Feuerwehrjugend in Mührigen
: Flächenbrand-Gefahr war Übungsthema

Jedes Jahr treffen sich die Jugendwehren der Gesamtstadt zu einer großen, über die Ortsteile verteilten Gesamtübung, bei der sie das bisher Erlernte eindrucksvoll unter Beweis stellen dürfen.
Von
Peter Morlok
Horb-Mühringen
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Nach dem Einsatz in den Stadtteilen trafen sich alle Jugendwehren in Mühringen.

Nach dem Einsatz in den Stadtteilen trafen sich alle Jugendwehren in Mühringen.

Peter Morlok
  • Jugendwehren der Gesamtstadt übten in mehreren Ortsteilen – Abschluss in Mühringen.
  • Schau-Übung: angenommener Wohnhaus-Vollbrand, Funkenflug auf Garage mit vermisster Person.
  • Teams aus Bildechingen, Mühlen und Mühringen arbeiteten mit Ausbildern routiniert zusammen.
  • Riegelstellungen schützten auch Gebüsch, um Flächenbrand bei Trockenheit zu verhindern.
  • Bürgermeister Ralph Zimmermann betonte die Bedeutung der Jugendwehren und dankte dem Nachwuchs.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In diesem Jahr fiel die Wahl des gemeinsamen Treffpunkts auf den Stadtteil Mühringen. Dort wurde nicht nur die erste Jugendwehr im ganzen Kreis Freudenstadt gegründet, wie Mühringens Abteilungskommandant Michael Kramer stolz mitteilte, sondern fand am Sonntag der große Jugendtag in Verbindung mit dem jährlich stattfindenden Tag der offenen Tür statt. Ein gelungener Mix aus Unterhaltung und Feuerwehrerlebnistag, bei dem es sich die Besucher vor der Halle im Schatten alter Bäume auch bei Speis und Trank gut gehen ließen.

Anspruchsvolle Übungsaufgabe

Neben einer Hüpfburg für die Kids, Informationen zum DRK und Live-Musik, die von Hans Schick und Toni Welk gespielt wurde, war die Hauptattraktion des Nachmittags jedoch die Schau-Übung der Jugendwehren aus Bildechingen, Mühlen und Mühringen, die zusammen mit ihren Ausbildern ein recht anspruchsvolles Übungs-Szenario abarbeiten mussten.

Man ging bei der Alarmierung von einem Vollbrand in einem Wohnhaus in der Spielstraße aus. Das Feuer hatte durch Funkenflug bereits auf die Garage des Nebengebäudes übergegriffen, in dem sich noch eine Person befand. Eine echte Herausforderung, die von den Kindern und Jugendlichen jedoch mit der Routine, die sie sich in vielen Übungseinheiten antrainiert hatten, abgearbeitet wurde.

Es klappt vorbildlich

Selbstverständlich wurden sie bei dieser schweren Aufgabenstellung nicht allein gelassen. Die vielen Übungsbeobachter, darunter auch Bürgermeister Ralph Zimmermann, die jeweiligen Abteilungskommanden sowie der stellvertretende Gesamt-Jugendleiter Florian Wein, konnten ein reibungsloses Zusammenspiel der erfahrenen Feuerwehrmänner mit ihrem Nachwuchs mitverfolgen.

Die Einsatzfahrzeuge wurden strategisch richtig am Brandort positioniert, die Atemschutzträger im Zweier-Trupp drangen nach Lageerkundung zur Brandbekämpfung und Menschenrettung ins Gebäude ein und ihre Kameraden bauten gleichzeitig die notwendige Infrastruktur, allem voran die Wasserversorgung, auf. So mancher Übungsbeobachter wunderte sich, dass man bei den Riegelstellungen nicht nur die Nachbarhäuser mitberücksichtigte, sondern auch das gegenüberliegende Gebüsch.

  • Übung

    Wenn ein Wohnhaus brennt, dann wird das Löschen zur Materialschlacht.

    Peter Morlok
  • Übung

    Viele Meter Wasserschlauch werden ausgerollt.

    Peter Morlok
  • Übung

    Ein Feuerwehrfahrzeug kann recht vielfältig eingesetzt werden, vielleicht kommt daher der umgangssprachliche Begriff „Spritzenwagen“.

    Peter Morlok
  • Übung

    Löschangriffe auf zwei Seiten waren Bestandteile der Übung.

    Peter Morlok
  • Übung

    Die Einsatzfahrzeuge wurden strategisch geschickt plaziert.

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  • Übung

    Nach erfolgreicher Übung heißt es Antreten zur Manöverkritik.

    Peter Morlok
  • Übung

    Ein kurzer Einsatzbefehl gibt die Richtung vor.

    Peter Morlok
  • Übung

    Wasser marsch in beide Richtungen: Auch das Gebüsch musste vor dem (in der Übung theoretischen) Funkenflug geschützt werden.

    Peter Morlok
  • Übung

    Viele Zuschauer suchten die raren Schattenplätze an den Bäumen auf und beobachteten die Übung.

    Peter Morlok
  • Übung

    Wie in der Realität rückten die Atemschutzträger ins Haus vor.

    Peter Morlok
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Doch bei der aktuellen Trockenheit und dem (angenommen) herrschenden Funkenflug hätte schnell auch ein Flächenbrand entstehen können. Dies wurde so verhindert. Durch die hervorragende Zusammenarbeit der drei Abteilungen gelang es relativ rasch, den Brand im Wohnhaus zu löschen, die verletzte Person (in diesem Fall die Übungspuppe) aus der Garage zu retten und auch diesen Brandherd zu sichern. „Das war eine super Übung“, fand Florian Wein, und Abteilungskommandant Michael Kramer schloss sich dieser Meinung an.

Die Bedeutung der Jugendfeuerwehren

Bürgermeister Ralph Zimmermann hob nach der Schauübung und später beim gemeinsamen Treffen, an dem auch der städtische Gesamtkommandant Sven Weniger teilnahm, die Bedeutung der Jugendwehren für die Zukunft der Feuerwehr, und damit auch für die Sicherheit eines jeden Bürgers, hervor. „Nur wenn es uns gelingt, genügend junge Leute in die Blaulichtfamilie zu integrieren können wir im Ernstfall für ausreichende Sicherheit sorgen“, sagte er sinngemäß und forderte für die Leistungen, die der Nachwuchs an diesem Nachmittag zeigte, einen Riesenapplaus.

Für alle Beteiligten – auch für Bürgermeister Zimmermann – gabs als Belohnung für ihr besonderes Engagement eine schicke Schildmütze mit Horb-Logo, ganz viel Lob und eine gemeinsame Abschlussfeier in der Mühringer Halle.

Weitere Schauplätze von Übungen

Außer in Mühringen wurde auch noch in vier anderen Orten bei herausfordernden Schauübungen gezeigt, auf welchem Lever die Kinder und Jugendliche bereits sind.  In Dettingen übte die Abteilung gemeinsam mit Horb und Rexingen. In Dettensee waren die Abteilungen aus Ahldorf, Betra und Nordstetten gemeinsam in Einsatz und im Dießener Tal übten die Abteilungen Dießener Tal und Grünmettstetten. In Altheim traten die Abteilungswehren aus Altheim und Talheim unter dem Oberkommando von Gesamtjugendleiter Michael Fabert zur Übung an. Der Übungsbeginn an allen Orten war um 14.30 Uhr und hinterher traf man sich traditionell zum gemeinsamen Abschluss aller Abteilungen bei einer der Abteilungen. In diesem Jahr in Mühringen.

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