner, der mit seiner Familie gegen 13.30 Uhr zum Mittagessen vorbeischaute, schon keine Pommes mehr bekam. Ausverkauft, wurde ihm erklärt. Naja, ne Rote im Wecken ist auch ein gutes Sonntagsessen.
Band Albaku unterhält die Besucher musikalisch I n ihrem Fazit waren die Mitglieder des Fördervereins mehr als zufrieden mit dieser Veranstaltung, wie Thomas Löhrke aus dem Vorstands-Team sagte.
Alle Vereinsmitglieder hatten sich mächtig ins Zeug gelegt
Er und alle Vereinsmitglieder hatten sich mächtig ins Zeug gelegt, um einen tollen Flohmarkt zu organisieren und da war es kein Wunder, dass sie sich zum Abschluss des Festes auch noch etwas von der grandiosen Mugge der Band Albaku gönnten, die im Epizentrum der Rohrdorfer-Openair-Flohmarktparty aufspielte.
Die vier Hobby-Musikanten schickten ihre begeisterten Zuhörer nicht nur völlig losgelöst zusammen mit Major Tom ins Weltall, sondern lieferten sie mit ihren Coversongs auch in Westerland ab. Es war der mehr als gelungene Abschluss einer besonderen Aktion, die nun schon zum dritten Mal von der Rohrdorfer Bevölkerung gestemmt wurde.