Fasnetsumzug in Talheim
: So schön ist die Fasnet im „Zigeunertäle“

Der Talheimer Umzug ist jedes Jahr der Höhepunkt der Fasnet im Steinachtal, und auch diesen Sonntag säumten wieder weit über tausend Besucher die Hauptdurchfahrtsstraße des Ortes, um sich vom bunten Treiben begeistern zu lassen.
Von
Peter Morlok
Oberndorf
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  • So lässt es sich an der Fasnet durchs Dorf reisen: Talheims Umzug war wahrscheinlich wieder einmal der schönste.

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  • Wo Rauch ist, stinkt es meistens gehörig – nach Hexe?

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  • An der Fasnet gibt es alles – auch ein Schwein, das in der Nase bohrt.

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  • Anstatt des Polizisten trägt in diesem Jahr die Hex das Täfelchen.

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  • Bei Kaiserwetter fast im Gleichschritt unterwegs

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  • Blauer Hexennebel

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  • Brass-Sound gab es reichlich auf die Ohren.

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  • Candyland Brechaloch

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  • Das Honoratioren-Bänkle beim MV Obertalheim.

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  • Der Feuerwehr-Eugen hat dem früheren Ortsvorsteher und Neu-Schäfer Thomas Staubitzer ein Bier spendiert.

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  • Dettinger Hanfpflanzen on Tour.

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  • Dicht gedrängt bestaunten die Besucher die Kunststückle der Waldhex.

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  • Die Hirschauer Zunft war im Steinachtal unterwegs.

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  • Die Kids im Micky-Maus-Zügle wurden in Dreierreihen von ihren Eltern abgesichert.

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  • Die Minis vom Zigeunerballett in Formation

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  • Die Untertalheimer Waldhexen waren in großer Zahl unterwegs.

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  • Diese Hex sollte sich mal wieder die Nase pudern lassen.

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  • Ein hübsches Trio

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  • Wahre Liebe zur Fasnet...

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  • Ein Mal Konfetti, bitte

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  • Frisch aus dem Brechaloch abgehauen – die Hexen-Candy-Girls.

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  • Hex und Teufel aus dem Land der 30er-Zonen.

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  • Immer gerne gesehen – die Grundmännle, auch wenn sie ihre Brezeln schon verteilt haben.

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  • Immer wieder schön: Schantle mit ihrem Fleckenhäs

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  • In Tübingen gibt’s nicht nur Grüne sondern auch rote Hexen.

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  • Je wilder, desto besser.

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  • Jetzt hat’s die Hex in die Zuschauer reingehauen.

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  • Kein gehörnter Ehemann – ein Teufel.

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  • „Kindsentführung“ auf offener Straße: an der Fasnet geht so etwas.

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  • Nichts war’s mit einem ruhigen Nachmittag – die Philharmoniker des MV Obertalheim waren gut drauf.

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  • Ohne Guggenmusik geht gar nichts.

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  • Richtig wild ging es gleich am Amfang des Umzugs los.

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  • Sauen von der Narrengilde Metzingen

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  • Sie sind einfach nur schön die Talheimer Buchelsweiber.

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  • Sieger: der Talheimer Umzug

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  • So ein netter Teufel

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  • Talheim first und Elon zuletzt – die Devise dieser Ladys, die sich Richtung Mars aufmachen.

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  • Waldgeister - wie geschnitzt

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  • Was passiert, wenn die beiden Ladys die Masken abnehmen?

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  • Zigeuner in Maske – eine Traditionsfigur der Untertalheimer Zunft.

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  • Zigeuner ohne Maske – eine weitere Traditionsfigur aus dem Steinachtal.

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  • Zunftmeister Kali Lang in seiner berühmten Fliegerpose.

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  • Zwei pelzige Gesellen

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Wenn leicht verpeilte Haschisch-Pflanzen durchs Steinachtal streifen, Kali Lang auf dem Zunftmeisterwagen seinen berühmten „Flieger“ macht, wilde Hexen noch wildere Purzelbäume auf der Straße schlagen, das Micky-Maus-Zügle von einer Armada Erwachsener begleitet wird und die Mädels vom Zigeuner-Ballett ihre Röckchen schwingen lassen, dann ist Ausnahmestimmung in Dahla.

Nach zwei intensiven Tagen in der Halle, bei der die „Zigeuner Untertalheim“ viele fröhliche Hästräger und zudem jede Menge partywillige Leute begrüßen durften sowie der traditionellen Seniorenfasnet im Narrenheim, zog es die Zunft nach alter Tradition raus auf die Gass’.

Große Begeisterung

Der Talheimer Umzug ist jedes Jahr der Höhepunkt der Fasnet im Steinachtal und auch diesen Sonntag säumten wieder weit über tausend Besucher die Hauptdurchfahrtsstraße des Ortes, um sich vom bunten Treiben begeistern zu lassen. Bereits vor dem eigentlichen Umzug bekam man schon mit, mit wie viel Begeisterung die Talheimer bei ihrer Fasnet mitmachen. Kaum ein Besucher ohne fröhliche „Kriegsbemalung“, ohne lustiges Hütchen auf dem Kopf oder ein sonstiges Utensil der Fröhlichkeit.

Das Steinnachtal hatte sich also wieder einmal für diesen Umzug schick gemacht, das Wetter tat grandios mit, und so konnte eigentlich nicht mehr viel schiefgehen. Lange bevor sich der bunte Tross, der dieses Mal von 45 Narrenzünften mit weit über 2000 Maskenträgern zusammengestellt wurde, in Bewegung setzte, kristallisierten sich wieder die Abschnitte um die beiden Sprecherwagen, ebenso wie die Verpflegungs-Quartiere der örtlichen Vereine als die Anziehungspunkte für die Besucher heraus. Angeführt wurde der Umzug wie immer von den unterschiedlichen Masken der Zigeuner selbst. Wer fehlte, das war der Polizist als Täfeles-Bub. In vertrat eine Waldhex, die vor dem Hexenwagen herlief. Doch mussten die Besucher in diesem Jahr schon recht lange auf den Umzug warten und die Vermutung lag nahe, dass sich die Narren im Kreisel verlaufen und die richtige Ausfahrt verpasst hätten. Doch dieser Eindruck täuschte.Die grünen Philharmoniker vom Musikverein Obertalheim spielten auf, die bunt gekleideten Zigeuner in Maske, bei denen den Mädels mit ihrem Tamburin den Takt vorgeben, folgten und die „Grundmännle“ samt den Schorle trinkenden „Buchelesweiber“ mit ihrer markanten, grünen Stola marschierten in gehörigem Abstand hinterher. Oberzigeuner Karlheinz Lang und seine Narrenräte wurden wieder im Zigeunerwagen die Umzugsstrecke entlanggefahren und durften Bonbons pfundweise ins Volk schmeißen. Die Kleinen vom Kindergarten dagegen freuten sich, dass sie im Micky-Maus-Zügle im Umzug mitfahren durften. Sie wurden von den Eltern dabei besser bewacht als der Papst, wenn er mit dem Papa-Mobil unterwegs ist. Die heimischen „Brechalochhexen“ hatten, entgegen der sonstigen Gepflogenheit, ihren Narrensamen dabei und hüpften und tollten teilweise sogar unmaskiert, doch nicht weniger hübsch, umher. Sie legten in diesem Jahr ihren närrischen Fokus auf Süßigkeiten aller Art und wer nicht aufpasste, hatte ruckzuck einen Candy-Aufkleber irgendwo pappen.

Verwandlungskünste

Nach den Gastgebern, zu denen auch die Ladys der freien Gruppe „Talheim first“ zählten, reihten sich die Zünfte und Laufgruppen ein.

Von so manch wüsten Hex gab’s für die Kinder einen Schleck und kleine, nette Gesichtsverzierung per Kohlestift für die Erwachsenen. Besonders interessant die schrittweise Verwandlung meist weiblicher Teenager im Laufe so eines Umzugs. Am Ende waren die Kids meist nicht wiederzuerkennen.

Im Zigeunertäle steppte am Sonntagnachmittag selbst der Eisbär und von der Gass’ ging’s ungebremst in die dorfeigene Allzweckhalle, in der kräftig weitergefeiert wurde.

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