Flair-Hocketse mit Herz: Am Kreisel von Horb-Talheim geht es rund

Auf dem früheren Flair-Areal ging es an diesem Abend wirklich rund – so wie es das Plakat versprach.
Peter Morlok„Es ist ein kleines Fest, von zwei Vereinen für die Bürger gemacht“, beschrieb es Carola Eder vom Musikverein. Sie ist zusammen mit Jürgen Kohler vom Schützenverein Kopf, Geist und Gesicht dieser Veranstaltung, die jedoch nur durch die Mithilfe aller Vereinsmitglieder gestemmt werden kann.
„Früher haben wir vom Musikverein einmal im Jahr ein Weinfest in der Halle veranstaltet, doch das ging aufgrund der schwindenden Mitgliederzahl nicht mehr und deshalb haben wir vor drei Jahren, mehr aus Jux, eine Flair-Abriss-Party ins Leben gerufen“, erinnerte Eder an die Ursprünge dieser Veranstaltung. Zuerst in Kooperation mit der Narrenzunft, seit 2024 gemeinsam mit dem Schützenverein wird diese Party seither rein ehrenamtlich und mit viel Herzblut einmal im Jahr organisiert.
Früher Disco-Partys, heute Bläser-Sound
Doch dort, wo früher die Jugend und die Junggebliebenen der näheren und weiteren Umgebung wilde Disco-Partys feierten, geht es heutzutage etwas gediegener zu. Anstatt harten Beats und Disco-Kugel lag der satte Bläser-Sound des Derendinger Musikvereins – der unter Leitung von Simon Löffelmann mit moderner Blasmusik unterhielt – in der lauen Abendluft und die Gäste freuen sich über ein Treffen mit Gleichgesinnten bei Bier, Schorle, Bratwurst und sensationell gutem Zwiebelkuchen.
„Dass die Derendinger, eine sehr gute Mittelstufenkapelle bei uns spielt, freut mich sehr“ betonte Ortsvorsteher Anton Ade, selbst langjähriger Vorstand der „Fortuna“. Er hob die langjährige Freundschaft zu den Musikern aus dem Tübinger Teilort hervor und sagte, dass dieser Auftritt unter anderem auch dem Fortuna-Dirigenten Jörg Dold, der in Derendingen als Vize-Dirigent aktiv ist, zu verdanken sei.
Ade zeigte sich zudem schon zu Beginn der Veranstaltung recht zufrieden mit dem Besucheraufkommen, denn bereits gegen 19 Uhr mussten die Helfer schauen, dass sie noch mehr Sitzgelegenheiten und Stehtische herbeischaffen konnten, um allen Besuchern ein Plätzen anbieten zu können.
Viele Vereinsoutfits – viele Freigetränke
Das man viele Mitglieder der umliegenden Vereine in ihren entsprechenden Outfits erkennen konnte, war auch nicht wirklich überraschend. „Jeder, der in seinem Vereins-Outfit kommt, der bekommt ein Gratisgetränke“, erklärte Caro Eder. Und so ein Angebot lässt sich kein echter Schwabe entgehen.
Doch nicht nur an die Erwachsenen hatten die Veranstalter gedacht. Für die Kids hatten sie eine Spielstraße aufgebaut, die kaum Wünsche offenließ. Da konnten die Kleinen in einem Sandbottich nach Goldtalern suchen, eine kleine Badewanne lud zum Enten-Angeln ein, eine Wurf-Bude stand bereit und ein Tisch mit Behältern für Seifenlauge, aus denen mit etwas Geschick wunderbar schillernde Seifenblasen wurden.
Schminken mal anders
Doch der Gag war der Kinderschminktisch. Hier wurden die Erwachsenen von Kindern geschminkt, nicht wie sonst andersrum. Ein herrlicher Spaß, wenn auch nicht jedes „Kunstwerk“ so ausfiel, wie geplant. Aber mit Wasser, Seife und etwas Geduld konnte man ja später die Spuren dieser Verschönerungsversuche wieder abwischen.
In ihrem Fazit stellten beide Vereinsvorstände fest, dass es wirklich rund ging am Kreisel und dass dieses kleine Fest auch in der dritten Auflage wirklich sehr gelungen war. Was will man mehr? Natürlich die Flair-Hocketse 4.0.