Feuerwehrabteilung Weitingen
: Von Engagement und Kameradschaft geprägt

Die Weitinger Feuerwehrabteilung blickte bei ihrer Hauptversammlung auf eine ruhiges Jubilämsjahr zurück.
Von
Hermann Nesch
Oberndorf
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Bei der Jahreshauptversammlung der Abteilung Weitungen gab es mehrere Beförderungen und „innerbetriebliche“ Ehrungen. Unser Foto zeigt die beförderten Mitglieder zusammen mit Ortsvorsteherin Tanja Ellinger-Gius, Bürgermeister Markus Tideman sowie Kommandant Tobias Plaz und Abteilungskommandant Marco Leins.

Hermann Nesch

Nach der kürzlichen Hauptübung hielt der Weitinger Feuerwehrabteilung traditionell ihre Hauptversammlung im Feuerwehrhaus ab. Dabei sprachen alle Verantwortlichen von einem relativ ruhigen Jahr.

Den Reigen eröffnete Schriftführerin Sarah Gramer, die elf Kurzeinsätze, aber auch Fehlalarme sowie etliche Übungen schilderte. Im September erwarben zwölf Aktive das Leistungsabzeichen in Gold. Zudem erwähnte sie, dass Vize-Kommandant Thomas Renz nach 365 in Sulz abgehaltenen Ausbildungslehrgängen für die Atemschutzträger seine Tätigkeit beendet habe.

Außerdem habe die Wehr bei den Umzügen an der Fasnet, beim „Hoametfescht“ und der Fronleichnamsprozession die Verkehrsabsicherung übernommen. Mit einer historischen Abordnung war sie beim Umzug des „Hoametfeschts“ dabei. Höhepunkt des Jahres war zwei Wochen später ein eigenes kleines Fest mit historischer Schauübung anlässlich des 160-jährigen Bestehens. Beteiligt war die Abteilung auch bei einem Ferientag.

Die Jugendfeuerwehr besteht seit zehn Jahren

Einen Abmangel musste Kassierer Andreas Gaus vermelden, „Aber wir stehen nimmer noch gut da“, stellte er fest. Die Zahl 10 spielte bei der Jugendwehr eine zentrale Rolle: Gründung vor zehn Jahren, derzeit zehn Mitglieder und zehn absolvierte Übungen. Hinzu kam die Bewirtung beim Maibaumstellen. Von den vorigen Jugendlichen wurde eine bei den Aktiven aufgenommen. Drei Jungen nahmen erfolgreich an der kreisweiten „Leistungsspange“ teil.

Der ehemalige Vize-Abteilungskommandant Heinz Schäfer ist seit 50 Jahren in der Feuerwehr aktiv. Vor seinem Übertritt in die Alterswehr durfte er sich bei der Fahrt zur Hauptübung zum Abschied nochmals ans Lenkrad des Löschfahrzeugs setzen.

Foto: Hermann Nesch

Abteilungsleiter Marco Leins zog ebenfalls eine positive Bilanz. Er verwies auf die hohe Fortbildungsbereitschaft und Einsatzbereitschaft und hob das große Engagement und den kameradschaftlichen Zusammenhalt hervor. Trotz Jubiläum habe der Alltag mit Übungen, Fortbildungen und Vorbereitung auf das Leistungsabzeichen viel Zeit gefordert. „Davon war jede einzelne Stunde ein Beitrag zur Sicherheit unserer Gemeinde“, so Leins.

Mit der Übernahme eines Schlauchboots für Einsätze in der Eyach und im Neckar und zusätzliche technische Geräte habe sich auch die technische Ausstattung erweitert. Für die Zukunft sieht er bei der Umstellung auf die digitale Alarmierung erhebliche Investitionen auf die Gemeinde zukommen. Bis Ende 2026 seien alle Einsatzabteilungen in der Gemeinde entsprechend ausgestattet. Laut Leins zählt die Abteilung 66 Mitglieder, davon 49 Aktive (darunter fünf Frauen), zehn bei der Jugendwehr und sieben bei der Alterswehr.

Gesamtkommandant Tobias Plaz bescheinigte der Weitinger Abteilung, „ein sehr wesentlicher Bestandteil und zuverlässiger Leistungsträger der Gesamtgewehr“ zu sein. Er bestätigte die Ausführungen von Marco Leins hinsichtlich der weiteren technischen Ausstattung, bemängelte aber „trotz allen Verständnisses für die Sparmaßnahmen der Gemeinde“, dass der Gemeinderat die Anschaffung des Hygieneanhängers gekippt habe.

Haushaltskonsolidierung macht keinen Spaß

Der Feuerwehr sei diese Anschaffung aber sehr wichtig und habe Vorschläge zur Kosteneinsparung unterbreitet. Daher seien die Einsatzkräfte sehr enttäuscht. Bürgermeister Markus Tideman brachte Verständnis auf und betonte, dass die Haushaltskonsolidierung „überhaupt keinen Spaß“ mache und verwies auf die jüngste Ratssitzung am gestrigen Donnerstag, bei der das Thema nochmals Gegenstand der Beratungen war. Tideman betonte jedoch auch, „was essenziell ist, wird gemacht“.

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