Frau aus Tübingen vermisst
: Hilfsorganisation sucht mit Spürhunden nach 27-Jähriger

Seit dem 16. August ist eine 27-jährige Frau aus Tübingen verschwunden. An diesem Tag verließ sie eine Tübinger Klinik. Ein Kriminalhauptkommissar berichtet, was die Polizei derzeit unternimmt, um die junge Frau zu finden.
Von
Daniel Begemann
Oberndorf
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Mit Spürhunden suchte eine Hilfsorganisation nach der vermissten 27-Jährigen. (Symbolfoto)

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Fast vier Wochen sind vergangen, seit die 27-Jährige am Freitag, 16. August, eine Tübinger Klinik mit unbekanntem Ziel verlassen hat. Seitdem ist die junge Frau verschwunden. Am 29. August wendet sich das Kriminalkommissariat Tübingen mit einer Öffentlichkeitsfahndung an die Allgemeinheit. „Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass sie sich zwischenzeitlich in einer hilflosen Lage befinden könnte, wird nun auch öffentlich nach ihr gefahndet“, schreibt das Polizeipräsidium in der Fahndungsmitteilung.

Einen Zwischenstand zu den Ermittlungen gibt Kriminalhauptkommissar Gerhard Jaudas unserer Redaktion. Er sagt: „Die Öffentlichkeitsfahndung erbrachte bisher nur wenige Hinweise. Diese werden derzeit überprüft, abschließende Ergebnisse dazu liegen noch nicht vor.“

Intensive Ermittlungen

Er berichtet, dass polizeiliche Suchmaßnahmen in bestimmten Gebieten nicht durchgeführt wurden, da bislang keine Anhaltspunkte dafür vorlagen, dass dies eine erfolgversprechende Maßnahme ist beziehungsweise zum Auffinden der Person führt. „Jedoch laufen nach wie vor umfangreiche und intensive Ermittlungen sowie Abklärungen zu möglichen Kontakten und Hinwendungsorten. Diese Maßnahmen dauern noch an und werden weiter fortgeführt“ gibt Jaudas bekannt.

Bei der Suche geholfen hat auch schon die gemeinnützige Hilfsorganisation 2gether4you. Sie steht bei der Suche nach vermissten Personen allen Privatpersonen kostenlos zur Verfügung. Die Organisation erklärt: „Der Name 2gether4you Vermisstenspürhunde ist unsere Mission „2gether – Team aus Spürhund und Hundeführer“ und „4you - Für Dich“. Aktuell habe die Organisation ein Netzwerk von bis zu zehn Teams mit Vermisstenspürhunden (Mantrailer), die regelmäßig auf ihre Einsatzfähigkeit hin trainiert und überprüft werden.

Suche mit Hunden und Angehörigen

Kriminalhauptkommissar Jaudas sagt: „Die Organisation 2gether4you hat sich bei der Polizei gemeldet und mit Suchhunden sowie den Angehörigen der vermissten Frau mehrere Absuchen vorgenommen – leider bisher mit negativem Ergebnis.“

Weitere Informationen

Vermisste Personen
Laut Bundeskriminalamt waren zum Stichtag 1. Januar 2024 im polizeiliche Informationssystem „INPOL“ insgesamt rund 9832 Fälle vermisster Personen in Deutschland registriert. In dieser Zahl sind sowohl Fälle vermisster Personen enthalten, die sich innerhalb weniger Tage aufklären, als auch über viele Jahre/Jahrzehnte Vermisste, deren Aufenthaltsort/Verbleib nicht festgestellt werden konnte. Täglich werden jeweils etwa 200 bis 300 Fahndungen neu erfasst, etwa die gleiche Anzahl wird wegen Erledigung gelöscht.

Erfahrungsgemäß erledigen sich etwa 50 Prozent der Vermissten-Fälle innerhalb der ersten Woche. Binnen Monatsfrist liegt die „Erledigungsquote“ bereits bei über 80 Prozent. Der Anteil der Personen, die länger als ein Jahr vermisst werden, bewegt sich bei nur etwa 3 Prozent. Mehr als zwei Drittel aller Vermissten sind männlich. Etwa die Hälfte aller Vermissten sind Kinder und Jugendliche. Für ihr Verschwinden gibt es die unterschiedlichsten Gründe (Probleme in der Schule oder mit den Eltern, Liebeskummer etc.). Falls eine Vermisstensache nicht aufgeklärt wird, bleibt die Personenfahndung bis auf Widerruf bestehen.

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