Feuerwehrabteilung Rohrdorf
: Neues Feuerwehrfahrzeug ist ein Quantensprung

Fast eine Million Euro hat Eutingen in die Fahrzeuge der Gesamtwehr investiert, was Kreisbrandmeister Frank Jahraus bei der Segnung des Rohrdorfer MLF hervorhob.
Von
Alexandra Feinler
Oberndorf
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Pfarrer Jens Brückner aus Ergenzingen segnete mit Funktionären der Gesamtwehr Eutingen, Kreisbrandmeister Frank Jahraus und Jürgen Brendle vom Kreisfeuerwehrverband das neue wasserführende Fahrzeug der Rohrdorfer Abteilung.

Alexandra Feinler

So eine Segnung hatte man in der Gesamtgemeinde selten erlebt – nicht nur, weil so viele Bürger im Rahmen der Feuerwehrhocketse am Samstagabend zeigt gehabt hatten. Sondern auch weil es mit über 33 Grad so heiß war, da vertrocknete fast das Weihwasser.

Mitgeführtes Wasser sorgt für mehr Sicherheit

Wie wichtig diese Wasserversorgung ist, zeigte Gesamtkommandant Tobias Plaz auf, der vom ersten Einsatz des neuen Fahrzeugs berichtete: Eine Garage stand in Brand und normal sehe er immer schon von weitem dunkle Rauchwolken aufziehen, wenn er anrücke. Bei diesem Brand war das nicht der Fall, weil die Rohrdorfer mit ihrem neuen Fahrzeug den Brand schnell im Griff hatten.

„Das ist ein Quantensprung, der der Abteilung schon Zuwachs beschert hatte“, blickte der Gesamtkommandant auf die Zahlen: 24 Aktive und 14 Jugendfeuerwehrleute. Und was die leisten können, zeigten sie am Samstagnachmittag mit der großen Jugendfeuerwehrübung am Gemeindehaus in Rohrdorf. Rund 40 Kinder mit Jugendfeuerwehr und Jugendrotkreuz halfen drei Mimen, die Rauchgasvergiftungen, Verbrennungen und Wunden aufwiesen. Neben der Jugendwartin Franziska Raible lobten auch Kreisbrandmeister Frank Jahraus, Gesamtkommandant Tobias Plaz und DRK-Vorsitzender Thomas Fritz das tolle Vorgehen der Jugend-Helfer.

Rohrdorfs Ortsvorsteher Johannes Metzner war es mit so viele jungen Menschen gleich ganz wohl ums Herz, denn wenn alle bis ins Erwachsenenalter dabeibleiben, sei auch die Absicherung der Bürger gewährleistet. Er erlebte einen besonderen Tag, denn so eine Fahrzeugweihe komme nur alle 30 Jahre vor. Der Ortsvorsteher hoffe, dass das Fahrzeug hauptsächlich bei Übungen eingesetzt werden müsse, was ein Zeichen sei, dass es allen gut gehe – so wie bei der anspruchsvollen Übung am Nachmittag.

Jens Dressler hatte die Übung organisiert und war auch mit einer Delegation im Erzgebirge gewesen, um den neuen MLF abzuholen. Jürgen Brendle vom Kreisfeuerwehrverband freute sich über das neue Fahrzeug zum Schutz der Bürger und lobte die Gemeinde, die so viel Geld in die Fahrzeugbeschaffung der Gesamtwehr gesteckt hatte.

Pfarrer Jens Brückner segnet das neue Fahrzeug

Das geschmückte Fahrzeug segnete Pfarrer Jens Brückner aus Ergenzingen. Symbolisch übergab Markus Tideman seinen Holzschlüssel an Abteilungskommandant Klaus Schweizer und die Feuerwehr-Delegation. Anschließend wurde noch lange im Freien bei der Feuerwehr-Hocketse gemeinsam mit Freunden der Feuerwehr Starzach, THW und DRK Eutingen, gefeiert.

Die Worte des Bürgermeisters

Bürgermeister Markus Tideman
hatte klugerweise einen symbolischen Holzschlüssel und kein Gebäck in der Hand, denn das wäre bei diesen tropischen Temperaturen in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Dienstherr der Eutinger Gesamtwehr berichtete, dass das MLF zwar seit rund einem halben Jahr in Einsatz sei, aber heute gesegnet werde.

Der ausgediente Vorgänger
, ein Löschfahrzeug 8 wurde für 5990 Euro verkauft. „Das deckt zwar nicht ansatzweise die Anschaffungs-Kosten von 280 000 Euro, doch es ist ein kleiner Beitrag. Ein Dank geht auch an das Land Baden-Württemberg, das 68 000 Euro für das Feuerwehrwesen ausgebracht hat“, betonte Tideman und fügte hinzu: „So ist die Feuerwehr schlagkräftig und gut ausgerüstet.“ Der Vorgänger hatte kein Wasser dabei, das neue MLF dagegen schon, was für mehr Sicherheit sorge.

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